Besuch aus Naperville US-Schüler genießen in Quakenbrück Ausblick von St. Sylvester

Von Bernard Middendorf

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Quakenbrück. Aufregend und schweißtreibend war es schon, was amerikanische und deutsche Schüler vor einem Empfang im Rathaus mit dem Aufstieg auf den Turm der Quakenbrücker St.-Sylvester-Kirche in Angriff nahmen, aber die Bewältigung der steilen Treppen lohnte sich: Die Plattform erlaubte bei klarer Sicht einen Ausblick bis zum Horizont, und so wurde in 60 Meter Höhe symbolisch eine Partnerschaft – nein: Freundschaft – zwischen zwei Kontinenten neu besiegelt.

Einen Hauch der großen Politik hatte die Gruppe zuvor vier Tage lang in Berlin kennengelernt. Dem Aufenthalt in der Hauptstadt folgte – per Bahn – die Fahrt zum Ziel dieses Austausches: Das Artland-Gymnasium Quakenbrück ist erneut Gastgeber der Schüler und Lehrer aus Naperville im US-Bundesstaat Illinois, die sich, betreut von den Lehrkräften Oliver Kleinsorge und Thomas Heinze, nicht nur in Quakenbrück, sondern auch in Osnabrück, Bremen oder dem näheren Umland kundig machten.

Sightsseeing in der Burgmannstadt

Appetit auf solche Exkursionen machte die „Sightseeing-Tour“ durch ein mehr als 700 Jahre altes Baudenkmal mit der abschließenden Turmbesteigung. Pastor Wolfgang Thon-Breuker hatte den jungen Menschen aus Amerika und dem Artland die Historie der St.-Sylvester-Kirche erläutert – ohne Dolmetscher selbstverständlich, aber bei dem wohl einmaligen historischen Objekt in der Sakristei musste doch ein Problem gemeinsam gelöst werden: Was heißt „Palmesel“ auf Englisch?

Gute Kondition bewiesen sowohl Jugendliche als auch Lehrer dann bei der Kletterei bis in schwindelnde Höhen. Wer bereits auf dem Empire State Building in New York (381 Meter) gewesen war, konnte darüber nur lächeln, aber die Auskunft, dass die mächtigen Glocken im Gewölbe bei solchen Gelegenheiten garantiert nicht anfangen zu läuten, beruhigte doch manchen.

Empfang im Rathaus

„Wir freuen uns über Ihren Besuch. Gerade in der aktuellen Phase ist eine Verständigung amerikanischer und deutscher Schülern besonders wichtig“ – mit diesen Worten, die die Spannungen zwischen den befreundeten Staaten andeuteten, empfing Quakenbrücks Bürgermeister Matthias Brüggemann die Austauschschüler im Rathaus. Struktur und Geschichte von Kommune, Einwohnerschaft und Rat wurden erklärt, bevor die Gäste einen Streifzug durch die 1235 erstmals urkundlich erwähnte Burgmannstadt unternahmen – downtown sozusagen.


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