Rock für Tibet 2018 Quakenbrücker Benefizkonzert spielt 12.000 Euro ein

Von Lena Kolde

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Quakenbrück. Zum siebten Mal fand das Charity-Event „Rock für Tibet“ am Bahnhof statt. Wieder hatten sich für den guten Zweck talentierte, regionale Bands, viele ehrenamtliche Helfer und spendenbereite Zuschauer versammelt. Der Erlös des Abends: 12.000 Euro.

Noch wenige Stunden vor dem Beginn schauten die Organisatoren des Benefizkonzertes Rock für Tibet sorgenvoll gen Himmel. Das Wolkenspiel sah bedrohlich aus. Doch die Veranstaltung ging nicht im Regen unter. Somit honorierte auch das Publikum die inzwischen siebte Auflage des Charity-Events, indem schon früh genügend Besucher vor dem Bahnhof Platz fanden. „Normalerweise ist es ganz schlecht, wenn es früh regnet, da ist die Bereitschaft, auf eine Open-Air-Veranstaltung zu gehen, eher gering“, sorgte sich der Mitorganisator Bob Giddens zunächst und verschob den ersten Auftritt in der Hoffnung, dass die Regenwolken vorbeiziehen würden.

Abend beginnt mit Chorforum Quakenbrück

Und tatsächlich: Als das Chorforum Quakenbrück zu singen begann, hatte der Regen aufgehört und sich für den ganzen Abend verabschiedet. Das Chorforum unter der Leitung von Lutz Penning hatte sich für seinen Auftritt etwas Besonderes ausgedacht: Neben der humorvollen Moderation sang das Chorforum seine modernen Lieder ohne jegliche Verstärkung mitten in der Zuschauermenge. Spätestens bei „Tears in Heaven“ von Eric Clapton war das gemischte Publikum begeistert. Ebenfalls besonders gut kam der „Ba-Ba-Banküberfall“ mit dem talentierten Solisten Klemens Schröder aus Wierup an.

Auch ehemalige AGQ-Schüler unter den Gästen

Als erste „verstärkte“ Band trat Sophia auf. Die Sängerin überzeugte mit selbst geschriebenen Songs und einer wunderbaren Stimme. Wie immer hatten die Veranstalter von Rock für Tibet auf lokale Bands gesetzt, die originelle Musik machen. Die Zuschauer konnten somit hören, welche Talente im Osnabrücker Raum schlummern. Durch die Terminzusammenlegung mit dem Ehemaligentreffen des Artland-Gymnasiums waren auch viele ehemalige Quakenbrücker Schüler im Publikum, die erlebten, was in der alten Heimat künstlerisch und ehrenamtlich los ist. Einige Jahrgänge tanzten, aber natürlich wurde auch fleißig verzehrt, denn „jedes Bier ist für einen guten Zweck“, wie Bob Giddens zuvor erinnert hatte. So rundeten viele Gäste beim Kauf der grünen Jetons auf, die von den „Flames“ und anderen Helfern im Bauchladen zum Einlösen gegen Getränke und Essen verkauft wurden. Zwischendurch waren auch die Artland Dragons zu Besuch, sodass Flo Hartenstein und Max Rockmann einen Ausblick auf die neue Saison gaben.

Viel Applaus für Wippsteert und Jail Job Eve

Der nächste Act war die plattdeutsche Band Wippsteert, angesagt von Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe, selbst ein Verfechter des „Plattdeutschen“. Und so hatte Wippsteert das Publikum mit einem eigenartigen, eklektischen Mix aus Folk, Rock und plattdeutschem Witz schnell auf ihrer Seite. „Eine Band, die mit Mandoline, Banjo und verzerrter E-Gitarre das Publikum zum Tanzen bringt, gibt es nicht oft zu bewundern“, erklärte Giddens. Headliner war die Osnabrücker Band Jail Job Eve. Mit ihrem Rock auf höchstem Niveau und einer starken, ausdrucksvollen Frauenstimme, die mal kraftvoll, mal zart an Janis Joplin erinnerte, spielte Jail Job Eve einen Mix aus Blues und Rock mit vielen Einflüssen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Nach ihrem Schlusslied machte die Band eine Polonaise über den gesamten Platz. Anschließend war Zeit für DJ Schuby, der die Tanzfläche bis spät in die Nacht füllte und somit für einen gelungenen Abschluss sorgte.

Erlös für Molkerei-Projekt in Tibet

Aber ein Charity-Event ist nur so gut wie das Ergebnis: Kurz vor Mitternacht zeigte die Laser-Lastschrift an der Wand schon die Überschreitung der magischen fünfstelligen Grenze. Insgesamt haben 600 Zuschauer ein vorläufiges Ergebnis von 12.000 Euro ermöglicht. Das Geld wird zu 100 Prozent dazu gebraucht, den Aufbau einer Molkerei in Tibet weiter voranzubringen. Dieses ehrgeizige Projekt wird ausschließlich aus Spenden dieses Events betrieben, und das bedeutet, dass es noch mehr Veranstaltungen am Bahnhof im Quakenbrück geben wird, bevor das endgültige Ziel erreicht wird. Der Dank der Veranstalter ging nach diesem Abend an alle, die als Sponsoren und freiwillige Helfer den guten Zweck unterstützen.


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