Stiftung Denkmalschutz übergibt Geld Erneut 25.000 Euro für Quakenbrücker Bonnus-Geburtshaus

Von Björn Thienenkamp

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Den Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über 25.000 Euro überreichte Heike Knöpke (Fünfte von links) an Paul Gärtner (links). Mit dabei (von links): Christina Richter, Wolfgang Thon-Breuker, Udo Spähn, Klaus Keller und Peter Hohnhorst. Foto: Björn ThienenkampDen Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz über 25.000 Euro überreichte Heike Knöpke (Fünfte von links) an Paul Gärtner (links). Mit dabei (von links): Christina Richter, Wolfgang Thon-Breuker, Udo Spähn, Klaus Keller und Peter Hohnhorst. Foto: Björn Thienenkamp

bt/cg Quakenbrück. Zum zweiten Mal unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Trägerverein Hermann-Bonnus-Geburtshaus in Quakenbrück. 25.000 Euro fließen in die Restaurierung des historischen Fachwerkhauses an der Goldstraße.

Ob Hermann Bonnus wohl Lotto gespielt hätte? In die Goldstraße 9 brachte das Glücksspiel 470 Jahre nach dem Tod des Reformators bereits zum zweiten Mal 25.000 Euro – allemal ein Gewinn – nicht nur für den Trägerverein seines dortigen Geburtshauses.

„Dieses Mal ist der Fördertopf wieder geöffnet worden“, erklärt Udo Spähn aus Delmenhorst, der Bezirksleiter von Toto-Lotto Niedersachsen, als sich einige Freunde des Hermann-Bonnus-Geburtshauses davor versammeln, in einer recht ähnlichen Besetzung wie vor einem Jahr, als es von der Lotterie Glücksspirale schon einmal 25.000 Euro gab. Bereits im Juni 2017 hatte der Quakenbrücker Trägerverein Hermann-Bonnus-Geburtshaus einen sogenannten Fördervertrag in Höhe von 25.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) erhalten. Das Geld floss in die Zimmererarbeiten am hinteren Giebel sowie in die östliche und westliche Traufseite.

Geld soll für Lehmputzarbeiten verwendet werden

Heike Knöpke aus Wallenhorst ist jetzt mit dabei, die Ortskuratorin Osnabrücks der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Pastorin Christina Richter von der Kirchengemeinde St. Petrus in der Neustadt, Pastor Wolfgang Thon-Breuker von der Kirchengemeinde St. Sylvester, der ortsansässige Architekt Klaus Keller sowie vom Trägerverein Vorsitzender Paul Gärtner und Vize-Vorsitzender Peter Hohnhorst. „Ich habe versucht, das zu zeichnen, aber das kann man nicht zeichnen, das kann man nur bauen“, erklärt Keller, wie er an die Sanierung herangegangen sei. „Wie der ursprüngliche Giebel aussah, das wissen wir ja nicht. Wir haben nur das Foto aus den 1950er-Jahren“, berichtet der Quakenbrücker Architekt. Bei einer Führung durch die Baustelle bezieht er sich oftmals auf die Abstimmung mit Elisabeth Sieve von der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Osnabrück.

„Wir haben das Glück, einen Architekten zu haben, der fachlich und menschlich hervorragend mit dem Denkmalschutz zusammenarbeitet“, sagt Paul Gärtner. Nicht den ansonsten bei Fototerminen üblichen überdimensionierten Scheck übergibt Heike Knöpke für die Lehmputzarbeiten im Inneren an den Vorsitzenden des Trägervereins, sondern Fördervertrag steht auf der Pappe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – gefördert durch die Glücksspirale.

Tatsächlich selber am ersten zurückverfolgbaren Lottospiel 1569 teilzunehmen, das wäre Hermann Bonnus übrigens nicht möglich gewesen – dafür verstarb er 21 Jahre zu früh.


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