Warum macht Lärm krank? Quakenbrücker Schüler lernen alles über Gesundheit

Von Lena Kolde

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Dass gesundes Essen auch Spaß machen und schmecken kann, zeigte der Badberger Profikoch Bernd Harnisch den Sechstklässlern. Foto: Lena KoldeDass gesundes Essen auch Spaß machen und schmecken kann, zeigte der Badberger Profikoch Bernd Harnisch den Sechstklässlern. Foto: Lena Kolde

Quakenbrück. Zum ersten Mal durften jetzt die Schüler des sechsten Jahrgangs des Artland-Gymnasiums Quakenbrück an einem Tag alles Wichtige über das Thema Gesundheit lernen. Dazu haben sie an einem Vormittag vier verschiedene Stationen durchlaufen.

So erhielten die 6a und die 6b des Artland-Gymnasiums zunächst jede Menge Infos rund um die Bereiche Ernährung, Lärm, Luft, Bewegung und Ruhe. Auf die 6c und die 6d wartete das gleiche Programm einen Tag später. So wurde zunächst in der Mensa eine reichhaltige Mahlzeit mit einigen Mitarbeitern von Edeka zubereitet. Diese Station diente dazu, die Schüler für eine gesunde Ernährung zu sensibilisieren. An dem Zerkleinern von Gemüse und Obst, dem Pressen von Orangen und dem Schneiden von Brot hatten alle Gruppen sichtlich Freude. Und was sich daraus zubereiten lässt, vermittelte der Badberger Profikoch Bernd Harnisch zusammen mit seinem Helfer Vicente Pedro.

Umso besser schmeckten schließlich auch die selbst gemachten Brote, Salate und das warme Porridge. Gestärkt ging es zu den weiteren Stationen. Im Physikraum erklärte Holger Honkomp, was Lärm mit der Gesundheit zu tun hat. So würden Stresshormone bei lauten Geräuschen evolutionsbedingt ausgeschüttet. Dieses „Alarmsystem“ in unserem Körper könne schließlich zu gesundheitlichen Schäden, wie Schlafstörungen oder hohem Blutdruck führen.

Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit

Vielfältige Ideen fielen den Schülern ein, als sie sich Gedanken zur Lärmvermeidung in der Schule machten. Dass die vorgeschlagene Option, gar nicht erst zur Schule zu gehen, nicht in Frage komme, wurde allen schnell klar. Und so wurden Alternativen wie das Ausschalten von elektronischen Geräten, der lauten Handlufttrockner und die Vermeidung von schallenden Räumen durch die neuen Renovierungsarbeiten gefunden. Bei einem Experiment zeigte der Physiklehrer außerdem, dass laute Geräusche im Klassenraum und ein Schüler-Lehrer Gespräch vom Ohr nicht unterschieden würden und daher auch nicht mehr aufmerksam zugehört werden kann. Außerdem stellten die Schüler anhand eines Tongenerators fest, wo ihre Hörgrenze liegt und was die hohen Töne im Körper bewirken.

Mit Experimenten ging es schließlich im Biologieraum weiter. Hier thematisierte Rolf Wellinghorst anhand aktueller Nachrichten wie dem Brand im Meppener Moor, die gesundheitlichen Risiken durch die Luftverschmutzung. Die Schüler machten sich vor allem Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit und darüber, wie frische Luft ins Klassenzimmer kommt, ohne dass Energie verloren geht. Die Lösung: Im Winter immer nur kurze Querlüftungen machen, anstatt lange Kipplüftungen. Dass dies wichtig für die Konzentration ist, wurde am Experiment mit einer Fliege deutlich.

Fenster am besten kurz und weit öffnen

Diese ließ sich in einem Glas bei einer höheren Kohlenstoffdioxid-Konzentration in einen Schlafzustand versetzen, während sie bei Öffnung des Glases wieder Bewegungen zeigte. Und auch anhand der Kohlenstoffdioxid-Messung im Klassenraum wurde klar, dass das weite Öffnen des Fensters deutlich sinnvoller ist.

An der vierten Etappe hießen Dagmar Müller und Annette Schone vom Gesundheitsstudio Drei Fit die Sechstklässler willkommen. Nach den wichtigen Aufwärmübungen zur passenden Musik trainierten die Schüler alle Muskeln des Körpers beim sogenannten „Body Workout“. Sogar getanzt wurde in der Turnhalle des Artland-Gymnasiums, da die Sportart Zumba auf dem Plan stand. Bei der Kombination aus Aerobic und lateinamerikanischem Tanz stand vor allem der Spaß im Vordergrund. Schließlich kamen danach alle Teilnehmer bei den Yogaübungen wieder zur Ruhe und konnten am Ende des Tages ganz ohne Stress etwas Meditieren und Entspannen.


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