Interview mit Katharina Vater Quakenbrücks Wirtschaftsförderin übernimmt Chefsessel in Gronau

Katharina Vater verlässt nach sechs Jahren die Samtgemeinde Artland.Foto: VaterKatharina Vater verlässt nach sechs Jahren die Samtgemeinde Artland.Foto: Vater

Quakenbrück. Sechs Jahre war Katharina Vater in der Samtgemeinde Artland für die Wirtschaftsförderung zuständig. Am 1. Januar 2019 wechselt sie auf den Chefsessel der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau. Was sie dort erwartet und welche Erfahrungen sie aus dem Artland mitnimmt, verrät die 33-Jährige im Interview mit unserer Redaktion.

Frau Vater, Sie haben schon Ihren ersten Termin in Gronau absolviert. Wie war es?

Richtig gut. Die Bürgermeisterin der Stadt Gronau Sonja Jürgens hatte mich sehr herzlich beim Unternehmerfrühstück empfangen. Dort habe ich mich vorgestellt. Ich konnte erste Kontakte zu den Unternehmern knüpfen, und daraus haben sich bereits erste Termine für Firmenbesuche ergeben.

In Quakenbrück waren Sie sowohl für die Wirtschaftsförderung als auch für Veranstaltungen wie die Quakenbrücker Musiktage und den Musiksommer Artland verantwortlich. Ist Ihr Aufgabenfeld in Gronau ähnlich breit gefächert?

Es gibt viele Parallelen zwischen der Samtgemeinde Artland und Gronau, insbesondere bei dem Aufgabenfeld Wirtschaftsförderung. Bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Gronau mbH geht es ebenfalls um die Themen Unternehmensberatung, Fördermittelakquise und Bestandspflege. Diese Aufgaben sind mir wohlbekannt. Das Wirtschaftszentrum Gronau ist eine alte Spinnerei, die günstige Büro- und Produktionsräume für Jungunternehmen anbietet, auch da gibt es indirekt Parallelen zu der Samtgemeinde.

Gibt es auch Unterschiede?

In Nordrhein-Westfalen hat hat Wirtschaftsförderung einen anderen Stellenwert als in Niedersachsen. Zudem hat Gronau mehr als 49.000 Einwohner und bedarf auch deshalb einer stärkeren Fokussierung auf das Aufgabenfeld Wirtschaftsförderung. Mein Team besteht aus vier Kolleginnen und einem Kollegen. Wir kümmern uns neben den genannten Themen auch Aufgabenfelder wie Digitalisierung und Breitbandausbau. Gronau ist auf dem Weg, erste Gigabit-City Deutschlands zu werden, das wird ein echter Standortvorteil und ein Alleinstellungsmerkmal für den Wirtschaftsstandort. Aufgrund der geografischen Lage wird in Gronau die Grenznähe immer im besonderen Fokus stehen.

Und wer kümmert sich um Musik und Kultur?

Für die Musik in Gronau ist das Kulturbüro zuständig. Ich gehe dort als Besucherin zum Jazzfest. Der Trubel bei den Konzerten in Quakenbrück und in Badbergen wird mir in Zukunft schon etwas fehlen. Aber dann wird es anders gearteten Trubel in Gronau geben, der mich auf Trab hält, da bin ich mir sicher.

Ab 1. Januar sind Sie auch Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Das bedeutet doch auch mehr Verantwortung, oder?

Ja, ich habe künftig ein Team von fünf Personen. Allein das ist anders als bisher. Die Vermarktung der Gewerbeflächen für die Stadt, das Führen des Wirtschaftszentrums und das ist mehr Verantwortung, auf diese spannenden Aufgaben freue ich mich sehr.

Sie waren sechs Jahre in der Samtgemeinde Artland tätig. Welche Erfahrungen nehmen Sie mit nach Gronau?

Bei der Samtgemeinde Artland habe ich unheimlich viel gelernt. Haltung, Engagement und Einstellung zum Job von Kollegen zum Beispiel. Nicht abwartend zuzuschauen, sondern Dinge aktiv anzugehen und dabei immer eine Flexibilität zu wahren. Das habe für meine nächste berufliche Position, aber auch fürs Leben gelernt.

Und woran erinnern Sie sich in Ihrer Zeit in der Samtgemeinde Artland gerne zurück?

An die vielen positiven Begegnungen. Der Job als Wirtschaftsförderin ist meines Erachtens durch ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Dienstleistungsorientierung geprägt. In der Samtgemeinde Artland hatten wir in der Zusammenarbeit ein hohes Maß an Vertrauen und ich durfte Dinge gestalten. Das hat mich täglich motiviert und die Arbeit bei der Samtgemeinde sehr ausgemacht. Was die Quakenbrücker Musiktage und den Musiksommer Artland angeht: Da werden mir treue Besucher, heftige Regenschauer und deshalb ausfallende Technik, kleinere Pannen und erstklassige Konzertabende mit vielen tollen Künstler in Erinnerung bleiben.


Zur Person

Katharina Vater (33) arbeitete sechs Jahre bei der Samtgemeinde Artland. Sie war zuletzt als Projektleiterin in der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Samtgemeinde Artland tätig.

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