Organisatoren mit Besuch zufrieden Dritter Bauernmarkt in Menslage endlich ohne Regen

Von Bjoern Thienenkamp

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Menslage. Speisen und Getränke, Gesang und Tanz, Handwerk und Kunst, Landmaschinen und Oldtimer. Auch mit dem dritten Bauernmarkt ist dem Team um Rainer Wilbers wieder eine bunte Mischung gelungen, an der sich die Besucher am Sonntag auf dem Schützenplatz im Menslager Ortsteil Hahlen erfreuen konnten.

Reichlich breit sind die Gänge zwischen den Reihen der vielfältigen Stände, ermöglichen staufreies Bummeln, der Schützenplatz ist eben ganz schön groß. Einerseits lädt das oftmals farbenfrohe Angebot zum näheren Hinsehen, andererseits lockt die Musik im hinteren Teil. Sechs Damen tanzen hier irgendwie orientalisch, in Kostümen, als seien sie gerade einem Märchen entsprungen.

Orientalische Tänze

„Das ist Tribal Fantasy, eine Erfindung von mir, das gibt es sonst nicht“, erklärt Samea über die Gruppe Solas à Ghealach. „Das ist eine Zwischenform von orientalischem und mittelalterlichem Tanz, Fantasy und Schamane, zwischendurch rufe ich noch Odin an“, schildert die Anführerin der sechs Damen, die zusammen mindestens viereinhalb Tausend Jahre alt seien. „Durch unseren Tanz erzählen wir eine Geschichte“, sagt Petra Bodemann, wie sie richtig heißt. „Wir kommen aus der näheren Umgebung und trainieren schon seit vielen Jahren beim Quitt Ankum“, verrät sie.

Maritime Stimmung mit dem Shantychor

Dann übernimmt der Artländer Shantychor Die Hasejungs, singt etwa „Das geht nur auf der Reeperbahn bei Nacht“, während gegenüber zahlreiche Getränke über die aus Strohballen bestehende Theke gehen. „Das schwarze ist Porter-Bier, etwas Besonderes, wie Altbier, nur süßlich, einzigartig, das hat sonst keiner“, begeistert sich Rainer Wilbers. „68 Stände habe ich heute Morgen hier auf dem Platz des Schützenvereins Hahlen gezählt“, freut sich der Chef des sechsköpfigen Planungsteams. „Das ist das erste Jahr mit Bombenwetter“, denkt er ungern an den Regen in den beiden Vorjahren zurück.

Ohne ehrenamtliche Helfer läuft nichts

„Wir haben durch die Bank weg eigentlich alles hier, da ist für jeden etwas dabei, vom Schmuck bis zur Hüpfburg, von Biobrot und Marmeladen bis zum Korbflechten“, nennt Wilbers einige Beispiel. „Die Erbsensuppe, die hier vor Ort vom Technischen Hilfswerk (THW) Quakenbrück auch gekocht wurde, hat sehr gut geschmeckt“, weiß der 43-Jährige aus eigener Erfahrung. „Seit 9.30 Uhr haben wir an die 4000 Besucher, der Hauptschwung kam zwischen 15 und 16 Uhr, das konnten wir im Café gut merken“, zieht er ein erstes Fazit. „Ohne die etwa 70 ehrenamtlichen Helfer würde das hier nicht laufen“, dankt er für diese Unterstützung.

Stände locken mit Selbstgemachtem und Selbstgebasteltem

Gisela Landwehr und Cäcilia Sander schauen sich derweil das Angebot von Heide Droste an. Sowohl die beiden Quakenbrücker Besucherinnen als auch die Verkäuferin aus Borg sind erstmals hier. „Selbstgebackenen Kuchen essen“, ist Sanders Vorliebe. „Und gucken, was los ist“, nennt Landwehr ihren Schwerpunkt. „Ich habe schon eine Metallkugel für den Garten bestellt“, fügt sie an. „Strickwaren und Puppenbekleidung, von meiner Schwester und mir genäht und gestrickt“, fasst Droste ihr Angebot zusammen. „Gelbe Zucchini mit Ananas oder aus Rosenblüten“, preist Hildegard Langenhorst an, gemäß Beschilderung Marmelade mit ungespritzten Früchten aus eigenem Garten. Die neugierigen Gäste probieren sichtlich gerne. „Ich biete auch noch Eierwärmer und Flaschenhauben an; Tüddelkram halt“, resümiert sie. „Und das ist, wenn man mal einen Zehner oder Zwanziger verschenken möchte“, sagt sie über einen Tennisball, dem man den Geldschein quasi in den Mund stecken kann. „Fensterbilder und Tischdeko aus Papier“, bietet gleich nebenan Gisela Uhlhorn an.


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