Für Gespräch mit Bahn AG Quakenbrück erstellt „qualifizierte Vorplanungen“ für Bahnübergänge

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Quakenbrück. Noch im Herbst will die Stadt Quakenbrück der Deutschen Bahn AG ihre Vorstellungen für zwei ebenerdige Bahnübergänge für Radfahrer und Fußgänger präsentieren. Zurzeit erarbeitet ein Ingenieurbüro im Auftrag der Stadt entsprechende Pläne. Ein Überblick.

Das Thema beschäftigt den Stadtrat Quakenbrück schon seit mehr als zwei Jahrzehnten: Der vor fast 40 Jahren gebaute und heute ungeliebte Fußgängertunnel, der Alt- und Neustadt miteinander verbindet, soll durch einen ebenerdigen Bahnübergang ersetzt werden. Doch Vorstöße der Stadt und aus der Politik scheiterten bisher immer an der Ablehnung der Bahn – bis Juni vergangenen Jahres. Damals trafen sich Vertreter der Stadt und der DB Netz AG zu einem Gespräch in Hannover, in dem die Quakenbrücker noch einmal ihre Gründe darlegten, warum sie mindestens zwei ebenerdige Bahnübergänge über die Bahnlinie Osnabrück–Oldenburg für dringend erforderlich halten.

Verbindung zwischen Alt- und Neustadt

Es geht schlicht um die Verbindung der Altstadt mit der Neustadt, die durch die Neugestaltung des früheren und inzwischen abgeräumten Bahnbetriebsgeländes möglich geworden ist. Hier soll ein neues Stadtquartier entstehen, „Quakenbrücks neue Mitte“ genannt. Auch während der Bürgerbeteiligung zum städtebaulichen Rahmenplan äußerte die Bevölkerung den Wunsch nach „höhengleichen Bahnquerungen“. Das Ergebnis des Gesprächs: Die DB Netz AG sagte im Juni 2017 eine Prüfung von Möglichkeiten zu, „unter der Maßgabe, dass lediglich Bahnquerungen für Fußgänger und Radfahrer möglich sind“. Außerdem sollte die Stadt Quakenbrück „qualifizierte Vorplanungen“ erstellen, die für einen möglichen späteren Genehmigungsantrag genutzt werden sollen. Diese Vorplanungen sind auch die Grundlage für ein weiteres Abstimmungsgespräch mit der Deutschen Bahn, um zu klären, ob und wenn ja wie ein Genehmigungsverfahren eingeleitet werden kann.

Rückbau des Tunnels

Bereits im Dezember vergangenen Jahres beauftragte die Stadt Quakenbrück ein Fachingenieurbüro mit der Planung. Der Auftrag umfasste zum einen den Rückbau des bestehenden Fußgängertunnels in Höhe der Hasestraße und den Bau eines höhengleichen und barrierefreien Fuß- und Radweges einschließlich eines beschrankten Bahnübergangs an gleicher Stelle. Zum anderen soll in Höhe der abzweigenden Wilhelmstraße, gut vierhundert Meter südlich vom Bahnhofsgebäude entfernt, ein Rad- und Fußweg angelegt werden, ebenfalls barrierefrei und mit Schrankenanlage. Das sind die beiden Standorte, die nach Ansicht von Bahn und Stadt überhaupt als mögliche Übergänge infrage kommen und technisch umsetzbar sind. An den Plänen für diese beiden Vorhaben arbeiteten die Mitarbeiter des Ingenieurbüros bereits seit einigen Monaten, teilte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller mit. Er geht davon aus, dass die Ergebnisse in den kommenden Wochen vorliegen. „Diese werden wir dann der Deutschen Bahn vorstellen“, kündigte er an. Vorgesehen sei, dass diese Zusammenkunft noch in diesem Jahr zustande komme, vermutlich im Herbst, so Wuller.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN