Mensch und Tier rücken zusammen Mit Badbergener Online-Shop Tierheime unterstützen

Von Miriam Heidemann

Arndt Nietfeld verkauft nicht nur Tiernahrung, sondern engagiert sich mit seinem Online-Shop auch für den Tierschutz.  Foto: Miriam HeidemannArndt Nietfeld verkauft nicht nur Tiernahrung, sondern engagiert sich mit seinem Online-Shop auch für den Tierschutz. Foto: Miriam Heidemann

mihe Badbergen. Ob Zubehör für Terrarien und Aquarien, Kleintierpflegeprodukte oder verschiedene Tierfutter-Sorten – über den Online-Shop hey-Tierfreunde von Arndt Nietfeld können sich Kunden die Produkte für die eigenen Haustiere bequem im Web bestellen und liefern lassen.

Gleichzeitig bietet die Plattform die Möglichkeit, beim Online-Shoppen auch den Tierschutz zu unterstützen. Für Betreiber Arndt Nietfeld ist dieser gemeinnützige Aspekt genau der Leitgedanke, der den Online-Shop für Tiernahrung und Produkte der Haustierpflege ins Leben rief. „Mensch und Tier sind in den vergangenen 20 Jahren stark zusammengerückt und der Stellenwert hat sich deutlich verändert“, sagt Nietfeld. Uns Menschen tue der Umgang mit Tieren gut, für viele Tierhalter gelten sie oftmals als feste Familienmitglieder. Der Geschäftsführer des Rosengarten-Kleintierkrematoriums in Badbergen erlebe dies fast täglich. Als Mitbetreiber der Plattform Tierheimhelden.de, einer gemeinnützigen Initiative zur Vermittlung von Tierheimtieren, liegt ihm insbesondere das Wohl von Tieren am Herzen, die in Tierheimen auf ein passendes Zuhause warten.

„Immer mehr Menschen wünschen sich ein eigenes Haustier. An dieser Stelle ist es wichtig, dass potenzielle Tierhalter vernünftig aufgeklärt und beraten werden“, so Nietfeld. Dabei leiste Tierheimhelden Präventionsarbeit und helfe bei der deutschlandweiten Vernetzung von Tierheimen, Tierärzten und Tiersuchenden. So bringe Tierheimhelden unkompliziert und flächenübergreifend Tierheime und Menschen, die ein Haustier suchten, zusammen. Dies ermögliche eine schnellere Vermittlung, sodass diese weniger Zeit in Tierheimen verbringen müssten. „Dort befinden sich die Tiere in einem eher untypischen Umfeld, wo sie oftmals nicht ausreichend Aufmerksamkeit, Zuneigung und Förderung erfahren“, erklärt Nietfeld.

Gezielt Spenden über- und Tiere vermitteln

Finanziert werde die Plattform durch vertragsgebundene Sponsoren sowie durch Spenden von Firmen und Privatleuten – ein Finanzierungsmodell, das nach Auffassung des Geschäftsführers Unsicherheiten birgt. Um die Finanzierungssituation einigermaßen stabil zu halten, gründete er gemeinsam mit Tierarzt Daniel Medding im Dezember 2017 den Online-Shop hey-Tierfreunde. Kunden können hier auf Wunsch eine auf der Plattform registrierte Tierschutzorganisation oder ein Tierheim auswählen, dem zehn Prozent des Einkaufswertes zugutekomme. „Die Preise unserer Produkte sind schlank kalkuliert, aber absolut wettbewerbsfähig“, verspricht Nietfeld dabei. Das Modell des Unternehmens sei so ausgelegt, dass die Einnahmen die laufenden Kosten decken. Das Konzept des Online-Shops verstehe sich als Social Entrepreneurship, ein sozial ausgerichtetes Unternehmertum also, das den Profitgedanken zugunsten gemeinnütziger Initiativen in den Hintergrund stellt.

Neben der Möglichkeit, zehn Prozent des Einkaufswertes der Produkte für den Eigenbedarf als Geldspende einer Organisation oder einem Tierheim zu übermitteln, bietet die Plattform zusätzlich einen innovativen Ansatz, die Tierheime direkt zu unterstützen. Die registrierten Tierheime können Wunschlisten auf hey-Tierfreunde.de einstellen, die genau die Produkte für ihre Heimtiere auflisten, welche sie aktuell benötigen. Dadurch ist es möglich, ganz gezielt die jeweiligen Produkte an die Tierheime zu spenden. „Damit stellen wir die Verbindung zwischen den Menschen, die ein offenes Herz für den Tierschutz haben und Heimtieren helfen möchten, und den Tierheimen her“, so Nietfeld.

Bereits 54 Tierheime bundesweit registriert

Gut 54 Tierheime aus ganz Deutschland haben ihre Wunschlisten auf hey-Tierfreunde.de bereits eingestellt. Das Konzept der Wunschlisten sieht Nietfeld als zukunftsfähiges Angebot. „Das sind gezielte Tierheimspenden, die ankommen, wann und wo sie gebraucht werden“, so Nietfeld. Die Sachspende sei dadurch für Kunden transparent und jederzeit nachvollziehbar. Bisher bietet der Online-Shop die Basis-Produkte für Kleintiere, Vögel, Hunde und Katzen sowie für Aquaristik und Terraristik. Mit rund 6000 Produkten sei hier schon eine gute Bandbreite vorhanden. Nietfeld möchte den Shop und die Angebotspalette jedoch Schritt für Schritt wachsen lassen. So sollen zukünftig etwa auch Barf-Profukte, also Nahrungsmittel aus überwiegend rohem Fleisch für fleischfressende Haustiere, den Online-Handel ergänzen. Außerdem planen die Geschäftsführer auch die Produktion von Eigenmarken, etwa im Bereich Tierfutter. Immerhin sei der Online-Handel mit Produkten für Klein- und Haustiere ein wachsender, konkurrenzreicher Markt.

„Primärer Gedanke hinter hey-Tierfreunde ist, das Bewusstsein für den Tierschutz zu wecken, aber auch die Vernetzung mit Tierschutzorganisationen zu stärker“, sagt Nietfeld. Besonders wichtig sei es daher, aktiv und stetig präsent zu sein.


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