E-Mail aus Südafrika – Teil 2 Aufenthalt in Südafrika vergeht für Nortruperin wie im Flug

Von Rica Kamper

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Was für ein Spaß: Die Jungen und Mädchen aus der Kindertagesstätte in Pretoria, in der die Nortruperin Rica Kamper (hinten, Zweite von rechts) ihren Freiwilligendienst absolviert, verbrachten einen Tag bei der Feuerwehr. Foto: KamperWas für ein Spaß: Die Jungen und Mädchen aus der Kindertagesstätte in Pretoria, in der die Nortruperin Rica Kamper (hinten, Zweite von rechts) ihren Freiwilligendienst absolviert, verbrachten einen Tag bei der Feuerwehr. Foto: Kamper

Pretoria/Nortrup. Nach dem Abitur für ein Jahr als Freiwillige nach Afrika – diesen Wunsch hat sich die Nortruperin Rica Kamper erfüllt. In Pretoria absolviert die 19-Jährige ihren Freiwilligendienst in einer Kindertagesstätte. Seit inzwischen drei Monaten lebt sie dort. Hier ihre zweite E-Mail aus Südafrika.

Drei Monate lebe ich nun schon in Pretoria, und seit meiner letzten E-Mail ist wieder viel passiert. Ich lebe mich hier immer besser ein, treffe auf der Straße inzwischen auf bekannte Gesichter, und auch in der Stadt kenne ich mich immer besser aus.

In der letzten Zeit haben meine Mitbewohner und ich auch wieder viel unternommen. Ende Oktober sind wir nach Soweto gefahren, um dort das Fußballspiel zwischen den Orlando Pirates und den Kaizer Chiefs anzugucken. Beide Mannschaften sind in Soweto ansässig, dementsprechend waren viele Menschen gekommen, um das Spiel zu sehen.

Besuch im Fußballstadion und 25-Jahr-Feier

Gespielt wurde im FNB-Stadion, in dem das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2010 stattfand. Die Stimmung in dem ausverkauften Stadion war grandios. Es war bunt, laut, aber leider auch sehr heiß, da unsere Plätze mitten in der Sonne lagen. Mit genügend Sonnencreme eingeschmiert und einem kühlen Getränk habe ich das Spiel trotzdem noch sehr genossen.

Einen Tag später hat die Organisation, bei der ich arbeite, ihren 25. Geburtstag gefeiert. Stattgefunden hat die Feier in einem großen Saal eines schicken Hotels in Pretoria. 200 Gäste sind anlässlich des Geburtstages gekommen.

Am ersten Novemberwochenende ging es mit anderen deutschen Freiwilligen in einen Freizeitpark in Johannesburg, anschließend abends auf den Geburtstag einer ebenfalls deutschen Freiwilligen in Soweto. Tags darauf sind wir mit ein paar Freunden nach Maboneng gefahren. Dies ist ein Künstlerviertel in Johannesburg mit kleinen Ständen, an denen Schmuck, Malereien und Kleidung angeboten werden.

Ein Viertel des Aufenthalts ist bereits vorbei

In den vergangen Monaten haben die Kinder in der Kindertagesstätte ein Theaterstück eingeübt, das sie im November an einer anderen Schule etwas außerhalb von Pretoria aufgeführt haben. Wir sind mit allen Kindern und allen Lehrerinnen in drei kleinen Bussen dorthin gefahren. Die Kinder hatten viel Spaß bei dem Ausflug, haben viel gesungen und gelacht.

Zwei Tage später haben wir mit allen Kindern einen Ausflug zur Feuerwehr unternommen, da in der Kita das Thema Berufe behandelt wurde. Die Kinder durften einmal in das Feuerwehrauto einsteigen. Das Highlight war für sie, als der Feuerwehrmann den Wasserschlauch auf sie richtete und sie nass wurden. Im November war ich mit allen Mitarbeitern meiner Organisation hier in Südafrika auf einem Erholungswochenende auf einer Farm außerhalb Pretorias. Tagsüber standen die Stärkung der Gemeinschaft und Ideen zur Verbesserung der Organisation auf dem Programm. Zwischendurch war aber auch Zeit, um eine Runde im Pool zu schwimmen, und abends wurde am Lagerfeuer Trommel gespielt und gesungen.

So viel, wie wir in der letzten Zeit unternommen haben, so viel wird auch an den kommenden Wochenenden anstehen. Bis Ende Januar gibt es kaum ein freies Wochenende, da im Dezember und Januar einfach sehr viel geplant ist. Mehr davon werde ich in den nächsten E-Mails berichten.

Was ich aber ohne einen Zweifel sagen kann, ist, dass die Zeit hier einfach unglaublich schnell vergeht, dadurch dass man immer wieder neue Leute und Sachen kennenlernt. Mehr als ein Viertel meines Aufenthaltes in Südafrika liegt bereits hinter mir.

Ich freue mich auf die Zeit, die noch kommt, und bin gespannt, was ich in einem Monat zu berichten habe.


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