Interview mit Vorstand MIT Artland plant offenen Wirtschaftsstammtisch

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Standen Rede und Antwort: Dietrich Keck und Stefan Kathmann-Löwenau (von links), Vorstandsmitglieder der Mittelstandsvereinigung Artland. Foto: Christian GeersStanden Rede und Antwort: Dietrich Keck und Stefan Kathmann-Löwenau (von links), Vorstandsmitglieder der Mittelstandsvereinigung Artland. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Die Mittelstandsvereinigung (MIT) Artland plant mit dem offenen Wirtschaftsstammtisch eine neue Veranstaltungsreihe. Drei- bis viermal im Jahr möchte die MIT einen Abend lang ein Thema vertiefend behandeln. Los geht es am Montag, 3. September, um 19 Uhr in der Kantine in Quakenbrück in Sichtweite der Bahnbrache. Dazu ein Gespräch mit Dietrich Keck und Stefan Kathmann-Löwenau.

Das Interview im Wortlaut:

Herr Keck, wen wollen Sie mit dem offenen Wirtschaftsstammtisch ansprechen?

Die Mitglieder der Mittelstandsvereinigung Artland, aber auch diejenigen, die an wirtschaftspolitischen Fragen interessiert sind. Wir wollen das bewusst nicht auf die Mitglieder der MIT Artland begrenzen. Es gibt viele Themen in der Stadt Quakenbrück und der Samtgemeinde Artland, die bei verschiedenen Gelegenheiten diskutiert werden, bei denen aber Fragen offenbleiben. Der Stammtisch ist dazu gedacht, dass ein Themenkomplex detailliert vorgestellt wird und Nachfragen möglich sind.

Die MIT Artland trifft sich einmal im Jahr mit der Verwaltungsspitze der Samtgemeinde Artland, dann steht Ihnen Bürgermeister Claus Peter Poppe Rede und Antwort. Reicht das nicht?

Nein. Gleich vorweg: Der regelmäßige Austausch mit dem Samtgemeindebürgermeister über alles das, was die Kommunen bewegt, ist sehr gut und sehr wichtig. Das ist ein Überblick über anstehende Herausforderungen. Allerdings wird in diesem Gespräch eine Vielzahl von Themen angesprochen. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten, außerdem ist nicht immer Gelegenheit, gleich nachzuhaken und Angesprochenes zu vertiefen.

Auftaktveranstaltung beschäftigt sich mit Bahnbrache

Ein Stammtisch kann das also eher leisten?

Wir meinen ja. Das Konzept unseres offenen Wirtschaftsstammtisches sieht vor, dass wir uns einen Abend lang einem Thema widmen. Unsere Auftaktveranstaltung dreht sich am Montag, 3. September, um die Bahnbrache in Quakenbrück. Das ist ein aus Sicht der Stadt hochaktuelles Thema. Hier werden gerade wichtige Weichen gestellt, da sollte jeder Einwohner die Möglichkeit haben, von Anfang an dabei zu sein. Jeder, dem die Entwicklung dieser Fläche wichtig ist und der Fragen hat oder Anregungen loswerden möchte, ist ein gern gesehener Gast. Nehmen Sie junge Familien, die sich beispielsweise informieren möchten, welche Art von Wohnungen dort entstehen oder wie es mit der Kita-Betreuung aussieht. Es geht nicht nur um die Gestaltung der Bahnbrache, auch um den Fußgängertunnel und die Verbindung zwischen Alt- und Neustadt. Den aktuellen Stand soll uns Frank Wuller, Erster Samtgemeinderat und Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, erläutern.

Mal nebenbei: Wer Stammtisch hört, denkt sicher an einen Austausch Gleichgesinnter über Themen aus Politik, Wirtschaft und Technik, der durchaus kontrovers sein kann. Stammtischniveau ist aber auch ein Schimpfwort...

Das Niveau einer Unterhaltung dabei nicht in die sprichwörtlichen Niederungen des traditionellen Stammtisches sinken zu lassen ist unsere Verpflichtung gegenüber unseren Teilnehmern.

Herr Kathmann-Löwenau, wie oft soll es den offenen Wirtschaftsstammtisch geben?

Wir glauben, dass es pro Jahr drei bis vier Themen gibt, die ausführlich diskutiert werden können. Es kann auch mal einen Stammtisch mehr geben, wenn es ein ganz aktuelles, vielleicht hochbrisantes Thema gibt. Wichtig ist, dass der Stammtisch seinen Reiz behält und in allen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Artland zu einem Ort des Austausches wird.

Mittelstandsvereinigung will in allen Gemeinden Präsenz zeigen

Das heißt?

Wir haben uns vorgenommen, in allen Gemeinden Präsenz zu zeigen. Wir richten uns da auch nach unseren Mitgliedern, die das Ohr sehr nah am Geschehen haben. Es gibt in Quakenbrück wie auch in Badbergen, Menslage und Nortrup viele Themen, die diskutiert gehören. Und, wie gesagt, Fragen stellen können und Antworten bekommen sollen nicht nur die MIT-Mitglieder, sondern jeder Interessierte. Nach meiner Auffassung ist der Stammtisch auch ein guter Ort, um Ideen zu sammeln, sich zwanglos austauschen und intensiv zu diskutieren, um das Besprochene möglicherweise der Politik vorzutragen.

Ein Stammtisch hat auch etwas mit Netzwerken zu tun?

Ja, auf jeden Fall. Uns geht es darum, dass wir uns auf allen Ebenen austauschen, Probleme und Herausforderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und Interessen wecken. So entsteht für alle Beteiligten eine typische Win-win-Situation.

Herr Keck, wer organisiert den Stammtisch, wer legt das Thema fest?

Das Thema des offenen Wirtschaftsstammtisches wird im MIT-Vorstand abgestimmt. Ein junges Team, dem Stefan Kathmann-Löwenau, Ludger Greten und Kirsten Germann angehören, übernimmt die Organisation. Dann werden Gesprächspartner, Ort und Ablauf der Veranstaltung festgelegt.


Zur Person

Dietrich Keck (72) ist Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung (MIT) Artland und der MIT im Landkreis Osnabrück. Der Verband im Artland zählt nach eigenen Angaben 57 Mitglieder, der im Osnabrücker Land 352 Mitglieder. Stefan Kathmann-Löwenau (39), Inhaber der Firma Kathmann Infotec in Quakenbrück, ist als Vorstandsmitglied der MIT Artland für den Bereich Wirtschaft zuständig und Leiter der Gruppe Offener Wirtschaftsstammtisch. cg

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