Alleskönner mit Managerqualitäten Quakenbrücker Schulleiter geht in den Ruhestand

Von Alexandra Lüders

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Quakenbrück. Nach 32-jähriger Tätigkeit in der Diakonischen Stiftung Bethanien ist der Schulleiter des Instituts für soziale Berufe (ISB) Jürgen Kemper in der St.-Petrus-Kirche in den Ruhestand verabschiedet worden.

Seine Verdienste wurden in einer eindrucksvollen Feierstunde gewürdigt, die Kemper mit Ansprachen, Präsenten und Musikstücken eine in Erinnerung bleiben werden.„Sie sind ein Mann voller Elan und kreativer Ideen, der unsere Fachschule für Heilerziehungspflege in über zehn Jahren als Schulleiter stark geprägt hat“, unterstrich die Geschäftsführerin der Stiftung, Anke Markus, Kempers Engagement, das die HEP-Schule zu einem überregional anerkannten und fachlich hoch qualifizierten Institut gemacht habe. Dank seiner langjährigen erfolgreichen Tätigkeit genieße die Schule bei Schülern wie bei Praktikums- und Dienststellen in der Region einen äußerst guten Ruf. Sein Nachfolger Mathias Möller könne jetzt ein geordnetes Feld übernehmen.

Vielfältiges Aufgabengebiet

„Sie haben sich um die Qualität des Lehrangebotes gekümmert, unterrichteten selbst und führten mit ihrem Kollegium Gespräche über Qualität und Ziele des Unterrichts. Mit rund 130 Schülern zählt die HEP-Schule zu einer der größten in unserer Region in enger Vernetzung mit den bestehenden Praxiseinrichtungen“, beschrieb der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Otto Meese, Kempers vielfältiges Aufgabengebiet. Er sei als Schulleiter nicht nur ein ausgezeichneter Pädagoge, sondern auch ein ‚Alleskönner‘ mit Managerqualitäten gewesen. Meese dankte Kemper für die gute Zusammenarbeit und wünschte ihm Gesundheit und wohlgesinnte Menschen im Ruhestand.

Prägendes Vorbild für Schüler und Kollegen

Pastor Uwe Brand überreichte Kemper drei gelungene Ölporträts, die den scheidenden Schulleiter in besonderer Weise charakterisieren. In einem philosophisch-theologischen Exkurs legte er dar, in welcher Weise Kemper zum prägenden Vorbild für Schüler und Kollegen geworden sei. Durch ihn würden viele für ihren Beruf in der Behindertenhilfe brennen. In ihrer Laudatio reflektierte die stellvertretende Schulleiterin Christel Feldhaus die gemeinsamen 23 Jahre, in der Kemper zehn Jahre als Kollege und 13 Jahre als Schulleiter segensreich gewirkt habe. Er habe das Institut souverän, mit professionellem Weitblick und kritischer Weltoffenheit geleitet und die Schule stets mit aktuellen Informationen auf den neuesten Stand gebracht. Wer seinen Rat und sein Verständnis gesucht habe, sei aufmerksam und voller Achtung gesehen und gehört worden. „Wir schätzten dich als verantwortungsvollen und zuverlässigen Chef. Du gabst Schülern und Lehrern viel Freiraum zur eigenen Entfaltung und favorisiertest dabei die klare und offene Kommunikation“, so Feldhaus, „deine besondere Gabe, unsere Klassen und Schüler auch in Krisen zu unterstützen, war ein großes Geschenk für unsere Schule.“ Sie wünschte ihm im Ruhestand weiterhin positive Anspannung und die absolute Stille in den italienischen Bergen, damit er noch viele Flows und Skills erleben könne.

Wie ein lebendiger Organismus

Im Namen der Samtgemeinde Artland verabschiedete Hubert Schwertmann den empathischen Pädagogen schweren Herzens. Er glaube aber, dass der von ihm eingeschlagene Weg durch seinen Nachfolger mit gutem Geschick fortgesetzt werde. Kemper selbst ging „mit einem weinenden und lachenden Auge“, wie er in seiner Abschiedsrede bekannte. Denn er habe diese HEP-Schule gelebt und geliebt. „Dieser lebendige Organismus“ habe ihn immer munter bewegt und werde ihm sicher fehlen.


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