Ensemble Federspiel kommt Musiktage mit Wandelkonzert im Schloss Loxten

Von Josef Pohl


Nortrup. Beziehungen – so lautet, wie Bernd Heinemann, Vorstandssprecher der Kreissparkasse Bersenbrück, erläutert, das Thema der Niedersächsischen Musiktage 2018. Ein Veranstaltungsort in der Reihe ist auch das Schloss Loxten.

Vier Wochen lang präsentieren Künstler aus aller Welt im September ihre Ideen zum Festivalthema und laden Kulturbegeisterte ein, ihnen auf ihrer musikalischen Reise zu folgen. So auch am 16. September im Schloss Loxten, das Frederic Freiherr von Hammerstein und seine Ehefrau Helle für dieses Kulturerlebnis der besonderen Art zur Verfügung stellen. Alpenländisch inspirierte Musik wird bei dem Wandelkonzert vom Ensemble Federspiel geboten.

Neu interpretierte Blasmusik

„Blasmusik neu interpretiert“ – so beschreibt Frederic von Hammerstein die Stücke von Federspiel, die er sich bereits auf Youtube angehört hat. Start an der Mühle, Lustwandeln durch den Garten und Abschluss in der Scheune – so sehen bisher die Planungen für den Konzertablauf aus, bei dem neben Musik auch Kommunikation und kulinarische Genüsse nicht fehlen dürfen.

Meskendahl liest

Beim Musiktage-Konzert begrüßen die Musiker die Besucher zuerst mit einem Ständchen, danach geht es weiter durch das malerische Anwesen. Nach einem kurzen Spaziergang folgt dann der Auftritt des Schauspielers Oliver Meskendahl. Der Akteur des Theaters Osnabrück, der bereits vor zwei Jahren in Westerholte bei den Musiktagen die Sage, die mit der Alkenkuhle verbunden ist, den Zuhörern näherbrachte. Dieses Mal liest er Texte von Thomas Mann und Jules Vernes, die Dramaturgin Charlotte Milsch zusammengestellt hat. „Darin wimmelt es von Flora und Fauna, Jägern und Gejagten“, so Bernd Heinemann. Zum Abschluss warten die Akteure von Federspiel in der Scheune des ehemaligen Rittergutes mit traditioneller Volksmusik und Eigenkompositionen auf.

„Mal sehen, welche Spannung aufkommt“, setzt Bernd Heinemann darauf, dass nicht Plan B im Notfall greifen muss, sondern die Konzertbesucher bei schönem Wetter genügend Ecken auf dem Gelände von Schloss Loxten finden, um Eindrücke zu sammeln. „Wir sind dankbar, dass das Ehepaar von Hammerstein für die Musiktage das Anwesen zur Verfügung stellt“, so Bernd Heinemann, der nur zu gerne Katrin Zagrosek, Intendantin der Niedersächsischen Musiktage, an diesem Tag mit nach Loxten gebracht hätte. Doch diese habe Stuttgart vorgezogen, denn dort werde die Musik- und Kulturwissenschaftlerin ab September als neue geschäftsführende Intendantin der Internationalen Bachakademie fungieren.

Besondere Beziehung

Beziehungen zum Gut Loxten und den Hammersteins hat die Sparkasse nicht erst seit dem Bezug der neuen Nortruper Finale im ehemaligen Haus Assmann am Kreisel, wie Bernd Heinemann in lockerer Runde erzählt. Diese gehen schon auf die Anfangsgeschichte des Hauses zurück, denn unmittelbar nach der Gründung des Kreises Bersenbrück im Jahr 1885 brachte der damalige Landrat, Ernst Freiherr von Hammerstein-Loxten, die Idee ins Spiel, eine eigene Sparkasse zu gründen. Im Februar 1887 beschloss der Kreisausschuss, nachdem der Oberpräsident in Hannover das Statut genehmigt hatte, die Geschäftseröffnung zum 1. April 1887. Das Geschäftslokal befand sich damals im östlichen Flügel der Dienstwohnung des Landrates im Bersenbrücker Kloster.