Partnerschaftstreffen Quakenbrück und Alençon leben die europäische Idee

Von Bernard Middendorf

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Artland Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Rückblick auf fast 50 Jahre Partnerschaft hielten Bürgermeister Matthias Brüggemann (links) und sein Amtskollege Emmanuel Darcissac aus Alençon. Foto: Bernard MiddendorfRückblick auf fast 50 Jahre Partnerschaft hielten Bürgermeister Matthias Brüggemann (links) und sein Amtskollege Emmanuel Darcissac aus Alençon. Foto: Bernard Middendorf

Quakenbrück. Die Freundschaft zwischen Alençon und Quakenbrück besteht schon ein halbes Jahrhundert – diese bemerkenswerte Tatsache stellten die Stadtoberhäupter in den Mittelpunkt ihrer Ansprachen.

Bei einem Empfang im Quakenbrücker Rathaus zeigte sich Bürgermeister Matthias Brüggemann überzeugt, dass Städte und Gemeinden Triebfeder für ein Europa sein könnten, das den Menschen näher ist. Bürgermeister Emmanuel Darcissac betonte, es sei eine sehr enge und vertrauensvolle Partnerschaft entstanden: „Heute bin ich hier, um ‚Danke‘ zu sagen.“

Aus tiefstem Herzen und Überzeugung für Europa

Er freue sich, zahlreiche Gäste zum deutsch-französischen Freundschaftstreffen im „Hotel de Ville“ am Marktplatz begrüßen zu dürfen, sagte Brüggemann. Mit ihrer Städtepartnerschaft hätten Alençon und Quakenbrück es früh verstanden, den Geist des Elysée-Vertrages, den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag aus dem Jahr 1963, auch auf kommunaler Ebene aufzunehmen.

Das könne nicht allein auf dem Papier funktionieren, sondern bedürfe der Beteiligung vieler Bürger und der Einbindung junger Menschen. „Ein Freund ist schwer zu finden, aber leicht zu verlieren“ – dieses französische Sprichwort schärfe das Bewusstsein dafür, dass man kostbare Freundschaften pflegen müsse. Der Austausch zwischen den Nationen sei in einem „noch vereinten“ Europa vielleicht zu selbstverständlich geworden. „Wir brauchen mehr Europa“ – diese Forderung sei nur mit dem Schritt in ein sozialeres, gerechteres und mutiges Miteinander zu erfüllen. In Alençon und Quakenbrück habe es seit mehr als 50 Jahren Menschen gegeben, die sich aus tiefstem Herzen und Überzeugung für die europäische Idee eingebracht hätten.

Elysée-Vertrag Stützpfeiler der europäischen Einigung

Der langen Liste der zu begrüßenden Gäste schlösse er sich an, lächelte Bürgermeister Emmanuel Darcissac. Der Elysée-Vertrag sei Ausgangspunkt einer Entwicklung gewesen, die dazu geführt habe, dass Freundschaften zwischen Partnerstädten entstanden seien. Zugleich sei er Stützpfeiler der europäischen Einigung. Darcissac bezeichnete – übersetzt von Roland Bumb – den Schüler- und Sportleraustausch als wichtig für persönliche Freundschaften.

Am Rande des Empfangs im Rathaus berichtete Präsident Harald Blumenthal, das Besuchsprogramm des Deutsch-Französischen Clubs (DFC) mit einem Ausflug nach Kalkriese, dem gemeinsamen Orchesterkonzert und einer Soiree habe allseits großen Anklang gefunden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN