Kandidatensuche nicht immer einfach Quakenbrückerin und Bischof rufen zur Wahl auf

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Für die Wahlen zum Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat wirbt Katharina Abeln (links), Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Osnabrück, nicht nur im Wahlaufruf mit dem Bischof, sondern vor Ort auch mit Kandidatin Jule Mundt. Foto: Josef PohlFür die Wahlen zum Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat wirbt Katharina Abeln (links), Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Osnabrück, nicht nur im Wahlaufruf mit dem Bischof, sondern vor Ort auch mit Kandidatin Jule Mundt. Foto: Josef Pohl

Altkreis Bersenbrück. „Deine Stimme – Deine Kirche“ lautet das Motto zur Wahl der Kirchengremien im Bistum Osnabrück. Am Samstag und Sonntag können die katholischen Christen über die Zusammensetzung der örtlichen Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände entscheiden.

Bistumsweit sind an diesem Wochenende um die 400000 Katholiken (Gesamtzahl 560000) dazu aufgerufen, in mehr als 200 Gemeinden die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zu wählen. Zur Wahl stehen engagierte Kandidatinnen und Kandidaten, Jugendliche und Erwachsene, die bereit sind, ihre Fähigkeiten und Begabungen ehrenamtlich in die Gestaltung des kirchlichen Lebens einzubringen. Auch in den Kirchengemeinden des Dekanats Osnabrück-Nord, eines von zehn Dekanaten im Bistum Osnabrück, sind die gut 60000 wahlberechtigten Katholiken aufgerufen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Vorsitzende des Katholikenrates

„Durch Ihre Stimme geben Sie denen Ihr Vertrauen, die bereit sind, im Kirchenvorstand oder Pfarrgemeinderat mitzuwirken. Und Sie machen deutlich, welche Werte und Haltungen Ihnen wichtig sind“, betont Bischof Franz-Josef Bode in einem gemeinsamen Wahlaufruf mit der Quakenbrückerin Katharina Abeln, der Vorsitzenden des Katholikenrates im Bistum Osnabrück.


Die Quakenbrückerin steht für ein vielfältig gelebtes Engagement in der Pfarreiengemeinschaft Artland und im Dekanat – ob als Kantorin, Kommunionhelferin, im Pfarrgemeinderat oder Katechetin. „Kirche bietet mir ein weites Feld, auf dem ich mit Talenten wuchern kann und durch eine gelebte Glaubensgemeinschaft beschenkt werde“, so die Förderschullehrerin. Doch nicht nur erfahrene Gremienmitglieder stellen sich zur Wahl, so steht zum Beispiel in St. Marien Quakenbrück auch die 17-jährige Schülerin Jule Mundt auf der Kandidatenliste für den Pfarrgemeinderat. Sie ist sehr engagiert in der Gemeinde und möchte auch nach dem Abi vor Ort bleiben.

Sehr unterschiedlich

Fünf Pfarreiengemeinschaften gibt es in den vier Samtgemeinden im Nordkreis: Hasegrund Bersenbrück, Artland, Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp, Fürstenau und Merzen-Neuenkirchen-Voltlage. Doch die Kandidatenlisten fallen sehr unterschiedlich aus. Im Vorfeld des Urnenganges hatte das Bistum bereits die Wahlordnung für den Pfarrgemeinderat insoweit geändert, dass die örtlichen Gremien in einer Spanne zwischen fünf und 18 Sitzen selbst über die Anzahl der zu wählenden Mitglieder entscheiden durften. Vielfach wurden die Listen dann nur bis zur Zahl der zu vergebenden Mandate aufgefüllt, in anderen Gemeinden liegt die Zahl der Bewerber gerade um einen höher als die Zahl der zu besetzenden Plätze.

Kein Kandidat aus Eggermühlen

„Wir dürfen dankbar sein für jeden, der sich engagiert“, so Pfarrer Ansgar Stolte (Ankum), zugleich stellvertretender Dechant Im dekanat Nord. Er bedauert, dass sich zum Beispiel für den gemeinsamen Pfarrgemeinderat aus Eggermühlen keine Kandidaten finden ließen. Auf der anderen Seite gebe es in Ankum bei den Wahlen zum Kirchenvorstand 15 Kandidaten bei zehn Sitzen, hier könne wirklich von Wahl gesprochen werden. Aber auch eine „Bestätigungswahl“ verdiene eine hohe Wahlbeteiligung, wirbt Stolte in den Reihen der Katholiken im Nordkreis ausdrücklich dafür, das Stimmrecht wahrzunehmen.


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