Burgmannskapelle in Topform Knapp 1000 Besucher feiern beim Oktoberfest in Quakenbrück

Von Bernard Middendorf



  Quakenbrück. Knapp 1000 Gäste haben es am Samstag in der Artland Arena beim Oktoberfest der Burgmannskapelle Quakenbrück so richtig krachen lassen und die Nacht zum Tag gemacht.

Sichtlich zufrieden – wenn auch etwas übernächtigt – war die Miene von Ralf Hanheide, als er „am Morgen danach“ mit dem Vorstandsteam den Abbau organisierte. Hinter Hanheide und seinen Mitstreitern liegt eine anstrengende Nacht. Doch die Mühen haben sich gelohnt. Eine Burgmannskapelle in absoluter Topform und die fränkische Partyband Dochrinna brachte das Publikum in der Arena zum Kochen.

Viel musste Rainer Moderator Calvelage nicht sagen, um prasselnden Beifall zu kassieren: „Das ist die Burgmannskapelle“, präsentierte der Chef seine dynamische Truppe und übergab an Enrico Bergfeld.

Der hatte schnell gelernt, was sich gehört: „Sie sehen alle toll aus“, war sein Kompliment an die zünftig-elegant in Dirndl und Lederhosen gekleideten Gäste. „Das erste Brauereipferd der Burgmannstadt“ – da war wohl Frank Gastaudo gemeint – werde nun das Fass hereinrollen. Eventuelle Befürchtungen des Wirtes waren überflüssig: Die stellvertretende Bürgermeisterin Emma Weiß – mit großer Rathaus-Abordnung angetreten – erledigte die „O’zapft“-Zeremonie mit wuchtigen Hammerschlägen ohne jeden Spritzer.

„Feiern wie in Bayern“ ist das Motto dieses Festes, und es war stets klar, dass das nicht etwa bierernst gemeint war. Augenzwinkernd dann auch die Ansage von Mathis und Begleitern: „Wir sind große Freunde der bayrischen Kultur und der Blasmusik“, behauptete er unverfroren, während drinnen schon die Burgmannskapelle mit der Sängerin Sarina Nieberding und dem ebenso talentierten Magnus Theisling das Publikum mitzureißen wusste.

Bereitschaft zu überschwappender Stimmung in jeder Form und Lautstärke war so was wie Bedingung für diese bayrische Nacht. Die Gäste hatten verstanden. „Einfach klasse, die Atmosphäre hier!“ so Claus Racer aus Quakenbrück. Moderator Enrico Bergfeld schaffte es, Emotionen zu wecken – kein Wunder, wenn Songs wie „Die kleine Kneipe“ oder Marius Müller-Westernhagens „Es geht mir gut“ zum Repertoire gehören.

Rauschender Applaus beim letzten rasanten Stück der Burgmannskapelle war zugleich die erste Rakete für den nächsten Partykracher Nr. 1: Die fränkische Band Dochrinna aus Bamberg musste sich zwar kurz warmlaufen, aber dann füllten sich Tanzfläche und Gläser mit immer höherer Schlagzahl. „Allein in einer fremden Stadt“ fühlten sich Bast, Fabi Olli und Uwe keinesfalls, das flehende „I will nur z’ruck zu dir“ sangen bereits alle mit, und im langen Endspurt ließen die Jungs – völlig losgelöst von der Erde – mit „Marmor, Stein und Eisen bricht“ und Top-Songs von Beatles, Status Quo & Co. sowohl Laune als Stimmungskurve ihrer neuen Fans steil ansteigen.

„Um fünf Uhr kommen unsere Reinigungskräfte“, bestätigte Susanne Schallenberg, dass ohne fleißige Hilfe beim Oktoberfest nichts geht. An der Garderobe gab Marita vom Verein In Via nach einer neunstündigen Schicht den allerletzten begeisterten Gästen ihre Jacken zurück.


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