Diskussion im Bauausschuss Eine Strategie für Quakenbrücks Stadtgrün gesucht

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Ein Blick von oben zeigt, wie grün die Stadt Quakenbrück ist. Foto: Gert WestdörpEin Blick von oben zeigt, wie grün die Stadt Quakenbrück ist. Foto: Gert Westdörp

Quakenbrück. Nach der Sommerpause will der Bauausschuss Klarheit darüber haben, mit welchem Projekt sich die Stadt Quakenbrück um die Aufnahme in das Sanierungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“ bewirbt. 2019 soll dann ein Antrag gestellt werden.

Nach der Entscheidung des Stadtrates im Dezember 2017, die Aufnahme in das Sanierungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“ zu beantragen, hatten sich die Ratsmitglieder in einem Workshop im Februar zunächst über die Möglichkeiten des Förderprogramms informiert und erste Ideen für Projekte zusammengetragen. Allerdings stellte sich heraus, dass ein ausformulierter Antrag für 2018 bis Ende Mai eingereicht werden muss.

„Wir brauchen mehr Zeit“, erläuterte stellvertretender Stadtdirektor Frank Wuller in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen. Sein Vorschlag: Ausschuss und Rat könnten einsteigen in die Beratung und Diskussion und stellten im kommenden Jahr einen Antrag. Ausschussvorsitzender Ludger Greten (CDU) hielt dieses Vorgehen für richtig. Der Ausschuss folgte seinem Vorschlag, das Thema in die Fraktionen zu verweisen. Greten: „Nach der Sommerpause wollen wir Klarheit haben.“

Caffier: Grüne Infrastruktur verbessern

Zuvor hatte Bernd Caffier vom Sanierungsträger Baubecon „das neueste Programm der Städtebauförderung“ vorgestellt. Ziel sei, die Attraktivität von Städten mit Parkanlagen, Grün- und Wasserflächen zu steigern. „Es geht darum, die grüne Infrastruktur zu verbessern, um die biologische Vielfalt und um ein besseres Stadtklima“, erläuterte er die sogenannten übergeordneten Ziele. In der Praxis gehe es darum, Grün-, Frei- und Parkflächen aufzuwerten, sie stärker miteinander zu vernetzen, wenn sie eine ökologische, soziale und städtebauliche Bedeutung haben. Möglich sei ebenfalls, „auf Grundstücken mit leer stehenden, fehl- oder mindergenutzten Gebäuden“ oder auf Brachen Grünflächen zu schaffen.

Bund, Land und Kommune übernehmen Kosten

Voraussetzung für einen Antrag ist laut Caffier ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), in dem die Kommune alle ihre Schwerpunkte formuliere und darstelle, welche Auswirkungen die geplanten Vorhaben auf Freizeit, Wohnsituation und Erholung haben. Dazu gehört auch ein Zeit- und Kostenplan, auch die Beteiligung der Bürger an den Entscheidungen ist vorgesehen. Die Finanzierung von genehmigten Projekten erfolgt – wie in der Städtebauförderung üblich – zu jeweils einem Drittel durch Bund, Land und Kommune. Wenn die Stadt Quakenbrück das Konzept entwickele und bis zum 1. Juni 2019 einen Antrag stelle, sei mit einer Zusage im Jahr 2020 zu rechnen, erklärte der Baubecon-Mitarbeiter.

Beratung in den Fraktionen

Nach kurzer Diskussion waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass es zwar schon einige Ideen für Vorhaben gebe – zum Beispiel die Vernetzung von Wegen, die Gestaltung von Grünzonen entlang der Hase –, es daneben aber sicher noch weitere Vorschläge aus der Einwohnerschaft geben könne. „Das alles fließt dann ein in das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“, sagte Frank Wuller. Aufgabe der Fraktionen sei es nun, sich konkrete Gedanken über konkrete Vorhaben zu machen, ergänzte Ludger Greten. „Am Ende geht es darum, ob wir es wollen oder nicht“, brachte es Paul Gärtner (SPD) auf den Punkt.


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