Festival „Rock für Tibet“ 2018 Quakenbrücker feiern zum siebten Mal für den guten Zweck

Von Lena Kolde

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Quakenbrück. Am Freitag, 24. August, wird zum siebten Mal das Festival „Rock für Tibet“ auf der Freifläche hinter dem Bahnhofsgebäude veranstaltet. Vom Erlös profitieren Hilfsprojekte in Tibet, im Hochland Zentralasiens.

Zugunsten eines Waisenhauses soll hier eine Molkerei zur Verpflegung und Erwirtschaftung von Einnahmen errichtet werden, sodass sich die Tibeter damit selbst etwas aufbauen können. 2017 kamen durch das Charity-Event rund 13.500 Euro für die Hilfsprojekte zusammen. Damit auch in diesem Jahr genügend für die gute Sache gesammelt wird, konnten die Organisatoren wieder vielversprechende Künstler nach Quakenbrück holen.

Auftakt mit dem Chorforum Quakenbrück und Sängerin Sophia

So beginnt am Freitag um 19 Uhr das Quakenbrücker Chorforum. Die Sänger stimmen mit einem Hörerlebnis der besonderen Art auf den Abend ein. Dies wird auch der nächsten Sängerin gelingen. Die Singer-Songwriterin Sophia ist schon mit vier Jahren freiwillig angefangen Geige zu spielen. Seither ist sie der Liebe zur Musik treu geblieben, sodass sie mittlerweile Popgesang in Osnabrück studiert. Ihre selbstgeschriebenen Lieder, die sie als „getunten Singersongwriter-Pop“ beschreibt, drücken persönliche Themen aus und berühren somit ihr Publikum, das Sophia gerne einbezieht: „Ich erzähle auch mal was Lustiges zwischendurch, damit die Stimmung bei den traurigen Songs nicht absackt“, so die Sängerin, die mittlerweile aber auch etwas rockigere Musik gemeinsam mit ihrer Band spielt.

Wipsteert singt auf Plattdeutsch

Rockig geht es mit Wippsteert weiter. Mithilfe von Banjo, Mandoline, Trompete oder auch mal der Akustik- statt der E-Gitarre bekommen viele Songs der Rockband einen Folk-Anstrich. „Wir sind musikalisch sehr vielseitig, weil wir uns selber keine Grenzen setzen“, erzählt David Hausfeld, Bassist von Wippsteert. Das Besondere: Die Texte werden auf Plattdeutsch gesungen. Die Idee sei entstanden, da Bandmitglied Bruni immer schon gerne Geschichten auf Platt erzähle und dies einen riesen Unterhaltungsfaktor habe. Somit berichten die Texte von durchzechten Nächten, Gesprächen mit Bäumen oder Tischen, von Taugenichtsen und Zusammenhalt. „Wir haben wahrscheinlich den einzigen plattdeutschen Song über Handystrahlen geschrieben“, vermutet David Hausfeld. Somit dürfen sich die Quakenbrücker auf einen ehrlichen und bodenständigen Auftritt, mit vielen „Dönkes“ und Anekdoten freuen.

Zum Abschluss kommt Jail Job Eve

Wie in den vergangenen Jahren sorgt DJ Schuby zwischendurch für ausreichend Abwechslung auf der Tanzfläche. Den Abschluss des Abendprogramms übernimmt schließlich Jail Job Eve. Die fünf Mitglieder der Rockband spielen schon seit sechs Jahren gemeinsam. Zunächst schrieben sie ihre Songs als Ausgleich zur komplizierten Jazz Harmonielehre im gemeinsamen Studium am Institut für Musik in Osnabrück. „Das ist bis heute unser Grundgedanke geblieben: Bloß nicht zu viel nachdenken, sondern Spaß haben“, bringt es Sängerin Victoria Semel auf den Punkt. Und das schaffen die Musiker mit ihrem bluesgetränkten Rock, bei dem sich Gitarrist und Keyboarder über die Musik hinweg schon einmal in Lautsprache anschreien. „Wie die meisten Künstler haben wir den Wunsch, mit unserer Musik etwas zum Guten zu verändern“, so Semel, die mit diesem Grundgedanken gemeinsam mit den anderen Musikern auf der Veranstaltung „Rock für Tibet“ genau richtig ist.

Wer den guten Zweck unterstützen möchte, bekommt an der Abendkasse Karten zum Preis von zehn Euro oder kann sich auf www.rock-fuer-tibet.de über weitere Hilfsmöglichkeiten informieren.


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