5. Auflage Artländer Wild- und Fischtage erneut beste Werbung für die Region

Von Alexandra Lüders

Viel Applaus gab es für die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Badbergen-Quakenbrück. Foto: Alexandra LüdersViel Applaus gab es für die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Badbergen-Quakenbrück. Foto: Alexandra Lüders

Badbergen. Gute Stimmung herrschte unter den Ausstellern, Akteuren und Besuchern aus dem Umkreis von 150 Kilometern auf dem Hof Elting-Bußmeyer in Badbergen: Dort erlebten die Artländer Wild- und Fischtage ihre fünfte Auflage.

Zu den Highlights des Programms auf der Wiesenarena zählten die Falknerschau, die Alphornbläser und die Präsentationen verschiedener Hunderassen. Das Stelldichein von Jägern, Anglern und Naturliebhabern der ländlichen Szene feierte nach drei Jahren ein gelungenes Comeback auf dem 10 000 Quadratmeter großen Gelände des historischen Fachwerkensembles. 

Der Bohmter Friedhelm Riemeyer zeigte mit „Tussi“ die Trüffelsuche. Foto: Alexandra Lüders


„Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Unser Event war super gut besucht und alle Aussteller zufrieden. Die Besucher aus dem weiten Umkreis, sogar aus Borken, aus dem Emsland und aus Osnabrück sind Leute da gewesen. Wir hatten auch viele Nachfragen nach unserem Giebel. Auf diese Weise haben wir das Artland weiter bekannt gemacht. Als Veranstalter sind wir froh, dass die Wild- und Fischtage so gut angenommen wurden und bei allen eine tolle Stimmung herrschte“, resumierte Albrecht Bußmeyer erfreut.

Retromops „Tussi“ und sein gewaltiges Riechorgan

Trotz der niedrigen Temparaturen waren auch viele Familien mit ihren Kindern angereist, um sich die tollen Schaus und die konzertanten Darbietungen der Jagdhornbläser nicht entgehen zu lassen. Überraschenderweise betrat der Bohmter Trüffelberater Friedhelm Riemeyer am Sonntag als Erster die Wiesenarena, wo der kleine Retromops „Tussi“ sein gewaltiges Riechorgan unter Beweis stellen konnte. Seit Jahren suchen er und andere Hunde das „schwarze Gold“ im Osnabrücker Land. Auch die Westfälischen Terrier, Pudelpointer und Russischen Bracken von Walter Betke demonstrierten ebenso ihre guten Jagdeigenschaften wie die Deutsch-Drahthaar- Hunderasse des VDD Artland-Südoldenburg. Leider musste der geplante Auftritt der Hütehunde ausfallen.

Auf Entdeckertour konnten Kinder und Jugendliche beim Jagdmobil der Jägerschaft Bersenbrück gehen.Foto: Alexandra Lüders


 Sehr große Nachfrage gab es dafür beim mobilen Schießkino. Hier wurde auch weniger Geübten der fachmännische Umgang mit der Waffe gezeigt. In der Nachbarschaft präsentierte die Jagdschule Bersenbrück Interessierten ihre Ausbildungsangebote wie ihren Winter-Kompaktkurs und ihr Chrashkurs-Paket. Begeisterten Ansturm erlebten Betreuer des Jagdmobils, das außer den präparierten, heimischen Wildtieren auch zu Mitmachaktionen wie das Herstellen von Pfoten- und Klauenabdrücken sowie zum Jagdabitur und Nistkastenbauen aufforderte. 

Auf Entdeckertour konnten Kinder und Jugendliche beim Jagdmobil der Jägerschaft Bersenbrück gehen.Foto: Alexandra Lüders


Geradezu fasziniert verfolgen Alt und Jung die fast einstündige Falknerschau mit zwei Wüstenbussarden und einem Uhu, denn Georg Hüging und Thorsten Pistol wussten vor allem die kleinen Besucher in das richtige Handling eines Greifvogels einzubeziehen. Per Mikrofon informierten sie so ganz nebenan über die naturnahe Beizjagd. Fischbrötchen, geräucherte Aale und finnischer Flammlachs sorgten für die kulinarischen Leckerbissen aus Flüssen und Meeren. Wer den süßen Gaumenkitzel liebte, wurde bei Lena Lieres Cupcakes sowie im hofeigenen Backhaus-Café fündig. Gegen die kalte Witterung halfen ebenso ein warmer Apfel-Holunder und heißer Glühwein. Die zweitägige Veranstaltung avancierte auch zum Schaufenster regionaler Produkte, Vereine und Verbände.


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