Arbeitsjubiläum von Werner Lager Kettenkamper hält seit 45 Jahren der Nortruper Firma Kemper die Treue

Von Bernard Middendorf

Seit 45 Jahren bei Kemper: Die Unternehmensleitung mit Andreas und Angelika  Kühnl (Fünfter und Sechste von links) sowie Wolfgang Kühnl (Neunter von links)) gratulierte dem Betriebsratsvorsitzenden Werner Lager (Zweiter von rechts, hier mit seiner Ehefrau). Foto: Bernard MiddendorfSeit 45 Jahren bei Kemper: Die Unternehmensleitung mit Andreas und Angelika Kühnl (Fünfter und Sechste von links) sowie Wolfgang Kühnl (Neunter von links)) gratulierte dem Betriebsratsvorsitzenden Werner Lager (Zweiter von rechts, hier mit seiner Ehefrau). Foto: Bernard Middendorf

Nortrup. Sein 45-jähriges Arbeitsjubiläum bei der Nortruper Firma Kemper hat Werner Lager gefeiert. Seit 1974 ist der Kettenkamper der Fleischwarenfabrik treu, anfangs als Jungarbeiter, Fleischermeister und Abteilungsleiter, später als Mitglied der Arbeitnehmervertretung und seit 1998 als Betriebsratsvorsitzender.

Geschäftsführer Wolfgang Kühnl sprach zunächst Lagers Engagement für die Mitarbeiter und in der Kommunalpolitik an. „Wird man als Betriebsratsvorsitzender geboren? Wohl eher nicht“, meinte er, betonte aber, dass man durch Sozialisierung, Werdegang sowie Interesse an politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen in diese Rolle hineinwachsen könne. Ab 1981 sei der damals 24-jährige Betriebsrat und seit 1998 dort Vorsitzender gewesen, zudem 25 Jahre in der Kommunalpolitik tätig – im Kettenkamper Gemeinderat und im Rat der Samtgemeinde Bersenbrück als Bürgermeister, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Landrat. 

Vom Auszubildenden zum Abteilungsleiter

 Am 18. März 1974 begann Werner Lager eine Fleischerlehre, qualifizierte sich zum Fleischermeister, übernahm Verantwortung und wurde Abteilungsleiter in der Rohwurstfermentation, teilte das Unternehmen mit. Bereits in jungen Jahren habe er sich der Arbeit im Betriebsratsgremium gewidmet. Politisch engagiert sei er unter anderem als Kreisvorsitzender der SPD. Der Jubilar sei bei Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten beliebt.

Kühnl: Ein fairer Verhandlungspartner

„Meine Eltern haben Ihre Entwicklung positiv begleitet und langjährig vertrauensvoll mit Ihnen zusammengearbeitet“, sagte Wolfgang Kühnl. Zwar habe es manches Mal ein zähes Ringen um die Sache gegeben, aber am Ende habe stets ein tragfähiger Kompromiss – ermöglicht durch Wertschätzung und Vertrauen – für Mitarbeiter und Unternehmen gestanden. Er habe ihn als fairen und um Ausgleich bemühten Verhandlungspartner kennen- und schätzen gelernt, der ein Drittel der Unternehmensgeschichte erfolgreich mitgestaltet habe, unterstrich der Juniorchef und übergab ein Präsent. 

In seiner Familie mit sechs Geschwistern und kleiner Landwirtschaft habe Kemper stets als Begriff für sichere Arbeitsplätze und gute Versorgung gestanden, erinnerte sich Werner Lager. Wenn früher der Beutel mit Rippenseiten und Rinderklein kam, sei das wie ein Festtag gewesen. Sein Anliegen sei nach wie vor, für die Belegschaft „etwas herauszuholen“. Er hoffe, dass die Kollegen verstünden, dass dabei manchmal kurzfristige Entscheidungen nötig seien. 


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