Neubau der Oberschule Artland Quakenbrücker Millionen-Projekt läuft wie am Schnürchen

Von Christian Geers

Bis Ende Juli sollen die Arbeiten am Rohbau der neuen Oberschule Artland an der Jahnstraße in Quakenbrück abgeschlossen werden. Zurzeit werden die Dächer des Lernhauses und des Verwaltungstraktes abgedichtet. Foto: Marcel BrockschmidtBis Ende Juli sollen die Arbeiten am Rohbau der neuen Oberschule Artland an der Jahnstraße in Quakenbrück abgeschlossen werden. Zurzeit werden die Dächer des Lernhauses und des Verwaltungstraktes abgedichtet. Foto: Marcel Brockschmidt

Quakenbrück. Die größte Baustelle der Samtgemeinde Artland produziert seit dem ersten Spatenstich vor fast genau einem Jahr nur gute Schlagzeilen. Die Handwerker kommen gut voran, Ende des Monats sollen die Rohbauarbeiten am ersten Bauabschnitt der Oberschule Artland erledigt sein.

Es gibt Baustellen, die machen den Verantwortlichen durchaus Spaß. Frank Wuller sagt das zwar so nicht, aber wenn man den Ersten Samtgemeinderat auf den Neubau der Oberschule Artland an der Jahnstraße anspricht, schwingen da hörbar Erleichterung und wohl auch etwas Stolz mit, dass der kalkulierte Zeit- und Finanzplan bisher eingehalten worden ist. „Toi, toi, toi“, sagt der Fachbereichsleiter für Planen und Bauen der Samtgemeinde Artland und klopft aber doch zur Sicherheit auf seine Schreibtischplatte.

Rohbauarbeiten so gut wie abgeschlossen

In gut zwei Wochen, also Ende Juli, sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen werden, dann räumt die Firma die 15-Millionen-Euro-Baustelle. Längst aber sind die Dachdecker am Werk, die inzwischen die ersten der insgesamt vier Lernhäuser abdichten. Auch die Fenster werden eingesetzt, „und in der übernächsten Woche werden die Fassaden angebracht“, sagt Wuller. Die Elektriker kommen ebenfalls voran, ziehen nicht nur die Stromleitungen, sondern auch alle Strippen für die Haustechnik. In Kürze rückt die Heizungsbau- und Sanitärfirma an.

Ausschreibung weiterer Gewerke wird vorbereitet

Parallel dazu bereitet die Samtgemeinde Artland als Auftraggeber die Ausschreibung weiterer Gewerke vor. Ab Mitte Juli erhofft sie sich Angebote für die Fußböden, genauer für Fliesen und Parkett. In der vierten August-Woche erfolgt die Vergabe. Dann sind auch die Malerarbeiten an der Reihe. Sorgen, keine Firmen zu finden, hat Frank Wuller übrigens nicht. „Das ist ja keine kleine Baustelle“, verweist er auf die „großen Massen“, die für Unternehmen immer noch interessant sind. Außerdem müssten die Arbeiten ja nicht „von jetzt auf gleich“ ausgeführt werden. „Wir haben ja ein gutes halbes Jahr Vorlauf.“ Soll heißen: Die Bodenbeläge werden etwa im Dezember/Januar verlegt.

Schule muss Mitte August 2019 bezugsfertig sein

Wenn der Fachbereichsleiter in seinem Kalender blättert und schon mal ein Jahr weiter denkt, dann sollte der erste Bauabschnitt der Oberschule Artland kurz vor seiner Vollendung stehen. „Heute in einem Jahr müsste das Gebäude eigentlich schon die Grundreinigung hinter sich haben“, sagt er. Denn nach dem Ende der Sommerferien 2019 – sie enden Mitte August – sollen die ersten Klassen den Neubau beziehen. Auf diesen Termin konzentrieren sich alle Arbeiten.

Bisher 6,5 Millionen Euro an Aufträgen vergeben

Das Budget für den ersten Bauabschnitt liegt bei 7,7 Millionen Euro. Bisher hat die Samtgemeinde Artland Aufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 6,5 Millionen Euro vergeben. Jeden Euro, den die Kommune nicht ausgibt, kann sie für den anstehenden zweiten Bauabschnitt zurücklegen. Angesichts der boomenden Baukonjunktur müsse jeder verantwortungsvolle Bauherr mit Preissteigerungen rechnen. Wie hoch diese ausfielen, bleibe aber noch abzuwarten.