Wiederholung im nächsten Jahr? Badbergen feiert gelungenes Daerpfest

Von Bernard Middendorf

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Badbergen. Fast kein Wunsch blieb unerfüllt beim Dorffest in Badbergen, das acht Stunden lang Kinder wie Erwachsene buchstäblich in Atem hielt. Das Darpfest, das es erstmals in dieser Form gab, erlebte eine gelungene Premiere.

Fantasie- und liebevoll vorbereitet die Angebote der Vereine und Geschäfte, mitreißend die Musik- und Tanzvorträge, bunter Kirmestrubel für die Kleinsten – nicht nur Luftballons, auch die Herzen flogen hoch, und niemand musste nach dem Schlussakkord enttäuscht sein: Dem Vernehmen nach ist eine Wiederholung längst beschlossene Sache.

Ein Fest für die Bürger

„Es war ein Fest von Bürgern für Bürger. So haben wir das auch gewollt“, sagte Theo Kleiner, während Tobias Dörfler gleich daneben ein sehr verdientes „Helles“ zu sich nahm. Der junge Bürgermeister hatte auf launige Art gerade die Verlosung über die Bühne gebracht und war so zufrieden wie alle Initiatoren, Helfer und Unterstützer. Plattdeutsch hörte man oft genug, als sich massenhaft gut gelaunte Besucher durch die Hauptstraße schoben – ein Beweis, dass die Absicht, ein volkstümliches Daerpfest für Badbergen „und umzu“ zu feiern, aufgegangen war. Das Programm war riesig, das Angebot erst recht – unmöglich, alle kreativen, lustigen oder spannenden Stände und „Vergnügungsmöglichkeiten“ aufzuzählen.

Samba trifft Sport

Immer umlagert: die Bühne am Kirchplatz, wo nach dem Ballonwettbewerb die Instrumentalgruppe, der Artländer Trachtenbund, TuS Badbergen, die Sambatänzer Bateria-Incitar oder die Formation Schlott’n Rock für Begeisterung sorgen sollten. Wer Seebären in der Menge erspäht hatte, musste sich nicht lange wundern: Es waren Hasejungs des Artländer Shantychores, die im Stundentakt eine frische Brise Nordsee-Feeling unters Volk brachten. Drehorgel, ein kostenloses Kinderkarussell, ein Schmied, der mit echter Esse und rotglühenden Eisennägeln keinen Lehrlingsmangel kannte, eine ungewöhnliche Hüpfburg mit Klettermöglichkeit in einer Felswand, Wasserspiele – dem Tatendrang der Kids waren keine Grenzen gesetzt. Umlagert war auch die Schminkstation sowie die Staffelei von Porträtmalerin Silke Oldenhage. Klar, dass die Vorführungen der Feuerwehr mit fauchendem Feuer und dichten Rauchschwaden vor allem die Jungen faszinierten und – wer weiß – vielleicht gar Nachwuchs anlockten?

Bummel über das neue Pflaster

Hungern oder dürsten musste niemand nach einem ausführlichen Bummel über das schöne neue Pflaster, denn regionale und internationale Spezialitäten gab es in Hülle und Fülle. Die leckeren Crêpes des Partnerschaftsvereins Badbergen seien nur beispielhaft erwähnt. Zu haben waren neben kulinarischen Köstlichkeiten auch kühle Getränke und „Hochprozentiges“. Damit die Angebote gut erreichbar waren, wurde notfalls improvisiert: „Wir haben den Ausschank der Wehdel-Grönloher in die Mitte verlegt, der war zu weit am Rand“, erläuterte ein Organisator.

Verlosung Höhepunkt

Höhepunkt und spannender Schlussakkord vor dem Ausklang des Festes: die Versteigerung sowie Verlosung attraktiver Preise, gestiftet von der Badberger Geschäftswelt und anderen Institutionen. Bürgermeister Tobias Dörfler war vom Mikrofon kaum zu trennen, als die Glücksfeen Johanne und Lotta die Lose aus der Trommel holten – selbstverständlich mit zugekniffenen Augen. Strahlende Augen bei der Verkündung der Losnummern für ein Berg-Gokart, einen Präsentkorb, Segelflug, Planwagenfahrt, Spanferkel, Galloway-Fleischpaket, ein Damenfahrrad und ein Wochenende mit einem E-Auto. Einer der Gewinne wurde auf der Bühne sogar uneigennützig weitergereicht. „Das gibt ein Bier mit dem Bürgermeister“, versprach dieser und vergaß nicht, sich bei DJ Maik Schicho-Finger für die lange Arbeitsschicht auf der Bühne zu bedanken.

Ausklang mit Bryan-Adams-Song

Aber jeder schöne Tag geht einmal zu Ende: Zum Abschied erklang Bryan Adams‘ legendärer „Summer of 69“ aus den Lautsprechern. Dieses Sommerfest von 2018 hätte auch ein eigenes Lied verdient gehabt – vielleicht im nächsten Jahr?


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