Von Zuversicht bis Verzweiflung 300 Zuschauer erleben in Quakenbrück historisches WM-Aus

Von Bernard Middendorf

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Quakenbrück. Zuversicht, Verzweiflung, Hoffnung – die ganze Skala wechselnder Gefühle spiegelte sich mit zunehmender Dauer des Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Südkorea auf den Gesichtern der Fußballanhänger in Quakenbrück.

Rund 300 hatten sich beim Public Viewing hinter „Richies Sportsbar“ eingefunden – ein Angebot von Ralf Olligesgeers, das auch die Wirte der Kantine, Im Eimer, Beef Chief, das Dreifit-Studio und Delicart mittrugen. Die Gastronomie war durchweg klasse, das Spiel oben auf der LED-Leinwand nur selten – auf diesen Nenner konnte man sich schnell einigen. „Das ist keine Zeitlupe – das sind reale Bilder“, lästerte der Sprecher irgendwann. Zur Halbzeit wurde natürlich noch gehofft, nicht nur bei eingefleischten Fans

Das 1:0 für Deutschland fiel einfach nicht

„Ich bin enttäuscht, aber wir können uns ja steigern“, sagte Sven (24). Zwei vielversprechende Angriffe, dann ging das Zittern und Bangen weiter. Das 2:0 der Schweden gegen Mexiko wurde mit kollektivem Aufstöhnen quittiert. Ein 1:0 musste her für das deutsche Team, aber es fiel einfach nicht, und Südkorea konterte brandgefährlich. „Ein Tor – ein einziges Tor!“, flehte Gesa (18) aus Quakenbrück – vergeblich, das 0:1 zerstörte alle Träume. Aber: Fast niemand ging nach dem 0:2; es war, als wollte die Menge nach der Niederlage nun noch mehr zusammenrücken. Einsam war wohl nur Jogi Löw.


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