Anbau kostet 3,5 Millionen Euro Erweiterung des Pflegeheims Nortrup hat mit erstem Spatenstich begonnen

Als Andenken an den Beginn der Bauarbeiten überreichte Rolf Römer (Fünfter von links) kleine Spaten an (von links) Franz-Georg Gramann, Anke Markus, Margarete Justa, Doris Delkeskamp, Leonhard Renze, Karl-Heinz Budke und Stefan Delkeskamp. Foto: Christian GeersAls Andenken an den Beginn der Bauarbeiten überreichte Rolf Römer (Fünfter von links) kleine Spaten an (von links) Franz-Georg Gramann, Anke Markus, Margarete Justa, Doris Delkeskamp, Leonhard Renze, Karl-Heinz Budke und Stefan Delkeskamp. Foto: Christian Geers
Christian Geers

Nortrup. Der Anfang ist gemacht: Mit einem offiziellen Spatenstich ist am Freitagnachmittag mit dem Erweiterungsbau des Pflegeheims Nortrup begonnen worden. Beim feierlichen Akt war sogar ein Mitglied der Prinzengarde der Stadt Köln dabei.

3,5 Millionen Euro soll der Neubau kosten. So viel will die Gesellschaft in den 20 mal 44 Meter großen Anbau investieren, der neben dem 2005 eröffneten Pflegeheim mit 50 Plätzen entsteht. Er beherbergt elf betreute Wohnungen, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen (zwölf Plätze), eine Tagespflege (15 Plätze) sowie einen Mehrzweck- und Veranstaltungsraum. 

In 14 Monaten soll alles fertig sein

Franz-Georg Gramann geht davon aus, dass auf der Baustelle am Hammerfeldweg, auf dem der Bagger schon Spuren hinterlassen hat, in 14 Monaten alles fix und fertig ist. „Das neue Gebäude wird das Erscheinungsbild der Gemeinde Nortrup prägen“, sagte der Geschäftsführer der Pflegeheim Nortrup Verwaltungs-GmbH. Er meinte damit nicht nur das Aussehen des Anbaus, sondern auch die verdienstvolle Arbeit, die das Pflegeheim seit 2005 leiste.

Mit einem symbolischen Spatenstich starteten Geschäftsführer Franz-Georg Gramann, die Vertreter der Gesellschafter Rolf Römer, Anke Markus, Stefan Delkeskamp, Margarete Justa und Bürgermeister Karl-Heinz Budke sowie Bauleiter Simon Hellmer (von links) das 3,5 Millionen Euro teure Bauvorhaben. Foto: Christian Geers

Wie wichtig das Bauvorhaben für die Gemeinde Nortrup ist, erläuterten die vier Gesellschafter. „Es ist wichtig, dass Menschen in Nortrup in Würde alt werden können“, sagte Stefan Delkeskamp. Er erinnerte an vier Menschen, die Anfang der 2000er-Jahre „Weitsicht bewiesen“ und 2004 den Bau des Pflegeheims initiiert hätten: Nortrups früherer Bürgermeister Leonhard Renze, Margarete Justa, Ulrich Hagemann (Firma MBN Bau AG) und sein Vater Claus Delkeskamp. Die Entscheidung sei richtig, diese Vision von damals fortzuführen, zumal „das Pflegeheim einen guten Ruf in Nortrup und darüber hinaus genießt“.

„Es ist heute wichtig, alle Facetten der Pflege zu berücksichtigen.“Anke Markus, Diakonische Stiftung Bethanien

Margarete Justa, Leiterin des Pflegeheims, und Anke Markus, Geschäftsführerin der Diakonischen Stiftung Bethanien, stellten fest, dass das bestehende Pflegeheim um weitere Bausteine wie Tagespflege und betreutes Wohnen ergänzt werde. „Es ist heute wichtig, alle Facetten der Pflege zu berücksichtigen“, erläuterte Markus. Als „richtigen Schritt in Richtung Zukunft und als Chance für die Region“ bezeichnete Bürgermeister Karl-Heinz Budke die Erweiterung. Es sei ganz im Sinne der „aufstrebenden Gemeinde Nortrup“, wenn sich die Infrastruktur verbessere. 

So soll der Erweiterungsbau für das Pflegeheim Nortrup aussehen. Entwurf: Architekturbüro Hettwer/Architekturbüro Dälken

Festakt mit karnevalistischer Note

Dass der Termin am Freitagnachmittag eine karnevalistische Note erhielt, lag an Rolf Römer. Der Geschäftsführer der MBN Bau AG Georgsmarienhütte, in der Karnevalshochburg Köln groß geworden und Mitglied in der Prinzengarde, erschien mit Krätzchen – so heißt die Narrenkappe ganz korrekt – auf der Baustelle. Auch er lobte wie die Architekten Helmut Hettwer und Dominik Reh (Büro Dälken) das Projekt, bevor er neben einem lauten „Kölle alaaf“ auch ein „Nortrup alaaf“ und ein „MBN alaaf“ ausbrachte. Allen Gesellschaftern überreichte er einen kleinen Spaten als Andenken, während sich die Damen über einen Blumenstrauß freuten, den er selbstverständlich mit einem Bützchen überreichte.

Mit Strüske, Bützchen und Krätzchen auf der Baustelle: Rolf Römer, Geschäftsführer der MBN Bau AG, überraschte die Frauen – im Bild Anke Markus – beim ersten Spatenstich mit Blumen, die er mit einem Küsschen überreichte. Als Mitglied der Prinzengarde der Stadt Köln trug er ein Krätzchen, wie die Kopfbedeckung auch genannt wird. Foto: Christian Geers



Wissenswertes zum Pflegeheim Nortrup

Die Geschichte: Im Mai 2004 wurde der Grundstein für das Pflegeheim Nortrup am Hammerfeldweg gelegt. Die Baukosten lagen bei 3,75 Millionen Euro. Es entstanden 50 Wohneinheiten, zwischen 23 und 30 Quadratmeter groß, zur Pflege und Betreuung älterer Menschen. Anfang 2005 war der Neubau bezugsfertig. 

Die Gesellschafter: Eigentümerin des Pflegeheims Nortrup ist die Pflegeheim Nortrup Verwaltungs-GmbH. Jeweils 32 Prozent der Gesellschaftsanteile halten die Gemeinde Nortrup, die Diakonische Stiftung Bethanien – sie übernahm 2017 die Anteile der Firma MBN Bau AG aus Georgsmarienhütte – und die Firma Delkeskamp Invest GmbH, vier Prozent Margarete Justa. Betreiber der Einrichtung ist die Pflegeheim Nortrup gGmbH. Die Geschäftsführung hat Anke Markus inne, die Einrichtungsleitung liegt bei Margarete Justa.

Informationen/Kontakt: Pflegeheim Nortrup, Telefon 05436 969510, www.pflegeheim-nortrup.de

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