Ausnahmegenehmigung Weg frei für Erweiterung der Nortruper Grundschule

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Die Pläne für den Um- und Erweiterungsbau hatten (von links) Erster Samtgemeinderat Frank Wuller, Bürgermeister Karl-Heinz Budke, Schulleiterin Stefanie Schuirmann und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe bereits im vergangenen Jahr vorgestellt Foto: Christian Geers/ArchivDie Pläne für den Um- und Erweiterungsbau hatten (von links) Erster Samtgemeinderat Frank Wuller, Bürgermeister Karl-Heinz Budke, Schulleiterin Stefanie Schuirmann und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe bereits im vergangenen Jahr vorgestellt Foto: Christian Geers/Archiv

Nortrup. Jetzt ist der Weg frei für die geplante Erweiterung der Nortruper Grundschule. Weil der Planentwurf für den Erweiterungsbau nicht mit dem bestehenden Bebauungsplan übereinstimmt, musste der Nortruper Gemeinderat das Bauvorhaben mit einer Ausnahmegenehmigung absegnen. Das taten die Ratsmitglieder einstimmig.

Bei der Diskussion über den Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 4 „Landwehr“ – so die richtige formaljuristische Bezeichnung – gab es im Rat keine zwei Meinungen. Alle Ratsmitglieder waren sich einig, dass die letzte formelle Hürde schnell aus dem Weg geräumt werden müsse.

Damit der Landkreis Osnabrück als Baugenehmigungsbehörde sein Okay für das Bauvorhaben der Samtgemeinde Artland geben kann, mussten sowohl betroffene Anwohner als auch die Gemeinde Nortrup ihr Einverständnis erklären, dass der Anbau die im Bebauungsplan festgeschriebenen Baugrenzen überschreiten darf. Es wird aber ein Grenzabstand von 3,78 Meter zum nächsten Nachbargrundstück eingehalten.

Keine Kapazitäten berücksichtigt

Wie Verwaltungsvertreter Matthias Grüß erklärte, sei der Bebauungsplan „Landwehr“ schon sei alt. In dem Plan seien keine räumlichen Kapazitäten für eine Erweiterung des Schulgebäudes berücksichtigt worden.

Durch die Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes könne man ein zeitaufwendiges Planänderungsverfahren umgehen, so Grüß, der berichtete, dass der benachbarte Grundstückeigentümer bereits seine Zusage erteilt habe.

Im Artländer Samtgemeinderat sei man sich parteiübergreifend einig gewesen, dass Nortrup Nachholbedarf hat, berichtete Bürgermeister Karl-Heinz Budke. Auch im Gemeinderat gab es nur positive Stimmen. „Wir freuen uns, dass wir die Maßnahme schnell vorantreiben können. Wir machen den Weg frei, damit die Bauarbeiten bald starten können“, sagte Stefan Peters für die SPD-Fraktion. „Wir haben das Ziel gemeinsam erreicht“, ergänzte Reiner Hülefeld für die CDU-Fraktion.

1,2 Millionen Euro

Bereits im September 2017 hatte der Samtgemeinderat einstimmig beschlossen, 1,2 Millionen Euro für den Anbau eines Klassentraktes und den Umbau der bestehenden Klassenräume bereitzustellen. Durch die bauliche Erweiterung wächst die Grundschule um einen Musikraum, vier Gruppenräume, je ein Besprechungs- und Krankenzimmer sowie ein Raum für die Sprachförderung.


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