Abschiedsgottesdienst Ina Eggemann verlässt Pfarreiengemeinschaft im Artland

Von Alexandra Lüders

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Pastoraltheologin Ina Eggemann wurde mit Segenswünschen, Blumen und Präsenten nach fast acht Jahren aus ihrem Amt verabschiedet. Leo Sieveke dankte im Namen des Pfarrgemeinderates und der Pfarreiengemeinschaft.Foto: Alexandra LüdersPastoraltheologin Ina Eggemann wurde mit Segenswünschen, Blumen und Präsenten nach fast acht Jahren aus ihrem Amt verabschiedet. Leo Sieveke dankte im Namen des Pfarrgemeinderates und der Pfarreiengemeinschaft.Foto: Alexandra Lüders

Quakenbrück. Mit einer feierlichen Messe verabschiedete die Pfarreiengemeinschaft im Artland in der St.-Marien-Kirche in Quakenbrück die Theologin Ina Eggemann aus dem pastoralen Mitarbeiterteam.

Leo Sieveke, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, stellte fest, dass Eggemann viele Spuren hinterlassen habe, die weiterhin mit Leben gefüllt werden sollen. Für die neuen Herausforderungen wünschte er ihr Gottes Segen und dankte für die geleistete Arbeit.

Während ihrer bewegenden Predigt trug Ina Eggemann ihr neues, liturgisches Gewand, das sie sich zum Abschied gewünscht hatte. Inhaltlich widmete sich die promovierte Theologin der Nächstenliebe, der biblischen Caritas, die viele helfende Menschen antreibe und ihnen beispielsweise die Kraft gebe, „ein Stück weit die Welt zu retten“.

„Bibel ein Buch mit sieben Siegeln?“

Dank dieser vom Geist Gottes geschenkten Liebe setzten sie sich unermüdlich selbst in scheinbar aussichtslosen Fällen für ihre Nächsten ein. Sie appellierte an die Gläubigen, über die Lesung und das Evangelium wieder Zugang zum Wort Gottes zu finden und aus seinem Wort zu leben. „Vielleicht ist die Bibel manchmal für uns so ein Buch mit sieben Siegeln, weil wir es nicht aus der Perspektive der Leidenden lesen. Täten wir es –... Wäre die drängende Caritas in uns mehr als eine kleine Ahnung, sie wäre unwiderstehlich“, forderte die Predigerin auf, sich von Gottes Wort ergreifen und sich von ihm zu den Armen senden zu lassen. Wer sich vom Wort Gottes erschüttern ließe, den bezeichne die Bibel als Diener und Dienerinnen seines Wortes.

„Sorgen wir füreinander, dass wir diese Dienste nicht nur aus uns heraus, aus eigener Motivation tun, sondern uns immer wieder vom Wort Gottes so inspirieren lassen, dass die drängende Liebe Christi uns antreibt“, bat Ina Eggemann auch ihre katholischen und evangelischen Amtskollegen, den Dienst am Nächsten nicht zur Routine werden zu lassen. Sie bat um Vergebung, falls sie selbst manchmal ihren Dienst mit frommer Betriebsamkeit verrichtet habe.

Theologin tritt neue Stelle in Twistringen an

Auf dem Weg zu ihren neuen Aufgaben im Gemeindeverbund St. Anna in Twistringen habe sie bereits Koffer und Kisten gepackt, um nach einer Fortbildung in der psychiatrischen Seelsorge Quakenbrück zu verlassen. Das Wort Gottes jedoch trage sie in sich und nehme es mit auf den Weg, ebenso wie die Segenswünsche aller pastoralen Mitarbeiter der Pfarreiengemeinschaft und des ökumenischen Artlandes.

Musikalisch wurde die Messe in der St.-Marien-Kirche von der Familienschola gestaltet, während im Franziskushaus die persönliche Verabschiedung durch die Gläubigen mit großem Bedauern und guten Wünschen für die Zukunft bei einem kleinen Imbiss erfolgte.


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