Gelungener Festakt mit viel Musik Viel Lob für die Gemeinde Nortrup zur 850-Jahr-Feier

Ein imposantes Bild bot das Nortruper Jubiläumsensemble unter der Leitung von Dieter Schlüwe. Foto: Rolf Kamper

850 Jahre Nortrup,
16.03.2019, Nortrup, 
Volleyball, Bezirksklasse Osnbarück Nord, Frauen,Ein imposantes Bild bot das Nortruper Jubiläumsensemble unter der Leitung von Dieter Schlüwe. Foto: Rolf Kamper 850 Jahre Nortrup, 16.03.2019, Nortrup, Volleyball, Bezirksklasse Osnbarück Nord, Frauen,
Rolf Kamper

Nortrup. Geschenke gab es keine, dafür aber viele lobende Worte für die Jubiläumsgemeinde Nortrup, die sich beim offiziellen Festakt in der Sporthalle trotz ihrer stattlichen 850 Jahre putzmunter präsentierte – und ausgesprochen musikalisch.

 „Ich habe den Eindruck, alle Nortruper sind musikalisch“, zeigte sich Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies von den Darbietungen des Jubiläumsensembles unter der Leitung von Dieter Schlüwe beeindruckt, das den Festakt mit der Europahymne eröffnete und später mit Bürgerchor, Musikverein, Grundschulkindern und Jagdhornbläsern des Hegerings Nortrup-Kettenkamp weitere musikalische Glanzpunkt setzte und folgerichtig nicht ohne Zugabe von der Bühne durfte.

Bürgerchor, Musikverein und dem Chor der Grundschüler eröffneten den Jubiläumsfestakt mit der Europafanfare. Foto: Rolf Kamper


Die hohe Qualität des Musikprogramms war aber bei Weitem nicht das Einzige, was Olaf Lies Respekt einflößte. Es sei bemerkenswert, dass eine 3000-Einwohner-Gemeinde über mehr als 1000 Arbeitsplätze verfüge. Als ihn Dieter Schlüwe, der gemeinsam mit Isabel Herrmann gekonnt durch das Programm führte, korrigierte und erklärte, dass es in Nortrup mehr als 2000 Arbeitsplätze gebe, war der ehemalige Wirtschaftsminister quasi doppelt beeindruckt. 

Charmant und mit viel Witz moderierten Isabel Hermann und Dieter Schlüwe den Festakt. Foto: Rolf Kamper


Damit sich die Gemeinde weiterhin so prächtig entwickelt, müsse der Ort für alle Generationen attraktiv bleiben, sagte Lies. Wichtig sei es auch, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung unter einen Hut zu bringen. Es gelte, nicht nur die Großstädte zu entwickeln, sondern auch den ländlichen Raum. „Das ist unsere Heimat. Da fühlen wir uns wohl. Darauf sind wir stolz. Und da wollen wir bleiben.“

Umweltminister Olaf Lies. Foto: Rolf Kamper


Auch Landrat Michael Lübbersmann war beeindruckt von dem musikalischen Können der Nortruper. „Wenn man nicht schon vorher stolz auf Nortrup war, dann nach der Musik“, sagte Lübbersmann und würdigte das Zusammenspiel der Musiker und Sänger als „schönen Ausdruck des Zusammenhalts“. Gründe, stolz auf die Gemeinde zu sein, gebe es viele, zum Beispiel starke Arbeitgeber, eine rege Vereinslandschaft und die einzigartige Artländer Bauernhofkultur. 

Michael Lübbersmann. Foto: Rolf Kamper


Für eine positive Weiterentwicklung seien Themen wie öffentlicher Personennahverkehr, Breitbandausbau und ärztliche Versorgung große Herausforderungen, die es gemeinsam zu meistern gelte. Wenn das gelänge, müsse man sich um die ländliche Struktur keine Sorgen machen. Dann könne sich Nortrup auch in Zukunft so wunderbar weiterentwickeln.

Claus Peter Poppe. Foto: Rolf Kamper


Claus Peter Poppe gratulierte als Bürgermeister der noch jungen Samtgemeinde Artland „mit Ehrfurcht“ dem viel älteren Familienmitglied und erntete zahlreiche Lacher, als er daran erinnerte, dass es 1944 für kurze Zeit einmal auch eine Samtgemeinde Nortrup gegeben habe – zu der auch Kettenkamp gehörte.

Erfreut zeigte sich der Samtgemeindebürgermeister, dass die Nortruper gemeinsam stolz auf die positive Entwicklung ihres Ortes sind. Es hätte doch viele Gründe gegeben zu fremdeln, sagte Poppe mit Blick auf mögliche Differenzen zwischen Alt-Nortrupern und Zugezogenen, zwischen den Konfessionen oder zwischen den beiden Ortsteilen – oder das rechte und das linke Nortrup, wie es das Moderatorenduo so schön ausdrückte. Dazwischen könne irgendwann der Nortruper Stadtpark entstehen, malte Dieter Schlüwe eine Zukunftsvision, die beim Umweltminister Interesse weckte. „Das passende Förderprogramm habe ich schon auf den Weg gebracht“, so Lies.

Karl-Heinz Budke. Foto: Rolf Kamper


Ein Stadtpark steht wohl noch nicht auf der Agenda von Bürgermeister Karl-Heinz Budke, der nicht nur die Werbetrommel für die neue Ortschronik und den Jubiläumslikör „Nortruper Luft“ rührte, sondern auch auf positive Aspekte der jüngsten Vergangenheit verwies, wie etwa die Ausweisung neuer Baugebiete, die Sanierung der Mehrzweckhalle oder die Erweiterung des Pflegeheimes. In seiner Rückschau vergaß er aber auch seine Amtsvorgänger nicht, denen er mit Respekt und Anerkennung seinen Dank aussprach. „Sie waren es, die Nortrup maßgeblich geprägt haben.“


Weitere Bilder vom Jubiläumsfest finden Sie hier in der Bildergalerie.


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