Abschlussveranstaltung Flurbereinigung in Badberger Ortsteil Vehs beendet

Von Heinz Benken

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Badbergen. Von 1996 bis 2017 dauerte die Flurbereinigung in Vehs. Der Badberger Ortsteil hat durch das vereinfachte Verfahren sein Gesicht verändert. Straßen und Wege wurden gebaut, Naturschutzflächen und Baumreihen angelegt, Flächen zusammengelegt.

Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft Vehs und Mitarbeiter des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems der Geschäftsstelle Osnabrück mit dem ehemaligen Amtsleiter Hans-Günther Altenbernd trafen sich zu einer Abschlussfeier auf dem Hof Elting-Bußmeyer, um zu feiern, aber auch um Rückschau zu halten auf den Verlauf und die Ergebnisse der Flurbereinigung. Diese hat das Aussehen der gesamten Gemarkung Vehs und der näheren Umgebung verändert. Eingeleitet worden war das Verfahren im September 1996. Im März 1997 tagte die erste Teilnehmerversammlung mit 43 Teilnehmern in der Vehser Schützenhalle und wählte einen Vorstand.

Nicht nur Landwirtschaft profitiert

In der jetzigen Abschlussfeier lobten der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Jens Timmering, und der heutige Badberger Bürgermeister Tobias Dörfler (CDU) das rundum gelungene Verfahren. Vehs habe ein „neues Gesicht“ erhalten und von der Flurbereinigung profitiert. Dörfler hob die professionelle Arbeit des ArL und die gute Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde Artland und der Teilnehmergemeinschaft hervor. Von der Stärkung der für die Region bedeutenden Landwirtschaft profitierten auch die nachgelagerten Betriebe, fügte der Badberger Bürgermeister hinzu.

Anfängliche Skepsis

Das Flurbereinigungsverfahren unter der Regie des Amtes für regionale Landesentwicklung erläuterten die Verantwortlichen Norbert Wencker, Thomas Sternitzke, Friedrich Völler und Hartmut Bruns, die auch auf die anfängliche Skepsis zu Beginn des Verfahrens hinwiesen. Erfreulich sei dann aber gewesen, dass es zwar einige Widersprüche gegeben habe, diese aber ohne Gerichtsverfahren hätten beigelegt werden konnten.

Die Flurbereinigung Vehs, von der 180 Teilnehmer betroffen waren, umfasste eine Fläche von 945 Hektar. Hauptziele der Flurbereinigung waren eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur und der Produktion durch Flächenzusammenlegung und Wegebau und die Landschaftspflege.

Neue Wege, Bachläufe und Feuchtbiotope geschaffen

Geschaffen wurden durch die Flurbereinigung insgesamt 17,5 Kilometer Wege, 1,6 Kilometer neuer Gewässerverlauf, 2,7 Kilometer Gewässerrekultivierungen, 1,8 Hektar Feuchtbiotope, zwei Hektar Extensivgrünland und ein Kilometer Wegerekultivierungen.

Die Gesamtkosten betrugen 2,6 Millionen Euro, von denen 1,9 Millionen auf den Wegebau entfielen. In das Verfahren flossen 80 Prozent Zuschüsse über die Europäische Union und die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ ein. An der Finanzierung beteiligten sich auch die Teilnehmer, die Gemeinde Badbergen und die Samtgemeinde Artland.

Auch Natur profitiert

Das Herzstück der Flurbereinigung mit der Bodenneuordnung habe bereits während des ersten Jahrzehnts des Verfahrens abgeschlossen werden können, erläuterten die Vertreter des ArL. Schwerpunktziele im Einzelnen waren die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, die Wahrung und Unterstützung der Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege und die sozialverträgliche Entflechtung unterschiedlicher Nutzungsansprüche.

Wichtiges Nebenziel war die Entwicklung einer Erholungslandschaft zugunsten der Natur, der Bevölkerung und des sanften Tourismus.


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