Fachausschuss dafür Hansebund: Quakenbrück soll für Geschäftsführung zahlen

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Die Stadt Quakenbrück soll sich an den Kosten für die hauptamtliche Geschäftsführung des internationalen Städtebundes „Die Hanse“ beteiligen. Das hat der Tourismus-Ausschuss der Stadt dem Stadtrat empfohlen. Foto: Christian Geers/ArchivDie Stadt Quakenbrück soll sich an den Kosten für die hauptamtliche Geschäftsführung des internationalen Städtebundes „Die Hanse“ beteiligen. Das hat der Tourismus-Ausschuss der Stadt dem Stadtrat empfohlen. Foto: Christian Geers/Archiv

Quakenbrück. Der Internationale Städtebund „Die Hanse“ möchte zur Koordinierung seiner Arbeit einen hauptamtlichen Geschäftsführer einstellen. Die Kosten würden von allen Mitgliedsstädten getragen. Für die Stadt Quakenbrück bedeutete dies einen Mindestbeitrag von 150 Euro pro Jahr – ein überschaubarer Beitrag und gut investiertes Geld, das der Werbung der Stadt zugutekommt, wie der Fachausschuss meint. Er empfahl dem Stadtrat, diesem Vorhaben zuzustimmen.

Seit Gründung des internationalen Hansebundes im Jahr 1980 hatte stets die Verwaltung der Hansestadt Lübeck die Organisation übernommen. Damals hatten sich im niederländischen Zwolle 42 Mitgliedsstädte zusammengefunden, „heute sind es 190 Mitgliedsstädte in 16 Ländern“, berichtete Fachbereichsleiter Stefan Fröhlich. Nach 38 Jahren solle es – auch wegen der Größe des weltweit größten Städtebundes – eine neue Organisationsstruktur geben. „Das ist im Ehrenamt nicht mehr zu leisten“, erläuterte er. Deshalb werde ein hauptamtlicher Geschäftsführer für den Zusammenschluss gesucht.

Hanse rechnet pro Jahr mit Kosten von 115.000 Euro

Für Personal- und Sachkosten solle pro Jahr eine Summe von 115.000 Euro bereitgestellt werden, die auf alle Städte umgelegt werde, so Fröhlich. Die Hanse habe sich auf einen Betrag von 0,0085 Euro pro Einwohner je Hansestadt geeinigt, mindestens seien 150 Euro zu zahlen, höchstens 2000 Euro. Für Quakenbrück mit knapp 14.000 Einwohnern gelte damit der Mindestbeitrag. Fröhlich berichtete, dass der internationale Hansebund gut sei für die Eigenwerbung der Stadt und den Tourismus. Seine Erfahrung: „Wir werden als Hansestadt wahrgenommen“, außerdem böten die Hansetage die Gelegenheit, sich auf internationaler Bühne zu präsentieren, wie zuletzt bei den Hansetagen in Rostock. „Außerdem ist die Hanse in Europa gut vernetzt“, auch das komme den Städten zugute.

Für Quakenbrück gilt Mindestbeitrag von 150 Euro

Das sahen die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Finanzen und Städtepartnerschaften genauso. „Der Betrag ist überschaubar“, sagte CDU-Ratsherr Hubert Schwertmann. Institutionen wie der Hansebund seien wichtig, den europäischen Gedanken zu festigen – „gerade in einer Zeit in einem Europa, das nationaler zu werden droht“.

Stadtrat entscheidet in nächster Sitzung

Das letzte Wort hat nun der Quakenbrücker Stadtrat, der am Montag, 24. September, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt.


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