Sonar zur Suche eingesetzt Wasserretter der DLRG Quakenbrück bei Bezirksübung dabei

Von Heiko Bockstiegel

Auch die DLRG-Ortsgruppe Quakenbrück war an der Großübung im Raum Bohmte beteiligt. Das Foto zeigt Elke vor der Wösten im Einsatz. Foto: DLRGAuch die DLRG-Ortsgruppe Quakenbrück war an der Großübung im Raum Bohmte beteiligt. Das Foto zeigt Elke vor der Wösten im Einsatz. Foto: DLRG

Quakenbrück. Gleich mehrere Übungsszenarien hat es für die Wasserretter der DLRG im Bezirk Osnabrück gegeben. Zu den 52 beteiligten Einsatzkräften mit 13 Fahrzeugen, acht Booten, sechs Hunden sowie 24 Darstellern an den vier zu trainierenden Szenarien zählte auch die Ortsgruppe Quakenbrück.

Im DLRG-Wasserrettungszug Osnabrücker Land sind mehrere Rettungskräfte aus Ortsgruppen von Stadt und Landkreis mit ganz unterschiedlichen Fachkompetenzen involviert, wobei Bootsführer, Taucher, Rettungsschwimmer, Strömungsretter, Ortungshunde und -führer eng zusammenarbeiten. Das ermöglicht dieser Einheit universelle Einsätze im Katastrophenschutz und bei der örtlichen Gefahrenabwehr in und am Wasser.

Vom Eissportcenter in Osnabrück ging es in das Übungsgebiet zwischen Bohmte und Bad Essen. Hier stand für die Taucher die Suche und Bergung im Vordergrund, während die Gruppe der Wasserortung die Hunde auf eine im Wasser vermisste Person ansetzte. Beide Szenarien wurden durch Boote unterstützt, wobei auch ein Sonar erfolgreich zum Einsatz kam.

Mit der Ausführung der Einsatzkräfte war die Übungsleitung sehr zufrieden. Der Einsatz des Sonars bestätigte die Wichtigkeit solcher Systeme bei Wassersuchen und lieferte beeindruckende Ergebnisse. Die Taucher konnten schnell und zielsicher an die vermisste Person geführt werden.

Die Kunst, einen Hilfseinsatz zu koordinieren

Im Mittelpunkt des nächsten Szenarios stand ein simulierter Grillunfall, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Die Einsatzstelle war dabei nur wasserseitig zu erreichen. Die Aufgabe der Gruppenführer bestand darin, Personal an die Einsatzstelle zu bringen, die Versorgung der Brandverletzten sicherzustellen sowie für einen Transport der Patienten und die Übergabe an den Rettungsdienst zu sorgen.

Dabei wurde deutlich, wie schwer es sein kann, eine Einsatzstelle, bei der eine größere Anzahl an Helfern koordiniert und Patienten gleichzeitig versorgt werden müssen, zu managen. Positiv fiel dabei vor allem auf, wie ordentlich die Patienten versorgt und an den „Rettungsdienst“ übergeben wurden.

Bis in die Dunkelheit geprobt

Der letzte geplante Übungsteil, eine Evakuierung von etwa 20 Personen, konnte nicht mehr wie geplant stattfinden. Die erdachte Lage sah vor, dass mehrere Personen aus einem Gefahrenbereich zu evakuieren sind. Da dieser nur über einen etwa fünf Kilometer langen Wasserweg zugänglich war, wären die Bootsführer gefragt gewesen. Die herbstlichen Temperaturen veranlassten die Übungsleitung, zum Schutz der Einsatzkräfte und Darsteller die Übung vorzeitig zu beenden, die mit authentischem Szenario bis in die Dunkelheit andauerte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN