Brache stellt Berufe vor Metall- und Elektronindustrie wirbt bei Quakenbrücker Oberschülern

Von Bernard Middendorf

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Pädagoge Michael Bretthauer verstand es, die Jugendlichen der Oberschule Artland für Technik zu begeistern. Foto: Bernard MiddendorfPädagoge Michael Bretthauer verstand es, die Jugendlichen der Oberschule Artland für Technik zu begeistern. Foto: Bernard Middendorf

Quakenbrück. Tagelang stand der Infotruck der Metall- und Elektroindustrie (ME) Niedersachsen an der Oberschule Artland und erregte prompt Aufsehen. Nicht nur bei Schülern: Das tonnenschwere Gefährt fiel durch ein Design, das man nur stylish nennen kann, sofort ins Auge. „Deine Chance – Berufsinformation XXL“ – das war die Botschaft, die zum Blickfang werden sollte.

„Coole Technik trifft junge Leute“ steht in großen Lettern auf dem ME-Flyer. Wenn die nur genauso cool reagieren würden: Diverse Betriebe der Metall- und Elektroindustrie suchen – wie andere Branchen – händeringend qualifizierte Auszubildende, verrät Diplom-Pädagoge Michael Bretthauer vor seinem fesselnden Anschauungsunterricht.

Infotruck soll Begeisterung wecken bei Schülern

Die Schulleitung der Oberschule Artland fordert den Infotruck an, um Interessenten an Jobs im Bereich der Metall- und Elektroindustrie heranzuführen. Konrektor Karsten Krüger, Fachlehrerin Nancy Renze und Sozialarbeiter Jürgen Banko kennen die Probleme. „Es ist nicht leicht, Begeisterung für handwerkliche oder technische Berufe zu wecken.“ Es gebe aber immer Schüler, die durch einen Unterrichtsbesuch in dem rollenden Gefährt ihre einschlägige Begabung entdeckten.

Experimentierstationen auf zwei Etagen

Der ME-Info-Truck informiere erlebnisorientiert über Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie, so Niedersachsen-Metall. An Experimentierstationen erlebten Jugendliche praxisnah die „Faszination Technik“. Auf zwei Etagen ist Platz genug für ganze Schulklassen. An diesem Vormittag ist es der 9. Jahrgang, der auf Entdeckungsreise geht. „Eigentlich hätte die Klasse jetzt Mathe“, sagt Lehrkraft Nicole Gescher; spannender sei natürlich die Stunde in dem Truck.

Quakenbrücker Schüler „besser geerdet“

Kein Wunder: Ein realitätsnahes Mini-Modell eines Aufzuges, eine computergesteuerte CNC-Fräse und als Clou die Möglichkeit, virtuell am Produktionsprozess eines Autos mitzumachen – klar, dass einige sich nur schwer losreißen können von der mit Touch-Sreens ausgestatteten „Fabrik“. „In Quakenbrück sind die Schüler besser geerdet als in den Großstädten, wo viele sich mit Zielen wie Fachabitur oder Studium überschätzen“, hat Michael Bretthauer festgestellt. Wie zur Bestätigung setzen die Fragen der „Neunten“ zu technischen Ausbildungsberufen ein.


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