Fünf-Punkte-Konzept vorgelegt SPD-Fraktion will in Quakenbrück schneller Wohnraum schaffen

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Noch in diesem Jahr könnten im Norden der Stadt Quakenbrück Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden. Dort laufen zurzeit die Genehmigungsverfahren für die Baugebiete "Hartlage-West" und "Hartlage-Ost". Auf einer Freifläche zwischen Rosenstraße, Nelkenstraße und Straße An der Eckwisch plant die Kreissparkasse Bersenbrück den Bau von 16 Wohnungen in vier Gebäuden. Symbolfoto: Mirko NordmannNoch in diesem Jahr könnten im Norden der Stadt Quakenbrück Baugrundstücke zur Verfügung gestellt werden. Dort laufen zurzeit die Genehmigungsverfahren für die Baugebiete "Hartlage-West" und "Hartlage-Ost". Auf einer Freifläche zwischen Rosenstraße, Nelkenstraße und Straße An der Eckwisch plant die Kreissparkasse Bersenbrück den Bau von 16 Wohnungen in vier Gebäuden. Symbolfoto: Mirko Nordmann

Quakenbrück. Die SPD-Ratsfraktion will die Schaffung von Wohnraum und die Ausweisung von Wohnbaugrundstücken in der Stadt Quakenbrück beschleunigen. Dazu hat sie einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt. Und darum geht es in der nächsten Sitzung des Bauausschusses Ende Februar.

Wenn es nach dem Willen der Sozialdemokraten geht, dann soll der Stadtrat die künftige Wohnbauentwicklung in der Stadt verstärkt in den Fokus nehmen. „Es besteht ein erheblicher Bedarf an zusätzlichen Wohnungen und Baugrundstücken“, sieht SPD-Fraktionschef Thomas Fisse Handlungsbedarf. Zur Begründung des Antrages verweist er auf die vorliegende Bevölkerungsprognose und das Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises Osnabrück.

Auf dieser 5600 Quadratmeter großen Fläche im Quakenbrücker Stadtteil Hengelage möchte die Kreissparkasse Bersenbrück in vier zweigeschossigen Gebäuden insgesamt 16 Wohnungen schaffen. Das Vorhaben ist Ende Februar Thema im Bauausschuss. Foto: Bernard Middendorf

Stadt muss auf Bedarfe reagieren

Demzufolge müssten bis zum Jahr 2035 in der Samtgemeinde Artland durchschnittlich pro Jahr bis zu 47 „bezahlbare Wohnungen“ gebaut werden, um den Bedarf vollständig zu decken. „Hierfür ist der Standort Quakenbrück besonders wichtig und geeignet“, schreibt Fisse in einer Pressemitteilung. Deshalb müsse sich die Stadt Quakenbrück um diese Bedarfe vordringlich kümmern. Dazu habe die SPD-Fraktion fünf Punkte vorgelegt, mit deren Hilfe dieser Anspruch erfüllt werden könne. Der Antrag formuliere grundsätzliche Ziele und zeige Wege auf, diese zügiger zu erreichen“, so der SPD-Fraktionschef.

SPD: Flächen für Mietwohnungsbau vorsehen

Demzufolge soll der Stadtrat beschließen, alle Bemühungen zu unterstützen, „Bauland zügig zu entwickeln und Bebauungspläne fertigzustellen“. Daneben müsse er aktiv alle Bemühungen unterstützen, „erschwinglichen Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen durch den Bau angemessener Mietwohnungen zu schaffen“. Für noch nicht überplante Bereiche im Stadtgebiet sollen nach dem Willen der SPD bedarfsgerecht Bebauungspläne aufgestellt werden. In den Festsetzungen neuer Bebauungspläne seien Flächen für den Mietwohnungsbau vorzusehen „und weitere Regelungen auf das Notwendigste zu beschränken“. Und zu guter Letzt soll der Stadtrat die Verwaltung nach Meinung der SPD beauftragen, Möglichkeiten innerstädtischer Verdichtung zu prüfen und in einer Prioritätenliste darzustellen.

Einige Ratsmitglieder scheinen überhaupt keine Vorstellung mehr davon zu haben, was eine junge Familie, die eine Wohnung sucht, belastet.Thomas Fisse, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Quakenbrück


Grundsätzlich müssten Entscheidungswege verkürzt und nicht weiter verlängert werden, fordert Thomas Fisse. Und: „Eine innerstädtische Verdichtung ist in jedem Fall besser als immer mehr Zersiedelung und Flächenverbrauch im Außenbereich.“ Was Art und Weise der Bebauung angehe, so sei die SPD natürlich auch gegen Auswüchse, die nicht in ein vorhandenes Wohngebiet passten. „Aber eine Bevormundung der einzelnen Bauwilligen in Gestaltungsfragen und Energieanforderungen machen wir genau so wenig mit wie eine Blockadehaltung gegenüber Investoren“, so der SPD-Sprecher. Kritik übt er auch an einigen Vertretern im Stadtrat: „Einige Ratsmitglieder scheinen überhaupt keine Vorstellung mehr davon zu haben, was eine junge Familie, die eine Wohnung sucht, belastet.“

Der Ausschuss für Planen und Bauen der Stadt Quakenbrück tagt wieder am Montag, 25. Februar, um 18 Uhr im Rathaus Quakenbrück.


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