Wackelzahn bis Sauce Sansibar Quakenbrücker Burgmannsfest füllt die Innenstadt

Von Bjoern Thienenkamp

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Quakenbrück. Wie lang die Lange Straße in der Quakenbrücker Innenstadt ist, war für die Besucher des Burgmannsfestes am Wochenende wieder gut feststellbar. Und die gut gefüllte Spaßmeile ging sogar noch darüber hinaus.

„Findet Ihr die fünf Fehler?“, fragte Sonja Drewing gleich zu Beginn bei der Buchhandlung Thoben. Das Schaufenster war doppelt dekoriert, links sah alles genauso aus wie rechts. Genauso? Nein, da waren eben die kleinen Unterschiede. Wer alle fand, gewann einen kleinen Preis.

Lieber Hund statt Elefant

Als Clown, der Figuren aus Luftballons knoten kann, zeigte sich Tanja Maria Blumentritt von Holgers Licht-Bühne. Selbst mit der kleinen Kundin, die dann doch lieber einen Hund haben wollte, als der zunächst gewünschte Elefant schon fast fertig war, kam sie lächelnd klar.

Dann noch eine Herzblume für die fünfjährige Melina und ein Marienkäfer für die neun Monate alte Celina? Alles kein Problem, wie deren Eltern Olga und Nikolaj Lang feststellen konnten. „Wir sind jedes Jahr hier, immer sonntags, meist gucken wir, manchmal kaufen wir“, sagte der Quakenbrücker. „Wenn das Wetter mitspielt, so wie heute, bleiben wir auch etwas länger“, erklärte seine Frau.

Zwiebelkuchen und Federweißen

„Herzlich willkommen“ stand auf dem Herzen, mit dem das Café Brinkmann seine Gäste begrüßte und das irgendwie symbolisch war für die Freude des Einzelhandels über den Zulauf der Kundschaft. Gleich nebenan dampfte es kräftig, wo reichlich Burgmanns-Brötchen, Zwiebelkuchen und Federweißer über die Theke gingen.

Apfelmus? Camembert und Preiselbeeren? Lachs und Meerrettich? Die Wahl der Beilage zu den frischen Kartoffelpuffern von Carsten Afflerbach war nicht leicht. „Beim Gourmet-Mix-Teller sind alle drei dabei, der wird viel verlangt“, empfahl der 57-Jährige. „Auch unser exotisches Angebot mit der Sauce Sansibar wird sehr gut angenommen“, freute sich der Löninger.

Habe ich Glück? Das galt es bei den Glückskeksen herauszufinden, die Helga Wantschat von Drei Fit verteilte. Zu gewinnen gab es Gutscheine in drei verschiedenen Preiskategorien.

Zusammen gerockt

„Wer hat denn schon einen Wackelzahn?“, war die von Heiner Rusche auf dem Marktplatz besungene Problematik, an der die mitmachende Kinderschar aber ihre große Freude hatte. Derweil hatte Ole, die Eule unserer Zeitung, ganz schön damit zu tun, die Hände aller seiner Freunde zu schütteln.

Ein Nadelöhr dann im Bereich der Gastwirtschaft Thöle, wo die fünf Musiker der Formation Rock Together eine große Fangemeinschaft zu haben schienen, die sich in der Gastronomie niederließ und den harmonischen Klängen in der lauen Nachmittagsluft lauschte.

The Beat sind schon Kult

Der vordergründige Eindruck, das Burgmannsfest ende am Steakhouse, trog, denn ab dem Hotel Niedersachsen war noch einmal Leben wie in einer Großstadt. Dicht gedrängt standen die Besucher am St. Antoniort um die Bierbuden, unterhielten sich oder lauschten der Darbietung der vier Musiker von The Beat – das ist schon Kult.

Bereits am Samstag waren die Besucher in der Innenstadt bis weit in die Nacht auf ihre Kosten gekommen. Sei es mit den Liveacts von Wanna Beatz, Mr. Cracker oder Real Spirit, zum Abschluss gab es nachts um zwei Uhr noch eine Aftershowparty am Antenne-Showtruck.

Sehr gut besucht

The Beat heizte den Fans am St. Antoniort am Sonntag wieder für mehrere Stunden ein. Foto: Björn Thienenkamp

„Das Burgmannsfest ist sehr gut besucht, die Leute sind zufrieden und kaufen“, resümierte Christian Eckholt als Zweiter Vorsitzender der Initiative Quakenbrück (IQ). „Wir haben vieles heruntergesetzt, von der Carrerabahn bis zum Gesellschaftsspiel“, sagte der 41-Jährige über seinen Spielwarenladen Dingsbums.


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