Kreativität kennt keine Grenzen Badbergenerin lässt Gartenträume wahr werden

Von Miriam Heidemann

Im eigenen Garten findet Marianne Schmidt immer wieder Anregungen. Foto: Miriam HeidemannIm eigenen Garten findet Marianne Schmidt immer wieder Anregungen. Foto: Miriam Heidemann

mihe Badbergen. Wer Marianne Schmidt, Blumenfreundin und schöpferischer Geist in Personalunion, in ihrem „Näh-Kästchens“ besucht, entdeckt die unterschiedlichsten Kreationen, darunter Handarbeiten und Deko-Ideen für Wohnung und Garten.

„Ich habe immer so viele Ideen, was man aus alten Gegenständen machen kann, und dann setze ich es um“, erzählt Marianne Schmidt, die im Badbergener Ortsteil Langen zuhause ist. Den einen Tag binde sie ununterbrochen Kränze und Blumensträuße, den nächsten verbringe sie dann vielleicht damit, aus alten Weckgläsern moderne Wohn-Deko zu kreieren.

„Ich habe ein Faible für alte Dinge, wie man sie umgestalten und anders nutzen kann“, sagt sie. Schmidt hat ein Auge für die richtige Kombination – sei es in Sachen Blumenarrangements oder in der Aufarbeitung alter Objekte. „Mir macht es einfach Spaß, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen“, sagt sie. Schon als Jugendliche habe sie angefangen, Kleidungsstücke zu entwerfen und selber zu nähen. Auch Überwürfe oder Gardinen stellte sie her, und aus alten Leinen nähte sie Tischdecken.

Mit dem „Näh-Kästchen“ selbstständig gemacht

Das Bedürfnis, Neues zu kreieren, ließ die gelernte Bankkauffrau nicht los. 1997 schließlich machte Schmidt ihr Hobby zum Beruf und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit mit ihrem „Näh-Kästchen“. „Mit den Stoffen und Kleidungsstücken fing es an, daher der Name. Mit der Zeit kamen dann auch andere Materialien hinzu und heute stehen insbesondere die Pflanzen im Vordergrund“, so Schmidt.

Die kreative Frau hegt eine große Leidenschaft für Altes und Uriges. Ihr ländlich gelegenes Haus war einst die alte Langener Gemeindeschule. In einem Nebengebäude, zu Schulzeiten die Mädchentoiletten, eröffnete sie damals ein Ladengeschäft und noch heute finden sich in den rustikal wirkenden Räumlichkeiten allerhand Einzelstücke und Besonderheiten. „Ich will nicht, dass alles 08-15 ist. Ich brauche Unikate“, sagt Schmidt und holt einige Kleidungsstücke hervor.

Unikate aus Holz, Metall oder Naturmaterialien

Mit ein paar Handgriffen habe sie aus alten Strickjacken neue, modernere gemacht. Auch Webpelzdecken finden sich in ihrem Ladenraum, Fließ gefüttert und mit Brokatsamt, doch alles Einzelstücke. Im Vergleich zu ihrer Anfangszeit habe die Nachfrage nach den Handarbeiten abgenommen. Beliebter seien dagegen Wohnaccessoires, die alte Dinge mit neuen Trends verbinden. Auch die Pflanzen bilden mittlerweile einen entscheidenden Geschäftsbereich.

„Wenn ich irgendein Material sehe, fällt mir immer eine tolle Idee ein, damit etwas zu machen“, so Schmidt. Wichtig sei ihr jedoch, dass alles, was sie entwerfe, auch benutzbar sei. Ob Holz, Metall oder Naturmaterialien, mit allem habe sie schon gearbeitet. So findet sich etwa auch selbst gemachter Schmuck in ihrem Repertoire. Darunter sind Armbänder, Anhänger und handgehäkelte Ketten.

Verkauf auch über Wochenmärkte

Ihre größte Leidenschaft momentan sind die Pflanzen. „Kränze zu wickeln und Blumensträuße zu binden, hat mir immer schon Spaß gemacht“, so Schmidt. Seit einigen Jahren verkauft sie diese auch auf Wochenmärkten, freitags findet man ihren Stand in Quakenbrück, samstags auf dem Markt in Lingen. Derzeit mache sie viele Kränze mit Dachwurz, aber auch Rosen seien momentan beliebt. „Ich versuche immer mal wieder etwas Neues und neue Kombinationen. Wichtig ist, die richtige Zeit abzupassen, wann die Pflanzen geschnitten werden können, damit sie frisch bleiben“, erzählt die Frau mit der kreativen Ader.

Überhaupt habe sie ihr Faible für Garten und Pflanzenwelt durch die Rosen erkannt. Besonders englische Sorten haben es ihr angetan. „Charles Austin“, „Leonardo da Vinci“ oder „Parole“ sind nur einige der Sorten, die in ihrem heimischen Garten blühen. Bei der Gartenbepflanzung sei auf die richtige Verbindungsschiene zu achten. So passe zu Rosen gut die Verbindung mit Kräuterpflanzen, weiß Schmidt durch ihre langjährige Erfahrung. Wermut etwa halte Ameisen fern, aber auch Lavendel sei gut geeignet, da der Duft Insekten vertreibe.

Tipps und Tricks zur Pflanzenpflege

Über die Jahre hat Schmidt sich viel Wissen über die Pflanzenwelt angeeignet und natürlich vieles selbst ausprobiert. So hat sie für ihre Kunden häufig Tipps und Tricks zur Pflanzenpflege parat. „Das, was ich verkaufe, habe ich garantiert auch in meinem Garten ausprobiert“, sagt Schmidt. Daher könnten Interessierte bei Fragen immer gerne auf sie zukommen. Neben den Wochenmärkten ist Marianne Schmidt hin und wieder auf besonderen Veranstaltungen mit ihrem Stand vertreten.

Nähere Informationen unter Telelefon 05433/424 oder per E-Mail unter Naeh-Kaestchen@gmx.de.


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