Trockenheit noch kein Problem Neue Geschäftsführer beim Artländer Renntag am Werk

Von Alexandra Lüders

Die neuen Geschäftsführer des Artländer Rennvereins Jens Lampe (links) und Michael Renze haben ihr Amt engagiert in Angriff genommen. Foto: Gerd KarrenbrockDie neuen Geschäftsführer des Artländer Rennvereins Jens Lampe (links) und Michael Renze haben ihr Amt engagiert in Angriff genommen. Foto: Gerd Karrenbrock

Quakenbrück. Sie begegnen sich täglich zwischen Dinklage und Quakenbrück auf dem Weg zur Arbeit – in entgegengesetzter Richtung: Die beiden neuen Geschäftsführer des Artländer Rennvereins von 1902 Jens Lampe (45) und Michael Renze (44).

Seit Jahren haben sie sich in ihr Amt eingearbeitet und schon verschiedene Aufgaben von ihrem Vorgänger Hermann zur Lage übernommen. Erstmalig tragen sie für den Renntag am 2. September die alleinige Verantwortung. Hierbei werden der Steuerberater/Wirtschaftsprüfer (Lampe) und der Vermögensmanager (Renze) von einem erfahrenen Team sowie Gerd Karrenbrock und Hermann zur Lage unterstützt.

„Relativ viel unterwegs“

Seit einigen Wochen nimmt ein geballtes Aufgabenspektrum Renze und Lampe sehr in Anspruch. „Wir sind relativ viel unterwegs, um unsere Checkliste abzuarbeiten. Neben dem Job und der Familie ist der Artländer Renntag schon eine Herausforderung für uns“, gestehen die beiden Geschäftsführer. Neben der Planung und Abwicklung des Renntages müssen sie auch den Platzzustand im Blick haben: „Noch ist die Trockenheit kein Problem für den Hasepark. Die Hecken und das Gras auf der Bahn sind grüner als der Bereich drum herum. Der See wird über das Hasewasser gespeist. Auch die große Hitze ist für die Rennpferde kein Problem. Sie müssen entsprechend gut versorgt werden und einen angepassten Hufbeschlag erhalten“, weiß Jens Lampe aus Erfahrung. Er hat den rennsportlichen Part der Geschäftsführung übernommen und besucht im Vorfeld des Quakenbrücker Events weitere Rennen im ländlichen Raum. Dort betreibt er Kontaktpflege zu Aktiven und zum Totalisator-Team.

Ansprechpartner

Michael Renze ist für die Mitgliederverwaltung und Werbung zuständig. Am Renntag selbst fungiert er als Ansprechpartner für die Rennleitung und Totobetreiber. Er hat schon bei vergangenen Renntagen Christian Vater am Infostand abgelöst.

Auch Jens Lampe ist langsam in seine Aufgaben hineingewachsen, wie zum Beispiel die Siegerehrungen, Sponsoren- und Mitarbeiterbetreuung. „ Wir haben nur eine grobe Arbeitseinteilung. Im Grunde ist jeder von uns für alles zuständig. Das ergibt sich aus der Situation“, erklärt Renze, der dem kommenden Renntag entspannt entgegensieht. „Die über Jahre entwickelten Zahnräder greifen nach wie vor gut ineinander. Gerd, Hermann und die Mitarbeiter haben alles gut aufgebaut und greifen uns unter die Arme. Darauf können wir uns verlassen, das ist nicht selbstverständlich“, zeigen sich die neuen Geschäftsführer dankbar für das gute Miteinander.

Balkon vor dem VIP-Zelt

Sie hoffen auf einen Renntag ohne Zwischenfälle, gutes Wetter, viele Zuschauer und gute Stimmung. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den großen Artländer Renntag für zukünftige Generationen zu erhalten und weiterzuentwickeln. Dafür verfolgen sie eine spezielle Strategie: Neue Sponsoren gewinnen und alte erhalten, die Infrastruktur für den Renntag verbessern sowie den Komfort durch eine Großleinwand und einen Balkon vor dem VIP-Zelt erhöhen.

Michael Renze war übrigens vor zehn Jahren der Erste, der sich über die die Homepage des Rennvereins als Mitglied angemeldet hat: „Mich faszinierte die Veranstaltung von Anfang an, und ich wollte den Verein mit 30 Euro im Jahr unterstützen. Über meinen Job bin ich schnell in die Mitgliederverwaltung hineingewachsen.“

Aufgaben übernommen

Auch Jens Lampe und seine Frau beschlossen 2010, sich beim Rennverein zu engagieren. „Christines Familie ist seit Generationen im Rennsport verankert. Da haben wir bei Hermann zur Lage angerufen und von Anfang an Aufgaben im Verein übernommen“, bekennt auch Jens Lampe Leidenschaft für die Sache.


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