Einladung zum Sommerfest Ein Flair von Bullerbü in der Kindersuppe Grönloh

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Grönloh. Die Suppenkinder aus Grönloh sind schwer beschäftigt: Am Sonntag, 24. Juni 2018, laden sie zum Sommerfest unter dem Motto „Zirkus: Manege frei!“ ein. Von 14 bis 18 Uhr gibt es Am Zuschlag 5a in Badbergen Attraktionen zum Bestaunen und zum Mitmachen.

Wer die holperige Schotterstraße zu dem beschaulichen Kotten am Rande von Grönloh entlang rumpelt, tuckert direkt hinein in eine verwunschene Kinderbuchkulisse. Wald auf der einen, Kornfelder auf der anderen Seite – und mittendrin: die Kindersuppe. Als offiziell anerkannte Kleinst-Kindertagesstätte beherbergt sie seit mehr als 20 Jahren immer wieder bis zu zehn kleine Racker im Alter von zwei bis sechs Jahren, die zusammen mit einem ambitionierten Erzieherteam die Welt erkunden und sich auf die Schule vorbereiten. Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga wurden zwar noch nicht gesichtet – aber ihr Geist schwebt spürbar durch die gemütlichen Räume und  funkelt spitzbübisch zwischen den Blättern der Fliederbüsche hervor.

Ab 1. August 2018 neues Leitungsteam

„Entweder man ist ein Kindersuppen-Typ, oder man ist keiner“, sagt Nina Kepczynski, blickt auf das muntere Gewusel um sich herum und schmunzelt. „Also wir findens toll.“ Die ausgebildete Erzieherin und Kinesiologin mit Schwerpunkt Lernförderung und Lernbegleitung war selbst fünf Jahre lang eine „Suppenmutter“, inzwischen besuchen ihre beiden Töchter die Schule, während ihr Jüngster, Jakob, aber bereits in die Gruppe nachgerückt ist. Eine Suppenmutti wird Nina Kepczynski also wohl auch noch eine ganze Weile bleiben, ab dem 1. August übernimmt sie zudem die Leitung der Kita.

Einfluss der Eltern ist erwünscht

Gemeinsam mit Janne Mertens, staatlich anerkannte Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin, sowie Tagesmutter Cornelia Münzebrock will sie die bewährte Philosophie der Einrichtung, die vor rund 25 Jahren als Elterninitiative gestartet ist, fortsetzen. „Ein paar kleine Änderungen wird es allerdings geben“, kündigt Kepczynski an. So ist der bislang verpflichtende Elterndienst durch das aufgestockte Erzieherteam nicht mehr verpflichtend – aber natürlich immer noch gern gesehen. „Jeder Erwachsene bringt ja eigene Impulse mit in die Gruppe“, schätzt Kepczynski die Einflüsse aus den Familien. Und Gelegenheiten, sich einzubringen, bietet die Kindersuppe reichlich: Vom gut bestückten Kreativzimmer über die einladende Wohnküche, von der Werkstatt auf der einstigen Bauerndiele bis zum weitläufigen Außengelände können sich Klein und Groß, Jung und Alt auf beneidenswert vielfältige Weise austoben.

Kinderschminken im Angebot

Als Generalprobe fürs Sommerfest hat Janne Mertens an diesem Vormittag die bunten Schminkstifte ausgepackt. Schließlich will sie am Sonntag möglichst jeden Verwandlungswunsch der Besucher erfüllen können, und ein bisschen Üben kann ja nicht schaden. Wer Lust hat, darf sich von ihr in ein Wesen seiner Wahl verzaubern lassen. Gespannt stellen sich Linda, Theresa, Anne, Maria, Max und Jacob vor der Sozialpädagogin in einer Schlange auf, um wenig später als Feenstaub- und Waldfee, Katze und Prinzessin, Giftschlange und Vampir den weiteren Tag zu verbringen.

Nur wo Kindersuppe dran steht, ist auch Kindersuppe drin...

Bevor es jedoch in den Garten geht, wo neben dem Kletterbaum, einem hohen Berg aus frisch aufgeschüttetem Sand, einem urigen Holztrecker, der Nestschaukel, des saisonbedingt zurzeit heiß umlagerten Fußballtors auch noch der bunt bemalte Bauwagen wartet, ruft Nina Kepczynski alle Fantasiegestalten zu einem zweiten Frühstück zusammen: es gibt süße, rote Leckereien – frisch gepflückt vom hauseigenen Kirschbaum. Während Feenstaubfee und Giftschlange friedlich vereint futtern, freuen sich die Erzieherinnen schon auf viele Besucher zum Sommerfest, denen sie die bekömmliche Rezeptur ihrer Kindersuppe verraten dürfen.


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