Business- und Innovationspark Quakenbrücker Gründerpark erreicht 2017 Auslastung von 75 Prozent

Von Christian Geers


Quakenbrück. Der Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) hat in der zweiten Jahreshälfte 2017 erstmals die angestrebte Auslastung von 75 Prozent erreicht. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Die Mieteinnahmen sorgten für ein zufriedenstellendes Ergebnis. 2018 könnte das Ergebnis sogar noch besser ausfallen.

Das vergangene Geschäftsjahr des Business- und Innovationsparks Quakenbrück, des vor drei Jahren eröffneten Gründerzentrums an der Professor-von-Klitzing-Straße, ist aus Sicht von Geschäftsführer Franz-Georg Gramann „überaus erfreulich verlaufen“ und „hat uns ein sehr zufriedenstellendes Jahresergebnis 2017 beschert“.

Steigende Bekanntheit

Als Grund für die gestiegene Nachfrage nach Büro- und Produktionsflächen in den beiden Gebäuden nennt er die „steigende Bekanntheit“ des BIQ und dessen Vorteile wie die unmittelbare Nähe zum Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik. Aus Mietanfragen seien in vielen Fällen feste Mietverhältnisse und damit Einnahmen geworden. Diese Entwicklung sei auch im Aufsichtsrat und in der Gesellschafterversammlung positiv aufgenommen worden. Darin hatte der BIQ-Chef mitgeteilt, dass der BIQ Anfang 2018 an das Glasfasernetz angeschlossen worden sei, um den Mietern schnelles Internet anbieten zu können. „Das ist ein Muss“, stellte er klar. International machte der Gründerpark ebenfalls von sich reden, so erhielt er Besuch von einer Delegation des Singapore Institute of Technology.

Jahresfehlbetrag 2017 um 60.000 auf 69.800 Euro verringert

Wie Gramann im Gespräch mit unserer Redaktion erläutert, konnten erstmals 75 Prozent der Büro- und Produktionsräume in den Gebäuden vermietet werden. Diese Quote habe die BIQ GmbH im zweiten Halbjahr 2017 erreicht. Diese „sehr positive Entwicklung“ führte dazu, dass sich die Ertragslage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 „deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert hat“. Der Jahresfehlbetrag habe sich um 60.000 auf rund 69.800 Euro verringert. „Damit ist das Ergebnis zwar nur geringfügig besser als nach unserer Prognose im Wirtschaftsplan 2017, stellt aber eine sehr deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses gegenüber der Ursprungsplanung dar.“ Der Businessplan sah für 2017 noch einen Fehlbetrag von rund 161.000 Euro vor. Zum Vergleich: Der Jahresfehlbetrag 2016 summierte sich auf gut 129.000 Euro, lag aber ebenfalls deutlich unter dem im Businessplan kalkulierten Fehlbetrag von 201.000 Euro. Neben der guten Auslastung und den gestiegenen Mieterträgen weist Gramann darauf hin, „dass die BIQ GmbH sehr schlank geführt und betrieben wird“.

Ziel: Frühzeitig Nachmieter akquirieren

Die Pläne für das laufende Geschäftsjahr hat Franz-Georg Gramann ebenfalls abgesteckt und formuliert. Die BIQ GmbH werde sich zunächst darauf beschränken, die beiden vorhandenen Immobilien möglichst vollständig auszulasten. Außerdem gelte es, frühzeitig Nachmieter zu akquirieren, denn es sei absehbar, dass die ersten Mieter den BIQ mittelfristig wieder verlassen müssten. Das sehen die EU-Förderrichtlinien vor, nach denen die Mietdauer zwischen fünf und höchstens acht Jahre liegen dürfe.

Vermietungsquote liegt seit einigen Wochen bei 90 Prozent

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2018 deutet sich bereits an, dass die Nachfrage nach Büro- und Produktionsflächen weiter anhält und sich damit die Auslastung der 100-Prozent-Marke nähern dürfte. „Seit ein paar Wochen liegt die Vermietungsquote sogar bei rund 90 Prozent“, verriet der Geschäftsführer. Die Produktionsflächen seien aktuell vollständig vergeben, „zurzeit kann ich nur noch einige Büroräume anbieten“. Trotz dieser Entwicklung machte er darauf aufmerksam, dass es sich hier immer um eine Momentaufnahme handele. „Wir müssen bedenken, dass es sich bei fast allen unserer Mieter um sehr junge Unternehmen, um Start-ups und gerade gegründete Firmen handelt.“ Erfahrungsgemäß sei gerade in diesem Bereich mit einer „nicht unerheblichen Fluktuation zu rechnen“. Das hätten die beiden ersten Geschäftsjahre gezeigt.


Gemeinschaftsprojekt

Der Business- und Innovationspark Quakenbrück (BIQ) ist ein Gemeinschaftsprojekt, Gesellschafter der BIQ GmbH sind der Landkreis Osnabrück (50,1 Prozent) und die Samtgemeinde Artland (49,9 Prozent). Geschäftsführer ist Franz-Georg Gramann, Verwaltungsbeamter der Samtgemeinde Artland und dort tätig im Fachbereich Finanzen und Organisation. Der BIQ versteht sich als Dreh- und Angelpunkt für Unternehmen, Existenzgründer und Forschungskooperationen im Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Das aus zwei barrierefreien Gebäuden bestehende Gründerzentrum an der Professor-von-Klitzing-Straße neben dem Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik steht auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück. Es stehen Büro- und Produktionsflächen von rund 2800 Quadratmetern zur Verfügung. Die Büros im Obergeschoss sind zwischen 15 und 100 Quadratmeter groß. Sie können – wie auch die Bereiche für die Produktion im Erdgeschoss – flexibel zugeschnitten werden.

Kontakt: Business- und Innovationspark Quakenbrück, Markt 1, Quakenbrück, Telefon 05431/182-117, Internet: www.biq-gmbh-quakenbrueck.de

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