Konstituierende Sitzung Erstes Artländer Jugendparlament nimmt Arbeit auf

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Im Amt: Die Mitglieder des ersten Jugendparlaments der Samtgemeinde Artland haben sich zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Zum Vorsitzenden wählten sie Leonardo Montesdeoca-Müller (vorne, Dritter von links); mit dabei (hintere Reihe, von links): Frank Wuller, Erster Samtgemeinderat, Fachbereichsleiter Stefan Fröhlich und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Foto: Christian GeersIm Amt: Die Mitglieder des ersten Jugendparlaments der Samtgemeinde Artland haben sich zu ihrer ersten Sitzung getroffen. Zum Vorsitzenden wählten sie Leonardo Montesdeoca-Müller (vorne, Dritter von links); mit dabei (hintere Reihe, von links): Frank Wuller, Erster Samtgemeinderat, Fachbereichsleiter Stefan Fröhlich und Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe. Foto: Christian Geers

Quakenbrück. Premiere im Sitzungssaal: Im Rathaus der Stadt Quakenbrück ist das erste Jugendparlament der Samtgemeinde Artland zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Für die Wahl des fünfköpfigen Vorstandes waren zehn Abstimmungen erforderlich.

Gut ein Jahr nach der ersten Diskussion über die Gründung einer Jugendvertretung besitzt die Samtgemeinde Artland ein Jugendparlament. 15 Jugendliche waren Anfang Juni in das Gremium gewählt worden, am Dienstagnachmittag absolvierten sie ihre erste Sitzung.

Bürgermeister lotst Jugendliche durch Tagesordnung

Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe beglückwünschte 13 erschienene Mitglieder zu ihrer Wahl und wünschte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dann lotste der Verwaltungschef die Jugendparlamentarier routiniert durch die Tagesordnung der Sitzung, die einige Formalien vorsah.

Wichtiges Tagesordnung: Wahl des Vorstandes

Dazu gehörten die wie auch für Gemeinderäte vorgesehene förmliche Verpflichtung der Jupa-Mitglieder und die Pflichtenbelehrung. Das heißt im Klartext: Das Mandat ist überparteilich und nach bestem Wissen und Gewissen auszuüben, Amtsverschwiegenheit und Mitwirkungsverbot sind zu beachten. Das mussten die Mitglieder schriftlich bestätigen, bevor Poppe zum wichtigsten Tagesordnungspunkt überleitete: die Wahl eines Vorstandes.

Fünf Vorstandsämter zu vergeben

Fünf Positionen galt es zu besetzen, und dass schließlich insgesamt zehn Wahlgänge und entsprechend viele Stimmzettel erforderlich waren, lag daran, dass es für jedes Amt mehrere Bewerber gab und weil nicht auf Anhieb die absolute Mehrheit von sieben Stimmen erreicht worden war oder es Stimmengleichheit gegeben hatte. „Das ist ja spannender als im Samtgemeinderat“, schmunzelte Poppe und freute sich über „diesen urdemokratischen Akt“. Anders als bei der Konstituierung kommunaler Gremien habe es im Jugendparlament keine vorher getroffenen Absprachen über die Ämterverteilung gegeben.

Halbstündiger Abstimmungsmarathon

Das Ergebnis des halbstündigen Abstimmungsmarathons: Vorsitzender des ersten Jugendparlaments der Samtgemeinde Artland ist Leonardo Montesdeoca-Müller, der sich in der Stichwahl gegen Ole Kamphaus durchsetzte. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Jugendparlament im dritten Wahlgang Finja Oldenhage, das Amt des Geschäftsführers übernimmt nach dem Willen der Anwesenden Ole Kamphaus. Kassenwart ist Tom Weber, Schriftführerin Charlotte Peters.

Jupa verfügt über 2000 Euro als Budger

Durch die weitere Sitzung führte Leonardo Montesdeoca-Müller, der am Kopfende des Ratstisches Platz genommen hatte. Keine Einwände hatte das JuPa bei der Auswahl von Logo und Bezeichnung. Es bleibt bei der Bezeichnung Jugendparlament Artland und dem bereits entwickelten Logo mit dem Artlanddrachen. Einen Entwurf der Geschäftsordnung – sozusagen die Spielregeln für den Ablauf jeder Sitzung – hatte die Samtgemeindeverwaltung vorgelegt. Auch hier gab es keinen Änderungsbedarf, das Votum war ebenfalls einstimmig.

Gremium will Förderrichtlinie verabschieden

In der nächsten Sitzung will das Jugendparlament über die Förderrichtlinie beraten. In ausformulierten Paragrafen wollen dessen Mitglieder Grundsätze festlegen, nach denen das Jupa Projekte unterstützt. Geklärt werden soll, wer Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen und wie hoch ein Zuschuss ausfallen kann. Das Jupa verfügt über ein Budget von 2000 Euro, das hatte der Samtgemeinderat im Dezember 2018 beschlossen. Samtgemeindebürgermeister Poppe wies darauf hin, dass mit den gewährten Zuschüssen aus diesem Budget Projekte von Antragstellern nie in voller Höhe finanziert würden, sondern das Jupa einen Anteil an der Gesamtfinanzierung übernehme. „Das Geld ist als Unterstützung und als Anstoß gedacht“, erläuterte er.

Jugendparlament bis 2020 gewählt

Nach fast eineinhalb Stunden war die Premiere im Quakenbrücker Rathaus zu Ende. Das erste Jugendparlament hat seine Arbeit aufgenommen und ist bis 2020 im Amt.


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