Festival mit viel Tanz und Gesang Rumänische Folklore auf dem Quakenbrücker Marktplatz

Von Bernard Middendorf

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Quakenbrück. Passanten und Besucher rieben sich etwas verwundert die Augen: Zwei Tage lang feierten rumänische Mitbürger mitten in Quakenbrück mit viel Ausdauer und Fröhlichkeit ein Fest – nicht von allzu langer Hand vorbereitet, sondern teilweise spontan organisiert und veranstaltet. Vielleicht klappte genau deswegen alles so gut beim „Festival Traditional Romanesc“. Initiator Radu Remus jedenfalls war sehr zufrieden, zumal viele Helfer mit anpackten.

Auch einheimische Bürger schauten auf dem Marktplatz vorbei; einige von ihnen wagten sogar ein Tänzchen in den Reihen der rumänischen Folkloregruppen, die in farbenprächtigen traditionellen Trachten auftraten und greifbare Begeisterung auf das Pflaster brachten. Der Inhaber des rumänischen Restaurants „Maria“ hatte in Zusammenarbeit mit anderen Firmen und dem Musikus Veranstaltungsdienst aus Nortrup ganze Arbeit geleistet und bot auf dem festlich hergerichteten Platz ein vielfältiges Programm an.

Der Samstag gehörte ganz den „Amateuren“ unter den temperamentvollen Tänzern und Sängern, die ihre Zuhörer mit sehenswerter Folklore und rumänischen Volksliedern erfreuten. Die Geige spielte stets eine große Rolle auf der überdachten Bühne, wo die verschiedenen Interpreten auftraten.

Spontane Herzlichkeit und Fröhlichkeit

Am Sonntag war ein ganz besonderer Leckerbissen vorgesehen: Das Ensemble Rapsodia Calimanilor mit Orchester, Sängern und Tänzern wurde 1990 gegründet, um traditionelle rumänische Werte zu vermitteln. Das Orchester trat bereits auf internationalen Festivals in Frankreich, Bulgarien, Ukraine, Ungarn, Griechenland, Republik Moldau und Katar auf und steht, so die Information der Veranstalter, unter Schirmherrschaft des rumänischen Ministeriums für Kultur und nationales Kulturerbe.

Gelegentliche Zurückhaltung, aber auch spontane Herzlichkeit und sehr viel Fröhlichkeit waren zu spüren bei Hunderten von rumänischen Mitbürgern, für die diese Veranstaltung vielleicht auch ein Stück Heimatgefühl mit sich brachte. „Ein wenig aufgeregt waren wir vorher schon“, gestand eine der vielen beim Getränke- und Speisenverkauf mitarbeitenden Frauen am Sonntag, und „Event Organizer“ Radu – so lauteten die Aufschriften an den Namensschildern – nickte lächelnd. Gesammelt wurde dem Vernehmen nach auch für die Neuerrichtung eines hölzernen Kirchengebäudes der orthodoxen rumänischen Kirche.


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