26.423 Stunden mit 111 Helfern Jahresabschluss des THW-Ortsverbandes Quakenbrück

Von Bjoern Thienenkamp

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Blau im Dienste der Humanität: Zehn Helfern des THW Ortsverbands Quakenbrück überreichte Frank Albutat als Ortsbeauftragter (vordere Reihe, Dritter von links) Urkunden für langjährige Zugehörigkeit und besondere Verdienste. Foto: ThienenkampBlau im Dienste der Humanität: Zehn Helfern des THW Ortsverbands Quakenbrück überreichte Frank Albutat als Ortsbeauftragter (vordere Reihe, Dritter von links) Urkunden für langjährige Zugehörigkeit und besondere Verdienste. Foto: Thienenkamp

Quakenbrück. „Im Dienste der Humanität“ steht auf den Urkunden, die Jubilaren und verdienten Helfern des Technischen Hilfswerkes (THW) Ortsverband Quakenbrück beim Jahresabschluss verliehen wurden. Als Ortsbeauftragter blickte Frank Albutat auf ein arbeitsintensives Jahr zurück.

Zwei Strahler werfen senkrechte blaue Streifen auf die weißen Teile der Fassade des ansonsten funktionalen Gebäudes an Quakenbrücks Neulandstraße und verleihen ihm eine gewisse Festlichkeit. Auch die blau-weiße Lichterkette am Tannenbaum im Eingangsbereich und die blauen Strahler für die gerahmten Erinnerungen an den Wänden des Versammlungsraumes zeigen klar und liebevoll: Blau ist die Farbe des THW und die Helfer sind stolz darauf.

Als Ortsbeauftragter begrüßt Frank Albutat die Kooperationspartner von Feuerwehr, Polizei, DLRG, Bundeswehr, vom Reservistenverband, dem Projekt E als Vermieter, dem Förderverein und der Stadt zum Jahresabschluss – und natürlich die Helfer.

Moorbrand hält die Helfer auf Trab

„2018 war ein Jahr mit zahlreichen Dienststunden, natürlich auch insbesondere durch den Einsatz beim Moorbrand in Meppen „, blickt Albutat zurück. 111 Helfer, davon 33 Junghelfer, hätten mehr als 26.423 Stunden geleistet, 15.316 Stunden die aktiven Helfer und knapp 12.000 Stunden in der Jugend, listet der Ortsbeauftragte auf, wobei 3038 Stunden auf Einsätze, 429 auf Lehrgänge und 2230 auf Standortausbildung fielen. „Die durchschnittliche Dienstteilnahme liegt bei 190 Stunden“, nennt er mit Steffen Kröger, Bjarne Wessels und Thomas Wichmann aber auch drei Helfer, die auf mehr als 1000 Stunden gekommen seien.

„2017 hatten wir 17.070 Stunden, für 2018 also eine immense Zahl – im Namen des Bundes herzlichen Dank!“, resümiert Albutat und geht auf die technische Ausstattung ein, mit der man gut aufgestellt sei, vom Radlader Baujahr 1986 und dem GKW 2 als Sorgenkind einmal abgesehen.

„Wir haben keine Nachwuchssorgen“

Als Ausbildungsbeauftragter berichtet Frank Wessel über diverse Bereichsausbildungen, vom Sprechfunk über Juleica und Kettensäge bis hin zur Weiterbildung für Sprengberechtigte, zudem sei an Lehrgängen an Ausbildungszentren teilgenommen worden. „Wir haben keine Nachwuchssorgen, das Werben für das THW ist von Erfolg gekrönt“, schließt sich Albutat an.

„Neben den normalen allgemeinen Dienststunden haben wir natürlich die jährlichen logistischen Leistungen absolviert, so das 24-Stunden-Rennen in Alfhausen und Rieste sowie das Reggae-Jam-Festival in Bersenbrück“, blickt Albutat für den technischen Zug zurück. Mehr als 3000 Dienststunden seien beim Moorbrand geleistet worden. „Kritisch wurde es dabei, als sich unser GKW festgefahren hat, die Rauchentwicklung immens stark war und das Feuer zu dem Fahrzeug trieb“, erinnert der Teamchef. Die jungen Führungskräfte hätten aber besonnen reagiert.

Dank auch an die Arbeitgeber

„Unsere Küche war vielfach präsent, geballt beim Moorbrand, aber auch beim Familienfest der Bundeswehr und dem Bauernmarkt in Hahlen“, sagt Albutat. Es sei schon beeindruckend, wie kurzfristig einige Arbeitgeber freigegeben hätten, auch schon einmal per E-Mail in der Nacht. Für den Bericht der Ortsjugendgruppe lässt Thomas Wichmann den Jugendlichen den Vortritt. Als Jugend-Media-Team zeigen Dennis Geppert, Nina Levien und Jan Lürding Bildsequenzen von der Atemschutzstrecke, der Jagd auf Mr. X, dem Landesjugendlager, der Exkursion „Spuren der Demokratie“ und weiteren Aktivitäten.

„Bis vor Kurzem wusste ich nicht, was THW ist“, gibt Emma Weiß bei den Grußworten der Gäste zu. „Ich habe junge Menschen an der Artland Arena gesehen und gehört, das seien blaue Engel“, schildert die stellvertretende Bürgermeisterin. „Ihr leistet viele gute Taten – es werden nie zuviel“, spricht sie der Bundesanstalt den Charme eines Vereins zu.


Urkunden für langjährige und verdiente Helfer

10 Jahre: Tim Simon.

25 Jahre: Michael Krämer, Sven Kramer, Karsten Richter und Volker Düser.

Helferzeichen in Gold: Steffen Kröger, Daniel Heinrich, Björn Brörmann,  Karsten Richter.

Helferzeichen in Gold mit Kranz: Sven Kramer, Thomas Wichmann, Tanja Großmann.

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