Auch die Töchter fahren Kutsche Manfred Heimbrock startet beim Quakenbrücker Renntag

Von Alexandra Lüders


Quakenbrück. Seine Liebe zu den Pferden und die Leidenschaft zum Kutschefahren wurden Manfred Heimbrock (57) schon in die Wiege gelegt. Am 2. September ist er wieder beim Kutschenkorso des Quakenbrücker Renntages dabei.

Mit 17 Jahren trat Manfred Heimbrock in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters, dessen Hobby er zudem an seine eigenen Töchter Eva (18) und Nele (16) weitergegeben hat. Alle drei starten beim Kutschenkorso des Quakenbrücker Renntages. Das Trio Heimbrock dürfte mit drei historischen, selbst restaurierten Karossen und seinen Altoldenburgern den Zuschauern eine Augenweide bieten.

Die Hälfte seiner zwölf Kutschen hat der Landmaschinentechniker-Meister aus Löningen-Benstrup selbst wieder flott gemacht und in einen ästhetischen Anblick verwandelt. Auch seine beiden Töchter sind dabei. „Die Ladys sind kämpferischer als die Jungs“, erzählt der 57-Jährige nicht ohne stolzen Unterton, „sie helfen schmirgeln und fahren mit dem Schlepper das Stroh ein. Sie führen auch beide ein Gespann und haben den Kutschenfahrschein gemacht.“

Leidenschaft für die Pferde liegt in der Familie

Das Kutschefahren lag Manfred Heimbrock schon früh am Herzen. Anfänglich nahm er mit einer Kutsche und einem Pferd an Hochzeiten und Schützenfesten teil, um die Tradition seines Vaters weiterzuführen. Im Laufe der Jahre begann der Bauernsohn Altoldenburger Pferde züchten, von denen heute zwölf stattliche Tiere in seinem Stall stehen. Ab drei Jahren darf der Nachwuchs erstmalig beim Renntag auftreten.

„Ich bilde meine Kutschpferde selbst aus und bereite sie auf den Renntag vor, um sie an die Lärmkulisse zu gewöhnen“, berichtet Heimbrock, „seit vier Jahren präsentiere ich diese vom Aussterben bedrohte Pferderasse auch beim Tag des Altoldenburger Pferdes im Museumsdorf Cloppenburg.“ Seine Sprösslinge machen eine gute, barocke Figur vor den nostalgischen Karossen. Am Renntag können die Besucher Heimbrocks ganze Pracht gleich drei Mal bewundern. Mit dabei sind ein weinroter Landauer (Nele Heimbrock), eine Hochzeitskutsche (Hermann Schlüter und Klaus Beckmann) und ein moosgrüner Landauer Baujahr 1900, der als Droschke in Berlin unterwegs war und am Renntag von Eva Heimbrock und Bernd Ellmann gefahren wird.

Schützenkönig als prominenter Fahrgast

Als prominente Fahrgäste fungieren der Schützenkönig des Quakenbrücker Schützenvereins von 1589 und sein zehnköpfiger Hofstaat. „Es juckt mich seit über 25 Jahren, die Schönheit des Fahrens und die kunstvolle Bauweise einer alten Kutsche vor großer Kulisse zu zeigen.“ Außerdem gebe es jedes Jahr tolle Präsentkörbe und einen schönen Kalender als Dankeschön, verrät Manfred Heimbrock, warum er immer wieder gern bei dem regionalen Großevent mitmischt.


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