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Brandserie aufgeklärt Polizei fasst Serienbrandstifter - auch Fälle aus Quakenbrück und Essen

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Im Mai 2018 sollen die beiden Männer ein unbewohntes Gehöft an der Bremer Straße in Quakenbrück in Brand gesetzt haben. Foto: NWM-TVIm Mai 2018 sollen die beiden Männer ein unbewohntes Gehöft an der Bremer Straße in Quakenbrück in Brand gesetzt haben. Foto: NWM-TV

Quakenbrück. Die Beamten der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat zwei Männer festgenommen, die in den vergangenen zwei Jahren mehr als 30 Brände gelegt haben sollen. Das mutmaßliche Brandstifter-Duo soll auch im Mai 2018 das unbewohnte Gebäude an der Bremer Straße in Quakenbrück in Brand gesetzt haben.

Wie die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta mitteilte, konnten die Beamten nach mehrwöchiger intensiver Ermittlungsarbeit die Brandserie von mehr als 30 Brandstiftungen in Quakenbrück, Essen, Cappeln, Bakum und Dinklage aufklären. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um zwei 20- und 21-jährige Männer aus Essen.

Sie sollen im Mai 2018 in ein unbewohntes zum Verkauf stehendes Gehöft an der Bremer Straße in Quakenbrück eingedrungen sein. Sie entzündeten Stroh in der Remise, von wo die Flammen auf das Hauptgebäude übergriffen. Auch in dem benachbarten Wohnhaus sollen beide einige Monate später gestöbert haben, bis sie hier mutwillig Mobiliar zerstörten und in Brand setzten, wodurch auch das Gebäude Schaden nahm.

Die Brandstifter hatten in der Remise Feuer gelegt. Anschließend griffen die Flammen auf das Hauptgebäude über. Foto: NWM-TV


Bereits im Juni 2017 sollen beide in dem seit Jahren stillgelegten Autohof "Cloppenburger Land" an der Bundesstraße 213 ein Feuer gelegt haben. Animiert durch den Fund eines Verstorbenen in dem ehemaligen Autohof durch Jugendliche, verschafften sich die Brandstifter mehrfach unberechtigt Zutritt zum Gebäude und  legten schließlich am 8. Juni 2017 im Dachstuhl des Gebäudes Feuer. 

Scheune und Strohlager in Brand gesetzt 

Im Mai, Juni und Juli soll das Duo in Dinklage, Essen und Cappeln mehrere Felder, eine Scheune und ein Strohlager in Brand gesetzt haben. An einer stillgelegten Waschstraße mit Gastronomiegewerbe in Holdorf setzten die Verdächtigen im September 2018 ihre Taten fort. Dort randalierten die beiden Männer und legten an mehreren Stellen Feuer. Zudem sollen sie ein Auto an der ehemaligen Polizeiwache an der Autobahn A1 bei Dötlingen demoliert haben und mehrfach in ein leerstehendes Wohnhaus in Essen-Adrup eingestiegen sein.

Während die in Brand gesetzten Getreidefelder weniger schadensträchtig waren belaufen sich die Gebäudeschäden insgesamt auf nahezu eine Millionen Euro. 

Telefondaten ausgewertet

In den Fokus der Ermittlungen waren die beiden jungen Männer geraten, da es wiederholt Hinweise darauf gab, dass sie sich auch noch am Tatort aufhielten, als die Einsatzkräfte bereits die Brände bekämpften. Im weiteren Verlauf der intensiven Ermittlungen wurden unter anderem Telefondaten und andere Beweise gesammelt und ausgewertet. Die so gewonnene Beweislage führte bei der abschließenden Konfrontation mit den Tatverdächtigen dazu, dass beide Aussagen zu den Taten und ihren Beiträgen machten. 

Der ältere Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg in Untersuchungshaft genommen. Bei dem jüngeren Tatverdächtigen ergab die Prüfung der Staatsanwaltschaft Oldenburg keine Gründe für die Beantragung eines Haftbefehles. Sie werden sich im Rahmen eines zukünftigen Gerichtsverfahrens wegen Verdachtes diverser Brandstiftungen, Einbrüche und Verstößen nach dem Waffen- und Sprengstoffgesetz verantworten müssen. 

 


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