Brigitte Stratmann-Grande im Amt Badberger St.-Georg-Gemeinde hat nun eine Prädikantin

Von Alexandra Lüders

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Badbergen. Superintendent Hans Hentschel hat Prädikantin Brigitte Stratmann-Grandke (58) in der Badberger St.-Georg-Kirche feierlich in ihr Ehrenamt eingeführt. Sie darf ab sofort im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Bramsche predigen und das Abendmahl an die Gläubigen austeilen.

In seiner Begrüßung im Gottesdienst, der musikalisch unter der Regie von Jürgen Zimmermann stand und vom Kirchenchor SK Mirliton begleitet wurde, unterstrich der vakanzvertretende Pastor Jürgen Kuhlmann aus Bersenbrück, die Verdienste der Prädikantin. Sie habe schon im Vorfeld ihrer Amtseinführung dafür gesorgt, dass „hier kein Gottesdienst ausgefallen“ sei. Schon seit 2003 habe Brigitte Stratmann-Granke als Lektorin, das Wort Gottes verkündet und segensreich in der evangelischen Kirchengemeinde Badbergens gewirkt, berichtete der Pastor der Bonnusgemeinde Bersenbrück.

Auch ein Lachen erlaubt

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, so lautete der von Stratmann-Grandke ausgewählte Bibelvers Psalm 31,9, den Hans Hentschel während seiner Ansprache theologisch interpretierte: In Kirchen herrsche oft ein Raum der Enge. Dabei dürfe Kirche ein weiter Raum sein, in dem nicht die engen Herzen und Ängstlichkeit vor dem Heiligen die Gemeinden berühren, sondern in dem die Herzen weit werden. Da sei auch mal ein Lachen oder ein Popsong erlaubt. Dieses Psalmwort sei ein Wort der Freiheit, mit der die Prädikantin ihre Verkündigung hier in Badbergen würzen dürfe. Denn die Kirche sei ein Raum, der in der Welt von den Möglichkeiten der Liebe spreche, die Gott uns schenke und es sei ein Raum, in dem die Lieblosigkeiten dieser Welt angeprangert werden dürften.

„Kirche anders erleben“

„Dass Kirche auch hier in Badbergen immer wieder anders erlebt werden kann, dazu ermutige ich Sie beizutragen“, forderte Hans Hentschel die Prädikantin auf, die Wahrheit des Evangeliums zu verkündigen, das große Freude bereite und in die Weite eines befreiten Lebens führe und nicht von der Enge bestimmt werde, die wir Menschen uns zuweilen zumuteten. Er bat die Gemeindemitglieder, den Dienst der Prädikantin zu würdigen und sie so anzunehmen wie sie ist und im Umgang immer freundlich über sie zu sprechen.

Predigt über Gottvertrauen

In ihrer Predigt sprach Brigitte Stratmann-Grandke über Gottvertrauen am Beispiel von Mose, der seinem Volk Hoffnung auf Gleichheit und Freiheit machen wollte. „Aber ich spreche von Gott als der Kraft, die mir begegnet, mich unbedingt angeht, mich fordert und mir einen Weg zeigen will. Sie ist hier unten auf der Erde“, verwies die Prädikantin auf ganz verschiedene Formen der Gotteserfahrung, „von denen her das Leben eine wunderbare Würde erhält“.

Lange Jahre als Lektorin tätig

Stratmann-Grandke suchte nach langjährigem Lektorendienst eine neue Herausforderung für sich selbst. In ihrer zweijährigen Ausbildungszeit zur Prädikantin seien während der Arbeit auch Gemeinschaft und Freundschaften entstanden. In einer Praxisphase habe ihre Mentorin Pastorin Stefanie Lohmann (Gehrde) vier Gottesdienste inklusive Predigten und Abendmahl positiv beurteilt.

Beim anschließenden Empfang im Dietrich-Bonhoeffer-Haus gratulierten der Kirchenvorstand und viele andere Gäste der Prädikantin zum neuen Amt.


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