Quakenbrücker Rap-Duo So will die "Amigo Gang" aus Quakenbrück durchstarten

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Das Rap-Duo "Amigo Gang" – bestehend aus Dennis Ruppert (links) und Albert Höhler – möchte mit einer Mischung aus Hip Hop und House durchstarten. Foto: HöhlerDas Rap-Duo "Amigo Gang" – bestehend aus Dennis Ruppert (links) und Albert Höhler – möchte mit einer Mischung aus Hip Hop und House durchstarten. Foto: Höhler

Quakenbrück. Mit einer Mischung aus Hip Hop und House will das Quakenbrücker Rap-Duo "Amigo Gang" musikalisch durchstarten. Woher der Name der Band kommt und wie ihre Zukunftspläne aussehen, haben sie im Gespräch mit unserer Redaktion verraten.


Seit etwas mehr als einem Jahr machen die Quakenbrücker Albert Höhler und Dennis Ruppert als Rap-Duo "Amigo Gang" gemeinsam Musik. Ihre Faszination für Hip Hop besteht dagegen schon länger. Während der 18-jährige Albert Höhler im Jahr 2014 damit begann, die Lieder des Künstlers Bushido zu hören, wurde dem 21-jährigen Dennis Ruppert die Musik durch seinen Bruder näher gebracht. "Er hat mir Deutsch-Rap gezeigt", sagt Dennis, der den Künstlernamen "Dios" trägt. Aus Interesse – und auch ein bisschen aus Langeweile, wie "Dios" zugibt –, habe er anschließend begonnen, eigene Texte zu schreiben. "Mit Wörtern zu spielen, hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht", sagt er. 


Gründung im Juli 2017

Kennengelernt haben die beiden sich in einer Quakenbrücker Rapgruppe, der sie noch vor einiger Zeit angehörten. Aufgrund von Streitigkeiten mit den anderen Mitgliedern entschlossen sie sich im Juli 2017, lieber als Duo durchzustarten – unter dem Namen "Amigo Gang". Die Idee für diese Bezeichnung entstammt aus einem früheren Song, in dem die Zeile "Wir sind Amigos" vorkommt, erzählt Albert Höhler, der den Künstlernamen "AL" trägt. Um den Wiedererkennungswert der Band zu steigern, haben die beiden auch ein eigenes Logo für die "Amigo Gang" entworfen. Es zeigt einen mit Blumen verzierten Totenkopf, unter dem der Schriftzug "Amigos" prangt. "Das Logo hat keinen tieferen Sinn, aber wir finden es sehr schön", sagt Albert Höhler.Das Logo der Band. Screenshot: Youtube


Seit Gründung der Band ist nach Auskunft der beiden Musiker viel passiert. So haben sie in den vergangenen Monaten einige Lieder veröffentlicht, die sie unter anderem auf ihren eigenen Youtube-Kanal hochgeladen haben. Zudem sind die Songs auch auf Spotify und iTunes erhältlich. Dabei sind sie nicht nur als Duo aktiv,  sondern bringen auch Solo-Tracks heraus. So hat "AL" vor einigen Wochen den Song "Samstag Nacht" veröffentlicht. 



Im Vergleich zu früher haben sich die Quakenbrücker musikalisch weiterentwickelt, berichten sie. "Unsere Musik ist deutlich professioneller geworden", sagt Dennis Ruppert. Dabei hilft auch, dass die Quakenbrücker einige wertvolle Kontakte knüpfen konnten. So haben sie mittlerweile verschiedene Beatproduzenten als Bekannte, auf die sie für ihre Lieder zurückgreifen können. 

Wir wollen anders sein und nicht mit dem Strom schwimmen.Musiker "Dios"


Doch was zeichnet die Musik der beiden aus? "Wir wollen anders sein und nicht mit dem Strom schwimmen", sagt "Dios", der derzeit in Hannover eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert. Beide Musiker haben kasachische Wurzeln, die sich auch in ihrer Musik niederschlagen sollen. Dort sei es populär, Rap-Musik mit Einflüssen von House zu verbinden – eine Mischung, die in Deutschland bislang noch nicht so weit verbreitet sei, so Albert Höhler. "Unser Musik ist sehr elektronisch angehaucht", sagt er.  

Unterschiedliche Stile

Die Stile der beiden Quakenbrücker unterscheiden sich jedoch ein wenig voneinander. Während Albert Höhler eher auf eingängige Beats Wert legt, möchte Dennis Ruppert eher mit tiefgründigen Texten glänzen. "Meine Texte sollen etwas in dem Hörer wecken. Sie sollen praktisch einen Film vor ihren Augen sehen, wenn sie meine Musik hören", sagt der 21-Jährige. Um ein guter Künstler zu sein, müsse man viel erlebt und einiges durchgemacht haben, betont er. Das habe er auch. "Ich habe viele Erfahrungen gemacht – auch negative. Ich habe zum Beispiel erlebt, wie Freunde zu Feinden wurden", betont er. 



Dass die beiden Musiker durchaus unterschiedliche Stile und Geschmäcker haben, sei aber nicht schlimm. "Dadurch ergänzen wir uns sehr gut", sagt Albert Höhler. Mit ihren Songs hätten sie bislang schon eine gewisse Resonanz erzielt, mit der sich die beiden zufrieden zeigen. "Es gibt sogar Leute aus der Schweiz, die uns schreiben, dass sie unsere Musik toll finden", so der 18-Jährige. Zudem hätten einige weitere Künstler nach Kooperationen mit den Quakenbrückern gefragt.

Und was sind ihre Ziele für die Zukunft? "Wir wollen uns so festigen, dass wir von der Musik leben können", sagt "Dios". In einigen Wochen soll zunächst das erste Album der "Amigo Gang" erscheinen. Acht eigene Lieder sollen darauf enthalten sein. Zudem träumen sie davon, einen Plattenvertrag zu bekommen oder ein eigenes Musiklabel zu gründen. 


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