Mit Betriebsrat im Gespräch Tönnies-Konzern kritisiert Warnstreik in Badbergen

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Kein Verständnis für den Warnstreik am Mittwochmorgen am Standort Badbergen hat der Tönnies-Konzern, zu dem die Firma Food Service Badbergen gehört. Foto: Christian GeersKein Verständnis für den Warnstreik am Mittwochmorgen am Standort Badbergen hat der Tönnies-Konzern, zu dem die Firma Food Service Badbergen gehört. Foto: Christian Geers

Badbergen. Der Tönnies-Konzern hat den Warnstreik der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Standort Badbergen scharf kritisiert und als „Propaganda“ bezeichnet. Am Mittwochmorgen hatten etwa 180 Beschäftigte der zur Tönnies-Gruppe gehörenden Firma Food Service Badbergen für sechs Stunden die Arbeit niedergelegt.

Der Pressesprecher der Unternehmensgruppe Tönnies, Markus Eicher, wies die Darstellung der Gewerkschaft zurück, dass die Gespräche über einen Haustarifvertrag gescheitert seien. „Wir sind mitten in diesen Gesprächen“, stellte er klar. Eine andere Darstellung sei „schlicht falsch“. Es gebe mit dem Betriebsrat „sehr detaillierte und intensive Gespräche, um dem Standort Badbergen endlich eine gute Basis für die Zukunft zu verschaffen“. Dabei gehe es auch um die Frage der Löhne, der Zulagen und der Arbeitszeiten. Eicher: „Aber wir führen diese Gespräche mit unserem Betriebsrat als Mitarbeitervertretung und nicht mit der NGG. Deren Agitation jetzt stört diesen Prozess und macht ihn womöglich langsamer. Damit schadet die NGG den Mitarbeitern in Badbergen, nur um ihrer eigenen Interessen willen.“

(Weiterlesen: Mitarbeiter an Tönnies-Standort Badbergen legen Arbeit nieder)

Wie der Unternehmenssprecher weiter ausführte, sei bekannt, dass der Schlacht- und Zerlegebetrieb in Badbergen „seit vielen Jahren in einer dauerhaft schwierigen Lage ist“. Die Arbeit der Gewerkschaft kritisiert Markus Eicher mit deutlichen Worten: „Die Gewerkschaft NGG hat sich seit mehr als einem Jahrzehnt nicht um den Standort, seine Entwicklung oder die Mitarbeiter gekümmert.“ Bei mehreren Eigentümerwechseln und den permanenten Restrukturierungen habe die Gewerkschaft nie eine Rolle gespielt oder sich für die Mitarbeiter eingesetzt.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fordert für die Beschäftigten der Food Service Badbergen GmbH 6,25 Prozent mehr Lohn und Gehalt, alternativ steht auch eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 42 auf 40 Stunden bei vollem Lohnausgleich zur Diskussion, hatte Uwe Hildebrand, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG für die Region Osnabrück, mitgeteilt.


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