Artländer Renntag Beim Pferderennen in Quakenbrück kommt es auf das Gewicht an

Von Henning Stricker

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Jockey Alexander Weis muss bei Birgit Heeren und Erika Kuge (von links) auf Waage. Wenn er zu leicht ist, gibt es einen Gewichtsausgleich aus Blei mit in den Sattel. Foto: Henning StrickerJockey Alexander Weis muss bei Birgit Heeren und Erika Kuge (von links) auf Waage. Wenn er zu leicht ist, gibt es einen Gewichtsausgleich aus Blei mit in den Sattel. Foto: Henning Stricker

Quakenbrück. Damit alle Pferde das gleiche Gewicht zu tragen haben, müssen die Jockeys vor dem Rennen auf die Waage.

Im Programmheft des Artländer Rennvereins zum Renntag in Quakenbrück sind alle 14 Rennen abgedruckt. Neben der Kategorie und der Länge des Rennens sind dort auch die Angaben zu den teilnehmenden Pferde mit ihren Jockeys und den Startnummern abgedruckt.

Zusätzlich steht im Programmheft bei den Galopprennen auch eine Gewichtsangabe. Für die korrekte Einhaltung des Gewichts in diesen Galopprennen sind Birgit Heeren und Erika Kuge zuständig. Birgit Heeren, die schon früher als Jockey und Züchterin im Rennsport tätig war, ist seit zehn Jahren hier in Quakenbrück in der Waage tätig. Schon seit 1992 ist Erika Kuge als Mitglied des Artländer Rennvereins für den korrekten Ablauf in der Waage zuständig. Die beiden sorgen als sogenannte „Abwieger“ dafür, das vor dem Beginn des jeweiligen Rennens die Jockeys das korrekte Gewicht haben. Dafür muss der Jockey in Reitdress zusammen mit dem Sattel, Reithelm und Gerte werden nicht berücksichtigt, auf die Waage.

Keine Sauna

„Das Gewicht wird zu Beginn einer Rennsaison vom Ausgleicher, auch Handicapper genannt, festgelegt“, so Heeren. „Das Mehrgewicht soll dafür sorgen, das für alle teilnehmenden Pferde gleiche Bedingungen gelten“, wie Kuge ergänzt. „Ein Pferd, das bereits mehrere Rennen gewonnen hat, bekommt mehr Gewicht durch den Jockey und gegebenenfalls durch Bleigewichte aufgelegt als ein Pferd, das noch nicht so viele Rennen gewonnen hat“, so Heeren weiter. „Rein theoretisch gesehen müssten durch das Mehrgewicht alle Pferde gleichzeitig ins Ziel kommen“, so Kuge weiter.

Nach dem Ende des Rennens erfolgt zur Kontrolle ein Zurückwiegen bei Heeren und Kuge. Dabei müssen die beiden darauf achten, dass das Gewicht nicht verändert wurde. Die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften liegt allerdings beim Trainer des Pferdes.

„Sollte der Jockey mit Ausrüstung schwerer sein als das durch den Ausgleicher festgelegte Gewicht, so kann das im Rennen ein Nachteil sein“ wie Heeren betont. „In Dortmund“, so Heeren, „steht neben der Waage eine Sauna, da können die Jockeys vorher vielleicht das ein oder andere Kilo ausschwitzen, um auf das korrekte Gewicht zu kommen“. Hier im Hasepark gibt es allerdings keine Sauna wie die beiden zum Schluss berichten.


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