Vortrag am 14. August Quakenbrückerin spricht über jüdische Vergangenheit

Von Heiko Bockstiegel

Einblicke in die Verbindungen der Familie Philipp Reinsberg (Bild) zur Stadt Quakenbrück zwischen 1946 bis 1951 gibt Heimatvereins-Vorsitzende Renate Rengermann bei der Generalversammlung des Heimatvereins Quakenbrück. Foto: Archiv StadtmuseumEinblicke in die Verbindungen der Familie Philipp Reinsberg (Bild) zur Stadt Quakenbrück zwischen 1946 bis 1951 gibt Heimatvereins-Vorsitzende Renate Rengermann bei der Generalversammlung des Heimatvereins Quakenbrück. Foto: Archiv Stadtmuseum

Quakenbrück. In der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Quakenbrück am Dienstag, 14. August, spricht Vorsitzende Renate Rengermann in ihrem Vortrag über „Not in Quakenbrück nach dem Zweiten Weltkrieg – Briefe aus den Jahren 1946 bis 1951“. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Franziskushaus.

Renate Rengermann knüpft in ihrem Vortrag an ihr Buch „Sag mir wo die Juden sind“ an. So emigrierte die Familie Reinsberg in den 1930er-Jahren nach Chicago. Ein Briefkontakt zwischen Else Stern, der Stieftochter von Max Reinsberg, und Henny Bentlage gibt Einblick in die Verhältnisse von Quakenbrück und Chicago im Zeitraum von 1946 und 1951: „Für mich haben die Briefe auch neue Erkenntnisse zu meinen Forschungen über die Juden in Quakenbrück gebracht“, so Rengermann. Hedwig Kohlberg konnte in der Schweiz Kontakte zu reichen Juden in Chicago herstellen und ihre finanzielle Situation verbessern. Else Stern war 1934 mit ihrer Halbschwester Irma Reinsberg nach Holland gegangen.

Mitgliederversammlung am 14. August 2018

Bereits vorher stehen in der Mitgliederversammlung des Heimatvereins unter anderem die Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Fortschritt und Bewahrung des Heimatgedankens in ausgeglichenem, doch durchaus kritischem Miteinander, das sind die Herausforderungen, die für den im vergangenen Jahr neu konstituierten Heimatverein Quakenbrück in die Zukunft weisen und neue Forschungsfelder eröffnen. Bei der Generalversammlung, zu der neben den Mitgliedern auch interessierte Nichtmitglieder eingeladen sind, gilt es nun, ein Resümee über die bisherigen Aktivitäten zu ziehen.


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