Mehr als 100 Schüler machen mit Quakenbrücker Gymnasiasten begeistern mit ihrem „Horrical“

Von Bernard Middendorf

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Quakenbrück. Seit zehn Jahren sorgt die Musical-AG des Artland-Gymnasiums Quakenbrück wenige Tage vor Schulschluss für einen Höhepunkt im Alltag.

Einmal mehr hat die Musical-AG des Artland-Gymnasiums für Spannung und Neugier gesorgt: Horrical – da vermutet man ein Kunstwort, gemixt aus den Begriffen Horror und Musical. Oder diente etwa David Byron, Frontmann der weltberühmten Band Uriah Heep, mit seinem düsteren Druckwerk „Horrical – A Collection of Classic Horror Fiction“ als Inspirator? Immerhin erscheint ein Szenenfoto direkt neben dem Werk des Rockstars im World Wide Web – eine Platzierung, die die jungen Darsteller mit drei begeisternden und beifallsumtosten Aufführungen mehr als verdient haben. Nein, des Rätsels Lösung ist eine ganz andere: Erzählt und gesungen wird eine aufregende und geheimnisvolle Geschichte rund um ein „Horrical“, das im Hause von Uncle Friendly für Unruhe sorgt – ein Szenario, das wahrlich hinreißend gespielt und mit Leben erfüllt wird.

Turbulente Story

Der Protagonist, der so gar nicht in ein herkömmliches Onkel-Schema passt, leidet unter einer ganzen Kette von Sorgen: Neffen und Nichten, die nicht mit ihm verwandt sind, verzweifelte Versuche, seine geliebten Kompositionen aufzuschreiben – und dann sind zu allem Überfluss auch noch verrückte Frauen, dominante Haushälterinnen und kaum zu bremsende Straßenkinder im Spiel. Wie die jungen Darsteller diese turbulente Story mit Begeisterung in Angriff nahmen, wie sie ihre Auftritte mal leidenschaftlich, mal „abgebrüht“, aber stets voller Hingabe meisterten, dabei textsicher sogar längere Lieder und Monologe vortrugen – das war sehens- und hörenswert. Jeder siebte der 800 AGQ-Schüler war an den drei Aufführungen beteiligt: Schauspieler, Gesangssolisten, 15 quirlige Tänzerinnen, ein großer Chor und zahlreiche Interpreten an Klavier und Streichinstrumenten. Allein 33 Mitwirkende sind im Programm unter der Rubrik „Orchester“ verzeichnet.

Faszinierendes Bühnenbild und fantastische Kostüme

Markus Steiner hatte mit der Komposition buchstäblich alle Hände voll zu tun. Er beherrschte sein Metier „aus dem Effeff“, fing kleinere Dissonanzen locker mit dem Taktstock auf – ein Perfektionist im positiven Sinne. Das galt für das gesamte Team, so Monika Vogelsang (Liedtexte, Tanz), Simon Nees, Steffi Feldhaus und Monika Steiner (Textbuch und Regie) sowie Katja Kiessling, Eva Wilming und Paula Studer mit faszinierendem Bühnenbild und fantastischen Kostümen, ob Spinne, Ratte oder Kröte, Gutenachtkinder und -vater, Diebe oder das „Horrical“ selbst.

„Der Drachenvogel hat mich besonders beeindruckt – eine richtige Rockröhre“ – dieses Lob von Kerstin Figura.im Foyer war beileibe nicht das einzige. Sämtliche Rollen waren auch diesmal mit mindestens zwei begeisterungsfähigen Darstellern besetzt. Und: Seit 2008 ist die Musical-AG ihrer Intention, jedes Jahr ein selbst geschriebenes und selbst komponiertes Musical aufzuführen, treu geblieben.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN