Infoveranstaltung am 1. November ADFC-Experte gibt Tipps für Fahrradstraßen in Quakenbrück

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Was sagt der ADFC zur Fahrradstraße? Zusammen mit dem ADFC-Experten Wolfgang Driehaus (rechts) unternahmen Brigitte Lampe (links) und Rüdiger Möllmann von der Stadtverwaltung eine Inspektionstour und schauten sich die verkehrliche Situation im Kreuzungsbereich Schwarzer Weg/Schiphorst/Ellerbrock an. Foto: IQ Quakenbrück/Christian WüstWas sagt der ADFC zur Fahrradstraße? Zusammen mit dem ADFC-Experten Wolfgang Driehaus (rechts) unternahmen Brigitte Lampe (links) und Rüdiger Möllmann von der Stadtverwaltung eine Inspektionstour und schauten sich die verkehrliche Situation im Kreuzungsbereich Schwarzer Weg/Schiphorst/Ellerbrock an. Foto: IQ Quakenbrück/Christian Wüst

Quakenbrück. In der Quakenbrücker Innenstadt soll ein Netz aus Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Die Verwaltung setzt den Beschluss des Stadtrates derzeit mithilfe von Fachleuten um. Am Donnerstag,1. November, ist eine Bürgerinformation geplant.

In zwei Schritten will die Stadtverwaltung dem Fahrradverkehr in der Innenstadt Vorrang einräumen. Den Auftrag dazu erteilte der Rat in seiner Sitzung Ende September, als er den Fahrradleitplan verabschiedete. Dieser wiederum ist Bestandteil des Verkehrsentwicklungskonzeptes, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte und das seit 2017 schrittweise umgesetzt wird. Das Ziel dieser Bemühungen: Als „Radstadt des Nordens“ will Quakenbrück den Radverkehr stärken und die Sicherheit für Pedalritter erhöhen.

(Weiterlesen: Stadt Quakenbrück plant Netz aus Fahrrradstraßen.)

Die erste Fahrradstraße wird von der Einmündung Schwarzer Weg/Schiphorst über Kleine Mühlenstraße, Theodor-Gessner-Straße und Goldstraße vorbei an der OLB-Filiale, weiter über die Theisstraße und die Straße Am Deich bis zum Gymnasium ausgewiesen. Das solle auch mit Unterstützung von Experten geschehen, hatte die Verwaltung angekündigt.

Um die Details der Umsetzung zu klären, erhielten Brigitte Lampe und Rüdiger Möllmann vom Fachbereich Ordnung der Stadtverwaltung von Dr.-Ing. Wolfgang Driehaus, einem Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Er war zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen worden, wie die Initiative Quakenbrück (IQ) mitteilt. Gemeinsam mit Radstadtmanager Christian Wüst schwangen sie sich auf das Rad und fuhren die geplante Fahrradstrecke ab, die vom Bahnhof bis in den Innenstadtbereich führt.

Experte: Straßen grundsätzlich geeignet

Das Ergebnis: Die geplanten Fahrradstraßen seien dabei als grundsätzlich geeignet angesehen worden. Klar sei jedoch, dass flankierende Maßnahmen wie deutliche Markierungen, Beschilderungen und bauliche Veränderungen nötig seien, vor allem in den Kreuzungsbereichen.

Eine Besonderheit nimmt nach Ansicht des Experten die Lange Straße ein, da aus einem verkehrsberuhigten Bereich wieder eine Straße mit Bevorrechtigungen der schwächeren Verkehrsteilnehmer werde, hieß es. Diese soll in einem zweiten Schritt – wie auch Farwicker Straße, Hasestraße, Burgstraße und die Straße An der Rückleitung – zur Fahrradstraße werden, beschloss der Rat.

Infoabend im Feuerwehrhaus Quakenbrück

Neben den erforderlichen Beschilderungen und Markierungen will die Stadtverwaltung aber auch die Bevölkerung aufklären, welche Auswirkungen die Einführung von Fahrradstraßen für alle Verkehrsteilnehmer hat. Dazu ist eine Informationsveranstaltung am Donnerstag, 1. November, um 19 Uhr im Feuerwehrhaus Quakenbrück, Kramershagen 2, geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Was sind Fahrradstraßen?

Seit 1997 sieht die Straßenverkehrsordnung (StVO) die Einrichtung von Fahrradstraßen vor. Auf Fahrradstraßen gilt für alle Verkehrsteilnehmer die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h. Allerdings genießen Radler Priorität – sie bestimmen die Geschwindigkeit und dürfen auch nebeneinander fahren. Autos dürfen nur dann überholen, wenn ausreichend Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Fahrradstraßen können auch für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. In der Regel können Fahrradstraßen in beiden Richtungen benutzt werden. cg

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