Zuständig für Städtepartnerschaften Quakenbrücker Rat beruft Gerd Meinecke zum Beauftragten

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Gerd Meinecke ist erster Städtepartnerschaftsbeauftragter in Quakenbrück. Foto: Rolf KamperGerd Meinecke ist erster Städtepartnerschaftsbeauftragter in Quakenbrück. Foto: Rolf Kamper

Quakenbrück. Die Aufgabe ist nicht neu, die Bezeichnung schon: Gerd Meinecke ist bis 2021 zum ersten ehrenamtlichen Beauftragten für die Städtepartnerschaften berufen worden. Das hat der Quakenbrücker Stadtrat entschieden.

Den Antrag, aus der Mitte des Rates einen Städtepartnerschaftsbeauftragten zu benennen, hatte die CDU-Fraktion eingebracht. Bereits der Fachausschuss hatte sich im August mit deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen und für den Vorschlag, den CDU-Ratsherrn Gerd Meinecke zu berufen. Die Amtszeit soll an die Dauer der Wahlperiode des Stadtrates geknüpft sein.

Schwertmann: Wichtiges politisches Zeichen

Nicht ohne Grund, denn er kümmere sich neben Franz-Georg Gramann aus der Verwaltung seit Jahren um die Beziehungen zu den Partnerstädten Alençon (Frankreich), Conway (USA), Wesenberg und Dobre Miasto (Polen), hieß es im Antrag der Christdemokraten, den Hubert Schwertmann vorstellte. Dass der Rat ein Mitglied aus den eigenen Reihen benenne, „ist ein wichtiges politisches Zeichen, gerade in Zeiten eines wachsenden Nationalismus in Europa“.

SPD, FDP, Linke und Grüne stimmen dafür

Zustimmung signalisierte Thomas Fisse für die SPD. Er hielt aber die neue Stelle für unnötig, denn Meinecke mache seine Arbeit auch ohne dieses Amt sehr gut. Andreas Henemann (Grüne) sah es ähnlich, seine Fraktion sei grundsätzlich skeptisch, wenn neue Stellen geschaffen würden. Gerd Meinecke sei die richtige Wahl, „es gibt niemand anderen in der Stadt, der sich bei den Städtepartnerschaften so eingebracht hat“. Auch Die Linke trug den Vorschlag mit. „Wir stehen zu 100 Prozent zu Person und Amt“, so Fraktionschef Andreas Maurer. Auch Manfred Neebuhr (FDP) hatte keine Bedenken: „Es ist ein Ehrenamt, das kein Geld kostet, aber eine Anerkennung für Gerd Meinecke ist.“

SPD-Ratsherr gegen Amt

Einzig Lars Rennings lehnte das Amt ab. Er sei grundsätzlich gegen die Schaffung zusätzlicher Stellen für einzelne Themen, begründete der SPD-Ratsherr seine Meinung. Für die Partnerschaften sei der ganze Rat verantwortlich. Seine Befürchtung sei, dass mit dem neuen Amt einige Mitglieder auf die Idee kommen könnten, sich zurückzuziehen, „weil es ja einen gibt, der sich kümmert“.


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