Gottesdienst in St. Sylvester Quakenbrücker Kita-Kinder gestalteten Abschluss der Woche der Diakonie

Von Albert Schmidt

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Quakenbrück. Mit einem Abschlussgottesdienst in der Quakenbrücker St.-Sylvester-Kirche ist die Woche der Diakonie im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Bramsche zu Ende gegangen.

„Wir sind nicht allein“, verdeutlichte Pastor Friedrich Hülskamp mit der Gitarre, nachdem Natalia Gerdes, Leiterin des Diakonischen Werkes in Aussicht gestellt hatte, dass die Frage „Stadt – Land – Schluss?“ nicht bejaht werden muss, wenn Menschen zusammenhalten. Das Lied des Kinderchores „Gestern, heute, morgen bin ich geborgen in deiner Hand […] ich bin dir nicht unbekannt“ passte dazu. Jesus selbst gab im Evangelium die Antwort, an der sich Erwachsene orientieren sollten: Wer ein solches Kind aufnimmt, der nimmt mich auf.

Diesem Credo folgte eine Einladung zu einer Reise um die Welt. Auf der Leinwand erschienen zu jeder Station Bilder, während die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte St. Sylvester als kleine Passagiere – angeführt von einem Piloten – durch den Altarraum schwirrten. „Nichts hält mich am Boden – wie ein Astronaut“ – wer bei diesem visionären Song von Sido und Andreas Bourani nicht zum Mitsingen oder -summen verleitet wurde, hatte in Gedanken vermutlichlängst abgehoben.

Natalia Gerdes stellte mit Mitarbeiterinnen die Arbeit der sozialen Lotsen sowie der Schuldnerberatung für Menschen in Not vor. Kinder hätten Wünsche, Bedürfnisse und Rechte, insbesondere auf Unversehrtheit und Versorgung, bekräftigte Karin König, Leiterin der Kindertagesstätte St. Sylvester. Im Kindergarten träfen sich unterschiedlichste Kulturen und Sprachen; Flüchtlingskinder könnten Traumata beim Spiel mit anderen verarbeiten. Heike Jenjahn-Hohnhorst sagte, in der Kita würden Persönlichkeiten entwickelt und Gemeinschaft erlebt. Das Diakoniewerk sei stets auch für Kinder da.

Das Lukas-Gleichnis vom verlorenen Sohn, der trotz eines vom Erbvorschuss finanzierten Lotterlebens bei seiner Heimkehr vom Vater freudiger gefeiert wird als sein grundsolider Bruder, war wohl für die Jüngsten nicht so leicht zu verstehen, aber Pastor Hülskamp versuchte den Blick auf die damit eingeforderte Barmherzigkeit zu lenken, die ja auch Anliegen der Diakonie ist.

Das Gespür für Nächstenliebe und Feierfreude setzte spätestens wieder ein, als der Gottesdienst beendet war und die Kinder nach draußen stürmen durften. Der zweite Teil des Abschlusses nahm seinen Lauf: eine große Party auf dem Sylvester-Gelände mit Spielen, Schminken, Naschen und Toben – kurz: Köstlichkeiten für Leib und Seele, vorbereitet vom emsigen Kita-Team.


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